Reagieren auf den Abschwung
Projektierung &
Konstniktion
Beschaffung
Montage & ^
Inbetriebnahme
Betrieb/
.
Instandhaltung &>
Seivice
/
PrePack
>
Abb. 1: Baugruppenbeschaffung \
Um dieses zu erreichen, ist keine komplexe
Finanzmathematik notwendig, sondern kon–
krete Ansätze im eigenen Unternehmen:
• Optimierung Zahlungsziel mit dem Liefe–
ranten (Äquivalenztausch Skonto vs. Zah–
lungsziel)
Lieferung
mit Einkauf, ivlontage und Liefe–
rant)
• Lagerumschlagsanalyse
und entspre–
chende Bereinigung um „Ladenhüter"
* Beschaffung von Baugruppen
anstelle von
Einzelteilen
• Frank Sundermann
ist Principal bei Dr Wüpping Consulting (DWC) und verant–
wortl ich für den Bereich Beschaffung. Im Mittelpunkt der
Beratung von DWC steht die ganzheitliche Optimierung von
Wertschöpfungsrozessen bei Unternehmen mit technisch
anspruchsvollen Produkten. Hierbei werden insbesondere die
Bereiche Vertrieb, Entwicklung, Produktion/Logistik und
Beschaffung fokussiert.
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Umstellung von bestandsgeführtem Lager–
material auf
auftragsbezogene Beschaf–
fung
Keine Annahme von Zu-früh-Lieferungen
(Aufsetzen Regelkreis für
„Just in time"-
Insbesondere der letzte Punkt ist vielen als
Cash-Flow-Optimierer nicht so bekannt. Bei
der Einzelteilbeschaffung kauft man die
einzelnen Komponenten, lagert sie ein und
montiert sie zu einem späteren Zeitpunkt. Dies
bedeutet über die gesamte Zeit gebundenes
Kapital. Bei der vom Lieferanten montierten
Baugruppe erhalte ich alle Teile als komplette
Einheit erst zum Zeitpunkt, wenn ich diese für
die Endmontage benötige. Das bedeutet im
Vergleich zur Einzelteilbeschaffung erst zu
einem viel späteren Zeitpunkt die Kapitalbin–
dung und erheblich weniger Lagerplatz.
So gehen heutzutage führende Maschinenbau–
er dazu über nicht nur tatsächlich montierte
Baugruppen auf diesem Vl/eg zu beschaffen,
sondern auch „kommissionierte Baugruppen",
bei der der Lieferant die Zusammenstellung der
Teile übernimmt und erst zum Bedarfszeitpunkt
liefert. So bietet der Pneumatikhersteller Festo
mit seinem „Prepack" eine innovative Lösung in
dem Bereich, die unmittelbar an die Maschine
in der Montage geliefert werden kann (Abbil–
dung 1).
• Zusammenfassen von Einzelkomponenten zu
einem Set (z.B. als Set für die Montage)
• Weniger Aufwand bei der Abwicklung (nur
eine Teilnummer mit einem Preis)
• Kundenspezifisches Etikettieren des Sets
Einige der oben genannten Maßnahmen wie
Just in Time, Baugruppen, Lageroptimierung
sind auch wesentliche Methoden des zweiten
Hebels, der Lean Production.
Viele Unternehmen glauben, dass Lean Pro–
duction oder die Toyota-Philosophie nur etwas
für die Automobilindustrie und Serienmaschi–
nenbauer ist, Jedoch konnten selbst bei Son–
dermaschinenbau-Unternehmen, die nicht
mehr als 10 Maschinen im Jahr fertigen, durch
die oben genannten Maßnahmen erhebliche
Effekte in der Durchlaufzeit erzielt werden,
Sauberkeit, Vermeidung von Teile-Suchen,
kurze Wege und die Konzentration auf die
wirklich wertschöpfenden Tätigkeiten macht
bei jedem Sinn, der seine Kosten senken will,
um sich für demnächst unruhige Zeiten zu
wappnen.
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