Seite 19 - CONTROLLER_Magazin_2008_05

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Gesellschaft geworfen wird. Ist eine Verknüp–
fung von Bestellung und Kundenauftrag nicht
möglich, müssen geeignete Ableitungsregeln
für die Ermittlung des Partnersegments defi–
niert werden.
Die denkbar einfachste Ableitungsregel lautet:
Bei allen Geschäftsbeziehungen mit ande–
ren Gesellschaften werden Segment und
Partnersegment immer gleichgesetzt.
Ver–
kauft Segment S10 zum Beispiel ein Material an
die Gesellschaft B, wird im Fakturabeleg auch
S10 als Partnersegment eingetragen.
Unter Umständen kann dies allerdings zu
falschen Datensätzen führen. Beispielsweise ist
das ausgetauschte Material in der Gesellschaft
A dem Segment S10 und in Gesellschaft B dem
Segment S99 zugeordnet. Durch die Nutzung
der Ableitungsregel würde im Fakturabeleg S10
statt S99 als Partnersegment eingetragen.
Halbfabrikat, das sowohl von Segment S10
als
auch von S20 genutzt wird, muss in jeder Ge–
sellschaft demselben Segment zugeordnet
werden. Es darf nicht sein, dass Gesellschaft A
das
Halbfabrikat dem Segment S10 zuordnet
und die Gesellschaft B das Segment S99 für
das Halbfabrikat wählt: entweder gehört das
Material bei allen Gesellschaften zu S10 oder
bei allen zu S99.
Ebenso wichtig ist eine
einheitliche Kosten–
stellenstruktur bei allen Gesellschaften.
Wenn man die Kostenstellen des IT-Bereichs
generell dem allgemeinen Bereich zuordnet,
und wenn in jeder Gesellschaft für die Kosten–
stellen des allgemeinen Bereichs ein Service
Segment (S99) gebildet wird, dann ist bei einer
Konzernumlage für IT-Kosten (mit den entspre–
chenden Be- und Entlastungsbuchungen auf
den Kostenstellen) immer eine Verrechnung in–
nerhalb des Segments S99 zwingend.
wertvolle zusätzliche Informationen. Um Seg–
mentleistungen und -ergebnisse korrekt wie–
derzugeben,
sind drei Dinge essentiell:
•• Konzernweit einheitliche Regeln für die
Stammdatenpflege.
• Buchungen für segmentübergreifende Ver–
rechnungen innerhalb einer Gesellschaft.
Hierdurch wird klar zum Ausdruck gebracht,
dass das Segment als eigenständiges Un–
ternehmen betrachtet wird.
» Anreichern der gesellschaftsübergreifenden
Buchungen mit Informationen zu den Part–
nersegmenten, um segmentinterne Verrech–
nungen konsolidieren zu können. Eine sol–
che Konsolidierung ist erforderlich, da es
sich bei einem Segment um eine gesell-
schaftsübergreifende Einheit handelt.
Literaturverzeichnis
Diese einfache Ableitungsregel führt also nur
dann zu richtigen Datensätzen, sofern es
kon–
zernweit einheitliche Regeln für die Zuord–
nung der Segmente
gibt, und diese Regeln in
allen Gesellschaften eingehalten werden. Ein
Schlussbetrachtung
Die Segmentberichterstattung liefert sowohl ex–
ternen als auch internen Berichtsempfängern
Petersen, Karl/ Bansbach, Florian/ Dornbach,
Eike: IFRS Praxis-Handbuch, 3. Auflage, Mün–
chen 2008.
Schob, Oliver: Segmentberichterstattung nach
IFRS, Bonn 2008
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