Seite 31 - CONTROLLER_Magazin_2010_05

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tung, die Möglichkeit, Grafiken zu integrieren
sowie über den umfangreichen DEE Funktionen
für zum Beispiel Ampelfunktionen und Abwei-
chungsanalysen zu erstellen – und nicht zuletzt
die Funktionalität mittels Popup iViews „An-
wendungen in der Anwendung“ zu kreieren.
An dieser Stelle sollen aber auch die kritischen
Punkte, die sich durch den Einsatz des VC erga-
ben, berücksichtigt werden. Eine
Problematik
war die Performance
, die
bei steigender Mo-
dellkomplexität und -größe
zu immer län-
geren Zeiträumen beim Deployment des Modells
führ te. Diesbezüglich ist anzumerken, dass
dieses Problem nicht mit der Größe der Daten-
bestände zusammenhing, sondern mit den im
Modell verwendeten Elementen. Abgesehen von
diesen technischen Restriktionen war ein wei-
teres Problemfeld das Layout-Board, welches
zwar die Position und Größe der Elemente an-
zeigte, nicht aber die der einzelnen Tabellen-
zeilen. Dies führt dazu, dass in umständlicher
Kleinarbeit jede Zeile, nur durch Augenmaß, auf
die benötigte Größe eingestellt werden muss.
Gleichwohl lässt sich zusammenfassend sagen,
dass der VC ein adäquates Instrument zur Ent-
wicklung von analytischen Anwendungen ist und
auch für die praxistaugliche Erstellung einer BSC
mit oben genannten Einschränkungen dient.
Der VC ist ein
verhältnismäßig junges Pro-
dukt
(06/2006), welches aktuell zur langfris-
tigen SAP Strategie gehört und beständig wei-
terentwickelt wird (vgl. SAP AG; 2009). Es kann
also erwartet werden, dass die genannten Pro-
blemfelder zukünftig behoben werden.
Das Ziel, die Umsetzung und Integration des
Managementinstruments BSC für die strate-
gische Planung in die SAP IT-Systemland-
schaft, zur Ablösung isolierter und manueller
Planungstools wie zum Beispiel Excel, konnte
mit dem VC erreicht werden.
Abschließend ist noch zu bemerken, dass eine
wie in dieser Ausarbeitung vorgestellte strate-
gische Planung mit Hilfe der BSC nur ihr voll-
ständiges Potenzial ausschöpfen kann, wenn
sie
in das Gesamtkonzept der integrierten
Planung eingebunden
ist. Eine grundle-
gende Voraussetzung in diesem Zusammen-
hang ist eine bereits vorhandene Planungs-
umgebung für die betrieblichen Teilpläne der
operativen Planung. Gerade die Verzahnung
zwischen strategischer und operativer Pla-
nung führt dazu, dass Planungszyklen ver-
kürzt, Kosten gespart sowie eine qualitativ
hochwertigere Planungen realisiert werden,
die mit Hilfe von Prognosen (Forecast) flexibel
anpassbar sind.
Literaturverzeichnis
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