Seite 13 - CONTROLLER_Magazin_2009_02

Basic HTML-Version

CM Mä r z /Apr i l 2009
1.
Zum Spiel gehören zwei: die Bank und der Kunde. Anleger, die
heute über ihre Bank oder ihren Finanzberater klagen, hätten sich
schon gestern überlegen können, ob das Finanzgeschäft überhaupt
hohe Renditen garantieren kann, denn jede echte Dienstleistung ist an
eine reale Wertschöpfung gekoppelt und sie kann nicht mehr erzielen
als den Wert ihres ökonomischen Nutzens an dieser Wertschöpfung,
2.
Aufsichtsräte von Banken verstehen i. d. R. wenig vom Finanz–
geschäft und das Bank-Management kümmert sich um den Wettbe–
werb und die Gewinnmaximierung, einschließlich ihrer eigenen Boni,
und nicht um die ökonomischen Bedingungen des realen Markts. Wel–
cher Geschäftsführer hat erkannt, dass seit 1990 die Gewinnkurve des
US-Finanzsektors sich vom nominalen Bruttoinlandsprodukt und von
der Kurve der Gesamtgewinne außerhalb des Finanzsektors immer
weiter abhob, bis sie schließlich 2006 die dreifache Höhe gegenüber
den beiden anderen Kurven erreichte, und sich dann die Frage gestellt,
ob die Gewinnsumme aller Dienstleistungen des Finanzgeschäfts ein
Vielfaches der Gewinne der realen Wirtschaft ausmachen kann? Hinzu
kommt, dass jede Finanzinstitution sich selbst unterhalten muss und
sich ihre Rolle als Mittler durch extrem hohe Gehälter und Boni vergü–
tet. Woher sollen am Ende die sicheren, hohen Renditen für die Anleger
kommen? Zwischen 1970 und 1990, als es noch keine derart „innova–
tiven" Finanzprodukte gab, lagen die Jahresgewinne noch im Rahmen
der realen Wertschöpfung, (vgl. Abb.1)^
Die Blase im Finanzsektor umfasste weit mehr als die unvorstellbaren
Geldmengen, die mit den Scheingeschäften im Laufe der vergangenen
Jahre verbucht, vergütet und verbraucht wurden. Sie umfasste alles, was
die nutzlosen Finanzgeschäfte mit sich führten. Ein Großteil der teueren
Jobs und sämtliche Einhchtungen, wie Büros, Computer, Mobiltelefone,
Dienstwagen, sind mit dem Zusammensturz überflüssig geworden. Die Fi–
nanzblase schlägt massiv auf die gesamte Realwirtschaft ein, mit Folgen
für die Haushalte, die im Einzelnen schwer zu beziffern sind. Insgesamt
hat der Börsenmarkt im Jahr
2008
weltweit
24
Billionen Dollar
verloren und damit die Hälfte seines Kapitals eingebüßt.
Der Finanzsektor wird solange schrumpfen, bis die Gewinne sich wieder
auf einem realistischen Wert normalisiert haben. Erst ab diesem Zeitpunkt
kann auf das Ende der Finanzkrise gehofft werden. Wie lange es dauert,
bis die Wirtschaft sich davon erholt haben wird, hängt von der Qualität der
Maßnahmen ab, die heute vom Staat getroffen werden.
Von der Finanzkrise zur Staatskrise
TheArt Of
Consolidation
Eine Veranstaltung
von und für Konsolidierer
und Verantwortliche für das
Konzernrechnungswesen
MIT
PRAXIS-
BEISPIEL
T d l a n x .
Versicherungen. Finanzen.
05. Mai
Hamburg
East Hotel
06. Mai
Düsseldorf
Hotel Interkont i
26. Mai
Wien
t e Me r i d i en
27. Mai
Frankfurt
Villa Kennedy
28. Mai
Zürich
Sorel l Hotel Zürichberg
TheArt Of
Planning
Eine Veranstaltung
für Controller,
Verantwortliche des Rech–
nungswesens und der IT
18. März
Düsseldorf
Innside Pr emi um Hotel
19. März
Frankfurt
Innside P r emi um Hotel
24. März
München
Künst lerhaus
26. März
Zürich
Sorel l Hotel Zür ichbetg
01. April
Wien
t e Me r i d i en
\
WARUM SOLLTEN SIE EINE DIESER VERANSTALTUNGEN BESUCHEN?
\
Profitieren Sie von anbieterneutralen und auf langjähriger Praxis
basierenden Vorträgen zu Auswahl und Implementierung von
\
Konsolidierungs- bzw. Planungs- und Reportinglösungen.
Erfahren Sie aus erster Hand die Ergebnisse aktueller Studien über
Praxiserfahrungen von Unternehmen im deutschsprachigen Raum.
Tauschen Sie mit Fachkollegen Erfahrungen aus.
Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 9:00 Uhr
und enden ca. gegen 12:45 Uhr, bzw. 14 Uhr
Die Teilnahme ist für Sie kostenfrei.
Die Zahlungsrückstände und Zwangsvollstreckungen, Wertberichti–
gungen und Abschreibungen erreichten ungeahnte Rekordhöhen. In
Deutschland hat es vor allem die staatlichen Banken, darunter die groß–
en Landesbanken erwischt, mit unabsehbaren Folgen für den Mittel–
stand, die privaten Anleger und Steuerzahler So musste allein die Baye–
rische Landesbank infolge ihrer ABS-Geschäfte mehr als zehn Milliar–
den Euro im vergangenen Jahr abschreiben, um nur ein Beispiel zu nen–
nen. Diese Summe entspricht dem Gegenwert von etwa
40 000
A g e n d a & A n m e l d u n g - >
#Taget ik
pmOnC
PRIC£WATERHOUsE(gOPERS \
H O R V A T H W P A R T N E R S
MANAGEMENT CONSULTANTS
E
rnst &YOUNG
v ^ ^Ca p g em i n i
QualityIn [verything We Do
ioiisuuihg iichkoiox ouisouicin«
a l p e r s s c h e t t e n j
evimcon