SegmentberJchterstattung nach IFRS
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E r gebn i skon t en
8G0Q00 U«satzenoese I n l and !
9OG1G0 INTRA E r l ö s e
Umsatzer l ose
895590 Zugang Endprodukte
899008 Abgang Halbfabrikate
8950G0 Zugang Halbfabrikate
988298 INTRA Bestandsveränderung
Bes t andsveranderung
Gesamt l e i s t ung
499988 Verbrauch Rohstoffe 1
988399 INTRA Material auffand
Ma t e r i a l aufwand
429880 Fertigungs-Loehne
Per sona l aufwand
481808 Abschrelbungen
Abschreibungen
B e t n e b s e r g e b n i s
Seg S1Q
G-
1G 32G-
IG 32Q-
96 G28-
41 280
51 6GQ-
10,320
96 Q28-
186 348-
21 875
21 875
25.63G
25.630
8 1G0
8 100
5G 743-
Seg S2G
G-
G-
53.578-
1G 320
I G 320-
53 578-
53 578-
G
10 32G
10 320
16.750
16.750
18 320
18 320
8.187-
Abb. 9: Betriebsergebnis der Segmente SlOund S20 mit Inira-Company-Verrechnungen
wiesene Materialaufwand auf demKonto
400000 richtig.
Das Problem ist nur, dass zusätzlich zur Darstel–
lung der Gesellschaft nun eine Darstellung der
einzelnen Segmente erforderlich ist. Bei dieser
Darstellung sollte jedes Segment wie ein selb–
ständig tätiges Unternehmen behandelt werden.
Da die erzeugten Buchungen für die Gesell–
schaft korrekt sind, erfordert die Lösung dieses
Problems zusätzliche Buchungen für die Seg–
mente, auch wenn diese für die Darstellung des
Gesellschaftsergebnisses nicht relevant sind.
Zusätzliche Buchungen für die
intra-Company-Verrechnungen
Damit die beim Warenausgang erzeugten Bu–
chungen auch aus Sicht der beteiligten Seg–
mente korrekt sind, müssen folgende ergän–
zende Buchungen ausgelöst werden:
-» Beim liefernden Segment müssen GuV-rele-
vante Buchungen für die Positionen „Umsaf–
zerlöse" und „Bestandsveränderung" er–
zeugt werden. Dies entspricht der Bu–
chungslogik eines Warenverkaufs an exter–
ne Kunden,
• Beim empfangenden Segment sind GuV-re-
levante Buchungen für die Positionen „Ma–
terialaufwand" und „Bestandsveränderung"
erforderlich. Letztere zur Korrektur der aus
Sicht des Segments fehlerhaften Originalbu–
chung.
Das Ergebnis eines Segments ändert sich durch
diese Intra-Company-Verrechnungen nicht. J e
Segment wird eine
Soll-
und Habenbu–
chung ausgelöst. Der
Saldo
ist immer
Null.
Damit eine Unterscheidung zu den anderen Bu–
chungen jederzeit möglich ist, müssen für diese
Buchungen eigene Konten venwendet werden.
In dem Beispiel wurden die Konten 900100 (In-
tra-Erlöse), 900200 (Intra-Bestandsverände-
rung) und 900300 (Intra-Materialaufwand) ver–
wendet.
Abbildung 9 zeigt das Ergebnis der Segmente,
nachdem Intra-Company-Verrechnungen vor–
genommen wurden. Das liefernde Segment
S10 weist in der Position „Umsatzerlöse" einen
Wert aus. Gleichzeitig entspricht der Wert in der
Position „Bestandsveränderung" nur noch dem
Wert, der durch den Zugang des Endprodukts
verursacht wurde. Beim empfangenden Seg–
ment ist der Wert für den Verbrauch des Halb–
fabrikats in der Position Materialaufwand aus–
gewiesen, und der Wert in der Position „Be–
standsveränderung" entspricht auch bei diesem
; Er1o l g5wi r1 i ur>9en d i e s e r
: Geschaftsbe2iehungen
< w e r d e n für d a s S e g m e n t
:
a u s g e w i e s e n
E r f o i g s w i r l t u n g e n d i e s e r
G e s c h ä n s b e z i e h u n g e n
w e r d e n für d a s S e g m e n t
nicht
a u s g e w i e s e n
(sie werden Itonsalldiert)
Abb. 10: Managementkonsolidierung
Segment nur noch dem Wert der tatsächlich er–
folgten Bestandsveränderung des Endprodukts
(Konto 895500).
Einer detaillierten Analyse der Segmentergeb–
nisse steht somit nichts mehr imWege. Ohne
solche Intra-Company-Verrechnungen sind
Fehlinterpretationen nicht auszuschließen.
Managementkonsolidierung
Die bisherigen Kapitel haben sich ausschließ–
lich mit dem Geschehen innerhalb einer Gesell–
schaft beschäftigt. Für den Ausweis eines kor–
rekten Segmentergebnisses ist allerdings erfor–
dertich, dass die Erfolgswirkungen eliminiert
werden, die innerhalb des Segments aus ge-
sellschaftsübergreifenden Geschäftsbezie–
hungen resultieren. Dies ist die Aufgabe der
Managementkonsolidierung.
Die Eliminierung der segmentinternenGe–
schäftsbeziehungen
erfordert Partnerinfor–
mationen auf Segmentebene. Bei einer Waren–
lieferung zwischen zwei Gesellschaften müssen
somit Informationen über die Partnergesell–
schaft und das Partnersegment im Beleg mitge–
geben werden. Die Partnergesellschaft kann re–
lativ einfach über ein Stammdatenteld im Kredi–
tor bzw. Debitor ermittelt werden.
Partnersegmente zu ermitteln, ist bedeutend
schwieriger In der Praxis hat es sich bewährt,
dass in einem integrierten ERP-System hierfür
eine
datentechnische Verknüpfung von Kun–
denauftrag und Bestellung
eingerichtet wird.
Im Kundenauftrag der Gesellschaft A wird die
Bestellnummer der Gesellschaft B hinterlegt.
Durch diese Bestellnummer kann ermittelt wer–
den, dass die Gesellschaft B der Partner ist. Der
Fakturabeleg für die Gesellschaft A kann somit
problemlos mit der richtigen Partnersegmentin–
formation angereichert werden. Es gilt lediglich
zu ermitteln, welchem Segment das gelieferte
und fakturierte Material in der Gesellschaft B zu–
geordnet ist. Der umgekehrte Weg bei der Er–
mittlung des Partnersegments für die Warenein–
gangsbuchung erfolgt in der Gesellschaft B.
Für
die Ermittlung des Partnersegments ist bei
dieser Methode entscheidend, dass immer
auch ein Blick auf die Daten in der anderen
ONTROLLER