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Name und Sitz der Genossenschaft
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Vereinbarung über die Übertragung des
Vermögens als Ganzes
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Einzelheiten der Übertragung der
Geschäftsanteile (Vereinbarung über die
Höhe und die zu übernehmende Anzahl
der Geschäftsanteile, die Einzahlungs-
pflichten und die Regelung der Nach-
schusspflicht)
<
Verschmelzungsstichtag
<
Folgen der Verschmelzung für die Arbeit-
nehmer und die Regelung, inwieweit
Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder
in die Organe der übernehmenden
Genossenschaft übernommen werden.
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Satzungsänderungen
<
Sonstige Vereinbarungen:
beispielsweise Beibehaltung
Geschäftsstelle, Gleichbehandlung der
Liegenschaften, Ort der Mitgliederver-
sammlung
Der Fusionsausschuss prüft die wirtschaft-
lichen Verhältnisse beider Unternehmen
unter Heranziehung der Jahresabschlüsse
und Prüfungsergebnisse der letzten drei
Jahre. Eine Ertragswertberechnung dient
zur Bewertung der vorhandenen Bestände,
die dann auch punktuell besichtigt
werden.
Der Organisationsausschuss ist verantwort-
lich für die innerbetriebliche Abwicklung
der Verschmelzung. Hierzu gehören unter
anderem:
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Vereinheitlichung der wohnungswirt-
schaftlichen Software
<
Zusammenführung der Mitglieder-
listen
<
Zusammenführung der Nutzungsver-
träge
<
Zusammenführung der einzelnen
Konten mit Unterkonten
<
Zusammenführung der Organisation
Vorteile der Verschmelzung
Eine gemeinsame Wohnungsgenossen-
schaf t kann den Mitgliedern wesent-
lich mehr Service und Beratung bieten.
Markus Krimshandl, geschäftsführender
Vorstand bei der Baugenossenschaf t
Plochingen, stellt klar: „Es können Syner-
gien genutzt und Kosten gespart werden.
Auch für die Geschäftspartner ist eine
gemeinsame, größere Wohnungsgenos-
senschaft mit entsprechendem Potenzial
wesentlich interessanter.“ Bernd Weiler
ergänzt: „Die Kapitalkraft steigt, so dass
die Aufgaben der Zukunft besser gemeis-
ter t und die vorhandenen Geschäf ts-
felder ausgebaut werden können.“ Auch
nachhaltige Sicherung des genossen-
schaftlichen Wohnungsbestandes sowie
qualifizierte Abwicklung der Wohnungs-
verwaltung kann mit der Verschmelzung
effektiver gewährleistet werden. Darüber
hinaus besteht die Möglichkeit, moderne
und attraktive Arbeitsplätze nicht nur
zu sichern, sondern mittelfristig sogar
weitere zu schaffen. Tenor beider Genos-
senschaften: Gemeinsam finden wir mehr
Gehör für unsere Anliegen, diese Stärke
hilft allen. Dieter Helber, Aufsichtsrats-
vorsitzender der Kreisbaugenossenschaft
Nürtingen, stellte bei der diesjährigen
Mitgliederversammlung abschließend
fest: „Eine Verschmelzung ergibt nur dann
Sinn, wenn eins und eins drei ergibt.“
Informationen an die Mitglieder
Nach Beschlussfassung der Gremien wurde
der Informationsweg abgestimmt:
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Information aller Mitarbeiter über die
beabsichtigte Verschmelzung
<
Zeitgleiches Anschreiben an alle Mit-
glieder beider Genossenschaften über
die geplante Verschmelzung
<
Zeitnahes Pressegespräch mit der regi-
onalen Presse über die geplante Ver-
schmelzung
<
Information in der jährlichen Mitglieder-
versammlung
Bis zu den geplanten Fusionsversamm-
lungen werden weitere Informationsveran-
staltungen mit den Mitgliedern stattfinden,
um über den aktuellen Stand der Ver-
schmelzungsgespräche zu berichten. Die
bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass
nach der schriftlichen Bekanntmachung
und dem Pressegespräch die Mitglieder
zeitnah zu einer Informationsveranstaltung
(zirka vier Wochen nach Bekanntgabe) ein-
geladen werden sollten. Wichtig ist, dass
insbesondere die Mitglieder und Geschäfts-
partner der „kleinen“ Wohnungsgenossen-
schaft umfassend über die Beweggründe
und Schritte der Verschmelzung informiert
werden.
Bernd Weiler,
Kirchheim unter Teck
info@kreisbau-kirchheim.de
www.kreisbau-kirchheim.de
Verwaltungs-
gebäude der
Kreisbauge-
nossenschaft
Nürtingen eG mit
Sitz in Kirchheim
unter Teck.
Quelle: Kreisbaugenossen-
schaft Nürtingen eG
Baugenossenschaft
Plochingen eG
Kreisbaugenossen-
schaft Nürtingen eG
Gegründet
1919
1919
Mitglieder
732
2.351
Mitarbeiter
3
32
Genossenschafts-
wohnungen
310
1.242
verwaltetete
Eigentumswohnungen 0
1.122
Bilanzsumme
8 Mio. Euro
52 Mio. Euro
Eigenkapitalquote
25,5%
53 %
Jahresüberschuss
220.833 Euro
751.463 Euro
Durchschnittsmiete
5,44 Euro pro qm
5,18 Euro pro qm
www.gbg-plochingen.de
www.kreisbau-kirchheim.de
Die Wohnungswirtschaft
10/2011
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