Kennzahlengestützte Unternehmenssteuerung
Am Beispiel von Busunternehmen im ÖPNV
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von Christian Schneider, Berlin
(H12065941)
Busunternehmen sind Teil des
öffentlichen
Personennahverkehrs (ÖPNV).
Der ÖPNV
wiederum ist Teil des öffentlichen Verkehrs und
des Personenverkehrs im Nahverkehr Er grenzt
sich so vom Individualverkehr Güterveri^ehr und
Fernverkehr ab und wird üblicherweise im Lini–
enverkehr betrieben. Der Linienverkehr ist eine
zwischen bestimmten Ausgangs- und Endpunk–
ten eingerichtete regelmäßige Verkehrsverbin–
dung, auf der Fahrgäste an bestimmten Halte–
stellen ein- und aussteigen können.
Der ÖPNV unterteilt sich in den
Schienenper–
sonennahverkehr (SPNV)
und den
Straßen-
personennahverkehr (ÖSPV).
Neben Busver–
kehren zählt zum Straßenpersonennahverkehr
auch die Beförderung von Personen mit Stra–
ßenbahnen sowie mit Taxen. Innerhalb der Bus–
linienverkehre unterscheidet man Stadtverkehre
im Stadt- und Vorortverkehr sowie Regionalver–
kehre im Überlandverkehr zwischen Gemeinden
und Städten. Charakteristisch für den öffent–
lichen Personenverkehr
mit Bussen
ist,
dass
die Reiseweite 50 km bzw. die Reisezeit
eine Stunde nicht übersteigt.
Besonderheiten für die Steuerung von Busbe–
trieben im öffentlichen Nahverkehr resultieren
aus ihrer
Eigenschaft als Dienstleistungs–
unternehmen
mit hoher Personal- und Anla–
genintensität und einem damit verbundenen
hohen Fixkostenanteil (vgl. Abb. 1). Der Prozess
der Leistungserstellung wird durch eine Vielzahl
externer Faktoren beeinflusst und stark von
rechtlichen Vorgaben aus dem Personenbeför–
derungsrecht geprägt. Ein wesentlicher Kom–
plexitätstreiber der Steuerung liegt in der
Dienstleistung per se begründet.
hohe Kapi tal - / Anlagenintensi tät
hohe Personal intensi tät
hoher Fixkostenantei l
Dienst leistungscharakter der Leistungserstel lung
hohe Prozesskomplexi tät und viele externe Einf lussfaktoren
hohe gesetzl iche Bindung
Abb. 1: Charakteristika von Biisunlernehmen im OSPV
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