Seite 42 - CONTROLLER_Magazin_2008_05

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Qualitätssicherung
54
L ö h n e
Ge h ä l t e r
|
J a
Ab s c h r e i bung e n
R e i s e k o s t e n
1
J a
Ma t e r i a l v e r b r a u c h
I n s t a n d h a l t u n g
P K W Ko s t e n
W e r b u n g
I
J a
F i na z i e r ung
Abb. 3: Abhängigkeiten der Kostenstellen
mit der falschen Währung bestellt, der Rech–
nungseingang jedoch in der Hauswährung ge–
bucht, die Preisdifferenzen landen dann auf
einem Zwischenkonto und müssen später in
die Deckungsbeitragsrechnung abgerechnet
werden, um ein geschlossenes System zu er–
halten.
Weitere Problematiken bestehen mit Ver–
brauchsbuchungen der Produktion, die auf die
Fertigungsaufträge gebucht werden. Laufen
hier falsche Kostenarten auf die Kostenträger,
was auch die Trennung in fixe und variable
Kosten betrifft, so werden Abweichungen nicht
mehr auf die richtige Abweichungskategorie
erfasst und gebucht. Damit landen auch diese
Kosten falsch in der Deckungsbeitragsrech–
nung.
Insbesondere die Buchung auf Kostenarten, die
nur für maschinelle Buchungen zugelassen
sind, können dazu führen, dass sich der Mo–
natsabschluss nicht mehr vollständig abstim–
men lässt.
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Ja
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Ja
Ja
Ja
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Ja
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Ja
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Ja
Ja
Ja
Die Lösungsmöglichkeiten
Neben den teilweise bereits enwähnten organi–
satorischen Maßnahmen, kann ein umfas–
sendes Set an Werkzeugen eingesetzt werden,
die hier näher ausgeführt werden sollen.
Organisatorische
Hilfsmittel
Kontierungshandbücher mit Schlagwortre–
gister
« ISO-Dokumente, wie Arbeits- oder Verfah–
rensanweisungen
• Einarbeitungsrunden
•• Schulungen und Trainings
- Manuelle Abstimmhilfen
Einsatz von Werkzeugen
» Stammdatenprüfroutinen
• Bewegungsdatenprüfroutinen
• Intelligente Abstimmwert(zeuge
• Komplexe Datenanalysen
• Optimierte Schnittstellen mit reduzierter Logik
• Knowledge-Management und Abteilungs-
Wikis
Lieterantenstamm
Kundenstamm
Bestellkopf
l
Bestellposition
Materialstamm
Wareneingang
Lagerbestand
Reciinungskopf
Rectinungsposition
—I T—
Warenausgang
SAP CO-PA
Oeckungs-
beitrags-
rectinung .
Abb 4: Datenfluss in die Deckungsbeitragsrechnung ]
Organisatorische Hilfsmittel
In vielen Unternehmen werden
Kontierungs–
handbücher
eingesetzt, die ein Konto nach
dem anderen auflisten und deren Inhalt be–
schreiben. Die Fragestellung während des Er–
fassens ist jedxh anders herum. Es wird nicht
gefragt, was soll auf das Konto gebucht werden,
sondern auf welches Konto muss beispielswei–
se die Rechnung des Elektrikers gebucht wer–
den, der den Sicherungskasten neu ange–
schlossen hat.
Verfügt ein Kontierungshandbuch nicht über ein
umfassendes Schlagwortregister mit sinnvollen
Beispielen, ist es zur schnellen und korrekten
Kontierung nicht zu verwenden. Ein solches
Kontierungshandbuch lässt sich auch in SAP
hintertegen und mit Schlagworten versehen. Al–
lerdings muss dieses regelmäßig gepflegt und
mit der Realität verglichen werden.
Vielfach werden Geschäftsprozesse bereits in
Arbeits- und Verfahrensanweisungen
für
verschiedene ISO-Zertifikate dokumentiert.
Teilweise können diese Dokumente sinnvoll um
Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten er–
gänzt werden. Allerdings ist deren Änderungs–
frequenz durch den hohen Genehmigungsauf–
wand sichertich begrenzt und kann nicht stän–
dig aktualisiert werden.
Im Rahmen von
Einarbeitungsrunden,
die
mittels eines einfachen Plans gesteuert werden,
können neue MitartDeiter mit den benachbarten
Aufgabengebieten vertraut gemacht werden.
Was davon dann später in der täglichen Praxis
berücksichtigt wird, bleibt von Fall zu Fall abzu–
warten. Doch sind zumindest die Ansprechpart–
ner bekannt und eine künstliche Hemmschwel–
le, diese auch fragen zu können, wurde von An–
fang an vermieden.
Das Thema
Schulung und Training
zieht sich
bei einer Softwareeinführung durch wie ein ro–
ter Faden. Vielfach werden neben den eigent–
lichen Fachschulungen auch Integrationsveran–
staltungen durchgeführt, bei der die Anwender
das Gesamtsystem kennenlernen sollen. Sie
sollen durch das gemeinsame Training verste–
hen, welche Eingaben für die anderen Kollegen
von Bedeutung sind. Schulungsmaßnahmen
werden oft in der Form von Training on the Job
ONTROLLER