BSC-Software
Klaus/Dömemann/Knust.
1998,
S. 377).
Um die BSC-Software in die gegenwärtige IT-
Struktur integrieren zu können, ist
bei
der Soft–
wareauswahl darauf zu achten, dass die BSC-
Software vom im Unternehmen verwendeten
Betriebssystem unterstützt wird. Des Weiteren
sollten die
Web-Fähigkeit
der Software und
die
Möglichkeit der Mail-Unterstützung gegeben
sein, um durch die BSC-Software generierte In–
formationen online an jedem Ort verfügbar zu
machen
sowie
eine schnelle und einfache
Kommunikation zwischen den Anwendem
zu gewährleisten. Da die BSC-Software in der
Regel nicht nur von einem Anwender genutzt
wird, spielt die Benutzervenwaltung für die Si–
cherheit der Kommunikation eine wesentliche
Rolle. Eine ausreichende Kompatibilität der BSC-
Software mit existierenden Systemen hinsicht–
lich Datenimport und Datenexport trägt eben–
falls zu einer effizienten Nutzung der BSC-Soft–
ware bei (vgl.
Appel/Brauer/Preuss,
2002, S. 91
sowie
MaiT/Neely,
2003, S. 238 f).
Mit der
Skalierbarkeit
der BSC-Softwarean–
wendung kann den Anforderungen Rechnung
getragen werden, dass die Informationen gleich–
zeitig unterschiedlichen Anwendern zur Verfü–
gung stehen und flexibel hinsichtlich Anwender–
zahlen angepasst werden können. Die OLAP
(On-Line Analytical Processingj-Fähigkeit einer
BSC-Software kommt vor allem der Ausweitung
der Analysemöglichkeiten der untersuchten
Kennzahlen zugute und stellt somit eine wich–
tige Voraussetzung für die Anwendung einer
BSC-Software dar Das Kriterium
Anpassungs–
fähigkeit der Benutzeroberfläche
beschreibt
die Notwendigkeit einer adäquaten optischen
Darstellung der Daten und einer nutzerfreund–
lichen
Gestaltung (vgl. hierzu auch
Jonen/Ling-
nau/Weinmann,
2004, S. 15 ff).
Ad
(4) :
Funktionale Anforderungen
Unter den funktionalen Anforderungen werden
Funktionen der Software zusammengefasst, die
den inhaltlichen Spezifika einer Balanced
Scorecard gerecht werden
sollen (vgl. für
ei–
nen exemplarischen Überblick über wichtige
funktionale Anforderungen an eine BSC-Soft–
ware
Appel/Brauer/Preuss,
2002, S. 90).
Die BSC stellt ein relativ komplexes Manage–
menttool dar Um eine schnellere und größere
Akzeptanz der BSC-Anwendung im gesamten
Unternehmen zu gewährleisten, ist eine hohe
Benutzerfreundlichkeit durch eine
möglichst
einfache Navigation
sicherzustellen (vgl.
Klaus/Dömemann/Knust,
1998, S. 377).
Für eine schnelle und zielgerichtete Analyse
der im Unternehmen vorhandenen Daten
sollte die BSC-Software benutzerfreundliche
Analyse-Funktionalitäten bereitstellen: Mit
Hilfe einer Ampelfunktionalität ist eine
visuelle
Aufbereitung von Differenzen
zwischen er–
zielten Ist-Werten von in der BSC abgebildeten
Kennzahlen und den vorgegebenen Soll-Wer-
Des Weiteren stellt die
Abbildung von Ursa–
che-Wirkungs-Ketten
ein weiteres wesent–
liches Kriterium dar durch welche die Abhän–
gigkeiten der einzelnen Ziele von ihren Einfluss–
faktoren abgebildet werden können. Um die in
einer Balanced Scorecard definierten Ziele zu
erreichen, gilt es, geeignete Maßnahmen zu de–
finieren, die auch in der Softwareanwendung
mit Hilfe sogenannter
Aktionspläne
skizziert
werden sollten. Weitere wesentliche Funktionen
einer BSC-Software sind das
Hinterlassen von
Kommentaren
und die Ausgabe von Berichten.
Im Rahmen der Berichtsausgabe ist zwischen
Standardberichten,
die der schnellen und
übersichtlichen Darstellung der Daten und
Kennzahlen dienen und dem
Ad-hoc-Repor-
Autoren
• Prof. Dr Bernhard Hirsch
ist Inhaber der Professur für Controlling an der Universität der
Bundeswehr München. 2001 - 2006 war er wissenschaftlicher
Assistent und Habilitand bei Prof. Dr Dr h.c. Jürgen Weber an der
WHU - Otto Beisheim School of Management. Seine Forschungs–
schwerpunkte sind Controlling, Unternehmenssteuerung und
Unternehmensethik. E-Mail:
• Dr Olaf Mäder
ist selbstständiger Unternehmensberater und wissenschaft–
licher Mitarbeiter am Institut für Controlling an der Universität
der Bundeswehr in München.
E-Mail:
• Dipl.-Kfm. (univ.) Robert Wonde
ist als Offizier der Luftwaffe im Bereich Logistik tätig. 2004 bis
2008 studierte er Wirtschafts- und Organisationswissen–
schatten an der Universität der Bundeswehr München u.a. am
Institut für Controlling.
E-Mail:
ten möglich. Des Weiteren lassen sich durch
eine
Zeitreihenanalyse
(Trendbetrachtung)
historische Daten mit den aktuellen Werten
vergleichen. Eine
Drill-Down-Funktionalität
als weiteres Kriterium dient dem leichteren
und schnelleren Navigieren und ermöglicht je
nach Informationsbedarf und Fragestellung
einen direkten Zugriff auf Detaildaten zu einer
Kennzahl oder einem bestimmten Sachverhalt
(vgl
Herde.
2004, S. 241 ff und
Fectitner.
2000,
S.159).
fing
für individuelle und detaillierte Berichte bei
entsprechendem Informationsbedarf zu unter–
scheiden. Beides sollte die Software leisten
können. In einem letzten funktionalen Kriterium
ist die Fähigkeit einer Anwendung zum
Pull-
und Push-Konzept
zu überprüfen. Bei einem
Pull-Konzept sind die Mitarbeiter selbstständig
dafür verantwortlich, Informationen abzurufen,
wohingegen im Rahmen des Push-Konzeptes
die Anwender durch automatische E-Mails auf
Kennzahlen und Änderungen aufmerksam
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