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Im Rahmen der Diskussion um eine
Neuaus-
richtung und Optimierung der Budgetie-
rungsprozesse
, wie sie unter den Oberbegrif-
fen
Better Budgeting
,
Beyond Budgeting
und neuerdings
Moderne Budgetierung
seit
Jahren geführt wird
1
, wird eine Planungsme-
thodik besonders oft genannt: Die „rollierende“
Planung, die in diesem Zusammenhang meist
im Sinne eines Rolling Forecast verstanden
wird. Doch was hat es mit rollierender Planung
und rollierendem Forecast auf sich, dass dafür
mit „rollierend“ sogar ein neues Wort in die
deutsche Sprache eingeführt wurde, das im
Duden nicht aufgeführt wird?
Zunächst einmal sollten die zugrundeliegenden
Begriffe eindeutig geklärt werden, da es im all-
täglichen Sprachgebrauch hier immer wieder
zu Missverständnissen kommt: Ein Forecast ist
eine reine Prognose und unterscheidet sich da-
durch von der Planung, welche einen eindeu-
tigen Zielcharakter hat. Im Unterschied zum
Rolling Forecast
deckt der
periodische Fore-
cast
(siehe Abb. 1) jeweils den Rest des lau-
fenden Geschäftsjahres ab und wird in der Re-
gel vierteljährlich, manchmal aber auch monat-
lich durchgeführt. Die Prognoseperiode wird
somit mit jedem Planungszyklus kürzer. Im Ge-
gensatz dazu ist beim Rolling Forecast die Pro-
gnoseperiode konstant: Nach jeder abgelaufe-
nen Periode (z.B. ein Quartal) wird am Ende der
Prognoseperiode eine Periode angehängt, so
dass der Forecast eine konstante Prognosepe-
riode von zum Beispiel sechs Quartalen ab-
deckt (siehe Abb. 2).
Doch was ist der Vorteil eines Rolling Forecast?
Warum steht diese Variante so im Brennpunkt?
Neben einer Abkehr vom in der Regel nicht auf
Abb. 1: Der periodische Forcast
Rollierende Planung in F&E-Projekten
Unterstützung & Entlastung der Budgetierung
durch rollierende Projektplanung in
Forschung & Entwicklung
von Matthias Schmitt