Seite 41 - CONTROLLER_Magazin_2010_05

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2. Stellen Sie Regeln für die einzelnen Klassen auf
Die Regeln legen Sie fest, indem Sie folgende Fragen beantworten: Wird
ein Artikel bevorratet oder nur bei Bedarf beschafft? Kommen Pull-Me-
chanismen zum Einsatz oder sind Push-Verfahren die geeigneteren?
Welche Lieferbereitschaft bzw. Verfügbarkeit wird konkret angestrebt?
Sollen Planzahlen des Vertriebs oder statistische Prognosen die Pla-
nungsgrundlage sein? Wie ist ggf. mit Saisonalitäten oder schwankenden
Bedarfszahlen umzugehen?
3. Sprechen Sie mit Ihren internen und externen
Lieferanten zur Optimierung der Lieferkette
Prüfen Sie zunächst, bei welchen Lieferanten es sich lohnt, die logisti-
schen Parameter, wie z.B. Lieferzeit, Losgröße, Mindestmenge etc., zu
verändern. Legen Sie gemeinsam mit ihm die zukünftigen Prozesse fest,
wie Sie miteinander zusammenarbeiten wollen. Ermitteln Sie, welche Pa-
rameter dies beeinflusst und wie sie einzustellen sind. Hinterlegen Sie
auch für diese Größen
exakte, nachvollziehbare Regeln
.
4. Prüfen Sie die Auswirkungen des Regelwerks
Entscheidend ist, welche Effekte das Regelwerk erzielt. Um diese nicht
mit einem langwierigen und kostspieligen „Trial and Error“ einstellen zu
müssen, bietet sich die
Simulation der Beschaffungsprozesse
mit
geänderten Parametern an. Daher ist zunächst simulativ zu prüfen, wie
sich die jeweils relevanten logistischen Kennzahlen ändern. Wird die ange-
strebte Lieferbereitschaft erreicht? Was kostet es, die Lieferbereitschaft
zu erhöhen? Sind Bestandssenkungspotenziale und damit Liquiditätsre-
serven abzuschöpfen? Welchen (Mehr-)Aufwand bedeuten die Ände-
rungen für Produktion, Logistik und Lieferanten?
5. Setzen Sie die Regeln in Einstellwerte der
Stammdaten um
Jetzt werden Sie konkret: Legen Sie die Ausprägung der Stammdaten
genau fest. Zum Einen bedeutet dies, genaue Einstellwerte vorzugeben,
wie z.B. die Dispositionsmethode, Losgrößenregel oder Planungsstrate-
gie. Zum Anderen
setzen Sie die erarbeiteten Regeln in Algorithmen
um
, z.B. zur Berechnung der Mindestlosgröße, der Meldebestände oder
der Eindeckzeiträume.
6. Realisieren Sie das Regelwerk zur Unterstützung
der Disponenten als nachhaltige Lösung
Wie bereits eingangs beschrieben, ist das zu handhabende Datenvolu-
men oft ein Problem, weshalb die Stammdaten kaum oder nur rudimen-
tär gepflegt sind. Mit dem definierten Regelwerk besteht nun die Mög-
lichkeit, die Datenpflege softwaretechnisch abzubilden und zu automati-
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393 - Vertriebscontroller (m/w, 100 %)
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Vertriebscontrollinginstrumente
Unterstützung der Führungskräfte im Controllingregelkreis
Weiterentwicklung von Controlling-Tools und Durchführung von
Trainings für interne Kunden
Erstellung von Reportings für verschiedene Standorte
Mitarbeit in und Führung von Projekten
Durchführung Budget- und Forecastberechnungen
Analyse der Umsatz- sowie Deckungsbeitragsabweichungen
und -entwicklungen
Einleitung von Massnahmen bei Zielabweichungen
mit den Linienstellen
Anforderungen:
Fundierte betriebswirtschaftliche Ausbildung
(Universität, Fachhochschule)
Mindestens drei Jahre Berufserfahrung im Bereich Controlling
Gute SAP-Kenntnisse im Modul CO von Vorteil
Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
Innovationsgetriebenes, analytisches und konzeptionelles
Denkvermögen
Bereitschaft zu Reisetätigkeit
Kommunikationsstärke, Flexibilität, Teamorientierung und
Durchsetzungsvermögen
CM September / Oktober 2010