Der Controller in der Rolle des
Bewerbers
Wie „controlle" ich mich selbst?
von Rosita Blaha und Uwe M. Seidel
(H12065942)
Seit vielen Jahren bemühen sich Ausbildungs–
institute, den Controllern die Notwendigkeit zu
vermitteln, eine Balance zwischen fachlicher
Kompetenz und Integrationsfähigkeit in
das Managementteam zu finden, um erfolg–
reich im Controllerdienst agieren zu können. In–
tegrationsfähigkeit wird dabei nicht als eine
Form der Anpassung verstanden - ganz im Ge–
genteil: der Controller muss greifbar aber auch
angreifbar sein. Er muss wachrütteln und dabei
stehen bleiben. Die Zukunft des Unternehmens
hat er dabei stets vor Augen. Es geht darum,
diese Rolle in das Bewusstsein der Controller zu
bringen.
Durchschnittsalter
von Controllern
In einer Untersuchung (siehe Abb. 1,Stand: Ok–
tober 2008) hat die Rosita Blaha GmbH Perso–
nalberatung die berufliche Herkunft von 430
Controllern ausgewertet.
Die Alterskurve zeigt, dass das Wirken eines
Controllers erst im Zusammenspiel mit seinen
Erfahrungen und seiner persönlichen Reife zur
vollen Entfaltung gelangt. Controller Ist man
nicht, man wird es.
Die Altergruppe der 40 bis 45-Jährigen ist am
stärksten vertreten. Es gibt also einen „Weg
zum Controller". Natürlich kann der Controller
den Karrieresprung in Bereichsleitungs- oder
Geschäftsführungsverantwortung machen, der
jedoch an Voraussetzungen geknüpft ist: fach–
liche Kompetenz auf hohem Niveau und
persönliche Reife.
Berufsausbildung:
Der Weg zum Controller
Aus der Untersuchung wird deutlich, dass der
klassische Einstieg in das Controlling überwie–
gend auf Basis eines Studiums erfolgt (vgl. Abb,
2, eigene Darstellung). Es kann aber auch mit
einer qualifizierten kaufmännischen Ausbildung
und fachspezifischen Weiterbildungsmaß–
nahmen der Einstieg ins Controlling gelingen.
Bei dieser Gruppe wurde regelmäßig eine auf
Controlling-Speziflka ausgelegte, berufsbeglei–
tende Weiterbildung vorgefunden. Als Weiter–
bildungsmaßnahmen wurden u.a. Bilanzbuch–
halter International, Controller IHK, Controller's
Diplom der Controller Akademie AG oder Prak–
tischer Betriebswirt IHK identifiziert.
Zwar ist der Wunsch nach einem sicheren Ar–
beitsplatz im heutigen volatilen Wirtschaftsle–
ben stärker denn je vorhanden, andererseits ist
nichts unsicherer geworden als der sichere
Arbeitsplatz, Die Unternehmenswelt hat sich
stark verändert. Der Controller muss sich die
Frage stellen: „Wie kann ich einen persönlichen
Vorteil daraus ziehen?"
Wie häufig wechselt der
Controller seinen Job?
Unbestritten ist, dass sich jeder Controller im
Laufe seiner beruflichen Entwicklung irgend–
wann einen Wechsel wünscht. Das Anliegen
Controller Im Bewerbungsprozeß nach Altersgruppen
35%
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30%
25%
20%
15%
10%
5%
0%
26-30
Alter
31-35
36-40
41-45
46-50
51-55
56-60
>61
02
03
05
07
S
P
Abb. 1: Controller-Bewerber nach Altersgruppen
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