duktlinien und sind in den meisten Fällen für
alle Segmente aktiv. Aucti für diese Kosten–
stellen bietet sicti die Zuordnung zu einem
Service Segment an.
Die Begründung hierfür ist dieselbe wie bei
den Kostenstellen des allgemeinen Bereichs.
Der Materialbereich verrechnet seine Kosten in
der Regel mit einem Material-Gemeinkosten–
zuschlag an Fertigungsaufträge. Durch diese
Art der Kostenverrechnung entstehen auf den
Kostenstellen Über- oder Unterdeckungen. Das
Segment, dem die Kostenstellen zugeordnet
werden, erzielt somit einen Gewinn oder Ver–
lust. Auch hier gilt es zu verhindern, dass da–
durch die Ergebnisse der echten Seg–
mente verzerrt werden. Ein Einrichtung
eines Service Segments ist daher auch für die–
se Kostenstellen die gerechteste Wahl.
3.
Zuordnung der Kostenstellen des Pro–
duktionsbereichs
Segment 810
Kosten–
stelle
Vorgang n
Vorgang n
Kos ten–
stelle
Segment S20
Abb.
5:
Produktlinien mit gemeinsamer Nutzung einer Vorstufe
durch Sekundärverrechnungen im Segmenter–
gebnis ausgewiesen werden. Auch in diesem
Fall erzielt das Service Segment ein Ergebnis,
mit dessen Verrechnung wir uns später befas–
sen werden.
4.
Zuordnung der Kostenstellen des Verwal–
tungs- u. Vertriebsbereichs
jekte (Kostenstellen, Fertigungsaufträge,...
gibt. Auf den Kostenstellen verbleiben am Mo
natsende also nicht nur verhältnismäßig ge
rtnge Über- oder Unterdeckungen. Vielmeh
sammeln sich hier alle Kosten an. Eine Ver
rechnung des Service Segment-Ergeb
nisses auf die echten Segmente ist also
zwingend erforderlich
Bei einer produktorientierten Segmentbildung
können die Kostenstellen im Produktionsbereich
in aller Regel eindeutig einem Segment zuge–
ordnet werden. Bei vollständig getrennten Pro–
duktlinien gibt es keine Vertlechtungen zwischen
den Segmenten. Wo eine klare Trennung zwi–
schen den Produktlinien der Segmente nicht
möglich ist und entsprechend Verflechtungen im
Produktionsablauf bestehen, gibt es Kostenstel–
len, die permanent für zwei oder mehrere Seg–
mente im Einsatz sind und nicht nur gelegentlich
bei einem anderen Segment aushelfen.
Eine Zuordnung dieser Kostenstelle zu einem
echten Segment wäre in diesem Fall immer
willküriich. Sichertich könnte man die Einsatz–
zeiten in der Vergangenheit ermitteln und eine
Zuordnung zumSegment mit der höchsten Be–
anspruchung vornehmen. Dieses Segment
müsste dadurch jeden Monat das Ergebnis der
Kostenstelle übernehmen, obwohl es nicht der
alleinige Verursacher ist.
Um solche Ungerechtigkeiten auszuschlie–
ßen, ist es sinnvoll, gemeinsam genutzte
Kostenstellen des Produktionsbereichs
einem Service Segment zuzuordnen. Jedes
echte Segment bezieht somit Produktionsleis–
tungen vom Service Segment, die wertmäßig
Im Vertriebsbereich gibt es bei einigen Unter–
nehmen Kostenstellen, die eindeuhg einem
Segment zugeordnet werden können, da für die
den Segmenten zugeordneten Produktlinien
spezielles Know-how ertordertich ist. Im Ver–
waltungsbereich ist eine Zuordnung der
Kostenstellen zu speziellen Segmenten
meist nicht möglich. Für diese Kostenstellen
empfehlen wir ebenfalls die Zuordnung zum
Service Segment.
Gegenüber den Kostenstellen des allgemeinen
Bereichs besteht hier allerdings der Unter–
schied, dass es für die Kostenstellen imVer–
waltungs- und Vertriebsbereich in der Regel
keine Verrechnung an andere Kontierungsob-
5.
Verrechnung des Service Segment-Ergeb–
nisses
Die bisherigen Ausführungen haben gezeigt,
dass einige Kostenstellen einem Service
Segment zugeordnet werden sollten, und
dass durch diese Zuordnung ein Ergebnis auf
dem Service Segment entsteht. Selbstver–
ständlich kann je Kostenstellenbereich ein an–
deres Service Segment verwendet werden, wie
es in Abbildung 6 dargestellt wird. Dadurch er–
höht sich zwar die Anzahl der Service Seg–
mente. Auf der anderen Seite lässt sich da–
durch die Ungenauigkeit bei der Verrechnung
der Sen/ice Segment-Ergebnisse nachweislich
verringern.
10 Al lgemeiner Bereich
40
Vertrieb
50
Verwaltung
1 — *
1
Segment
S95
Segment
S 9Ö
Segment
S 9 7
Segment
S98
Segmer)!
S99
Abb. 6: Zuord. der Kostenstellen zu echten Segmenten u. Service Segmenten
Für die externe Bericht–
erstattung ist eine Ver–
rechnung der Ergeb–
nisse der Service Seg–
mente in vielen Fällen
nicht zwingend erfor–
derlich. Sehr wohl aller–
dings für die interne Steu–
erung. Welche Schlussfol–
gerungen sind zum Bei–
spiel zu ziehen, wenn die
echten Segmente negati-
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