CM Controller magazin 2/07 - Stefan Uhlig
^ ^ ^K l f r t
» t i 9
« r Status per: ^ ^ ^ ^ ^ ^
Kurzfriatio« Gläubtg«r
Stand Kontokorrent-Konto Bank
1 ~~
Stand Kootokofrent-Konto Bank 2
Stand Kootokofrenl-Konto Bank 3
Stand Kontokofrent-Konto Bank 4
Stand Kontokoaent-Konio Bank 5
Verbindlichkerten bei Lieteranlan
Erhalt at>z. geteisl Anzahlungen
Kurzfristige Rücksletlungen
So kurzlnslige Verbiodlichkeilen
Gekjtransrt
VertHndlichkeiten gg vert Unlemehm_
Vertxnditchkerten beim Fmanzamt
aus Mehnivertsleuei
abzuglich gel Vorauszahlungen
abzüglich Vorsteuer
Lohn- urtd Kirchensleu«
Sonstige Steuern und At>gaben
VertMndlichketien bei Krankenkassen
Offene Löhne
0
Bil 2003
Sil 2004
Bil 2005
O
31.12.06
12
533 530
1.;
99b •..
• - W5
612
8 370 220
7 861
7..
7
4 99 6 5 8
1 407 680
1 511 3.11
84 9 617
170 500
526
81Ü
464 530
255 000
3 908 690
9 771
900
8
522
4 5 0
7 506 789
1
369 300
-34 OOO
100
OOt)
67 440
4 6 9 0 3 0
46
840
251 678
328 720
80
540
8 128 410
214
980
196 360
199 - •
- 2 354 040
•17650
•5 528 740
216 130
451 110
223 560
30
1 234
88 6 9 0
435 8 6 0
603 500
652 6 3 0
587 2 5 0
1
145
101 225
1 416 0 5 0
956 160
822 456
Summe kurzfristiger Gläubiger
inanzaml und Soziatlrager
ankan
Wertangaben unter going concem
Risiken untjerückSKhtigt.
' j e
Qxie\ie Bilanzen. SuSa 31 12 06
26.042.155 37.676.100 32.267.540 29.132.978
5
950
1
5H0
989 520
M ?
Iti8
22 4 8 ^ - ) 0
22 895^40 21 706030
i q < U 9 8 f i 7 ,
103.2%
104.1%
96.7%
90.7%
Werlbehchtigung
AlfeZatyleninel
Kurzfristige Schuldner
—-m
1 4 9 0 Bankguthaben/Scr>ecks/Kasse
000 Summe KK-Ltnien bei Banken
••' 4Sii 789 Forderungen aus Lieferunger»/Leist
-555 8 0 0 davon kritisch bzw > sechs Monate
60 4 5 0 Sonstige kurzfristige Fordenjngen
Sonstige kurzfnslige Forderungen
1 600 0 0 0 Forderungen gg vert)
/bei
Unlerrwhmen
Forderungen gegen Gesetlschafler
32.052.940
-882 651
32.012.590
•40 350
34.564.929 Summe kurzfristiger Schuldner
2 55? 3 3 9
Verdndemng
• . M
650
9 013 9 7 0
7 787 6 5 0
7 500 0 0 0
.1
,'66
8 1 0
4
896 8 3 0
5 897 270
6
250 0 0 0
Warenbestand RHB
Warenbestand Unfertig«
Warenbestand Fertige "
14 . 910 . 460
13 . 910 . 800
13 . 750 0 0 0 S u m m e W a r e n b e s U n d *
-1 069 660
-225 880
65
OSO V e r ä n d e r u n g
19 873 895
8 287 640
13 429 970 19 181 950.9 Überschuss I: mit Warenbestand
4 . 8 9 3 . 4 3 5
-5.623.161
1
-10516
5 9 6
- 2 5 4 . 9 5 0
5 368 2 » »
5 . 431 . 951 Ü b e r s c h u s s
II:
o h n e
Warenbestand
5.686
90 »
VotAnöemn^
KuSta Nr 20O?
©
Dipl Volksw Stefan Uhlig www su-consulting
de
Uberschuss t = {Summe Schuldner * Summe Waren - Summe Glaubiger)
Uberschuss II
- f Su r r jme
Schuldner
- S u mm e
Glaubiger,
ohne
Waren)
• Der Deckungsfaklor sollte nicht unter 0
9
lallen, da bei niedrigeren Werten nach BGH Zahlungsunfähigkeit vOfHegen karm.
- 254 . 950 5 4 3 1 9 5 0 . 9
Uberscliuss III: ohne Gesellschafter
5
4 J
8 2
J
1
5 686 901
Veränderung
1.19
Deckungslaktor
».»3
Deckungsfaktor ohne verb Untemehmen
0.43
Deckungsfaktor ohne KK-Lmie
S.4%
Umsatz gewKhtete HUV-Ouote
- 5 , 0
Gewrc/ifere
Debitorenrelatioh
16.9%
Debitorenstand bez.aul Umsaü pa
^
2 2 . 8 %
KmUorenstandbezaufWe/FLpt
M
Em Überschuss mit'-'
Die Veränderung rmt '-
bedeutet negabves NUV in dieser Höhe
bedeutet Abbau des NUV um diesen Betrag
Abb. 1: Kurzfristiger Status mit Ausweis liquider Kennzahlen und spezifischer NUVQuote - Es empfiehlt sich immer,
Kennzahlen über mehrere Perioden hinweg zu betrachten. Die TYends werden in den grafischen
Darstellungen
sehr anschaulich (vgl. Abb. 2 und Abb. 4).
Reservebecken vor sich hin dümpe l n zu
lassen. Daher rührt auch die amer ika–
nische Bezeichnung „Working Capital",
was ausdrückt , mi t dem Kapital kann ei–
gent l ich „gearbei tet" werden. Durch eine
Verkleinerung des NUV, z. B. durch sehr
rigides Debi torenmanagement oder Auf–
nahme von Factoring, verringert sich die
Abhängigkei t von anderen Kapitalgebern,
zudem spart ma n sich bei entsprechend
niedrigerer Beanspruchung des Konto–
korrent-Kredites hohe Zinsen, was auto–
mat isch den Gewinn steigert (bessere „Ka–
pitaleffizienz"). Und was sehr ver lockend
klingt: ein negat ives NUV bedeutet de
facto, dass die Lieferanten Ihre Umsät ze
vor f inanzieren. Folglich nut zen - von
G r o ß u n t e r n e hme n ganz abge s ehen
- auch immer mehr mi t telständische Un–
t ernehmen die Reduzierung des Working
Capi tal als Maßnahme , ihre Rendi te zu
steigern und zusätzl iche Mi t tel für andere
Ausgaben f re i zubekommen.
So wei t so gut. ledoch sollte beachtet
werden, dass es sich beim Abbau des
NUV um einen Vorgang handel t , der nicht
x-beliebig wiederholbar ist. Das ist wie
beim Übergang zum Factoring. Haben
Sie Ihr NUV wei tgehend abgebaut , ist die
Sache erledigt. Ein zwei tes Abpumpen
geht leider nicht mehr Und Sie müssen
dann verdammt gut aufpassen, dass Ihr
Wasserstand im Reservebecken wei terhin
niedrig bleibt, denn ein langsames An–
steigen - etwa verursacht durch wieder
laxes Debi torenmanagement - geht so–
fort zu Lasten Ihres Cashflows. Wenn der
aufgrund guter Gewinne entsprechend
hoch ausfällt, dann ist es kein Problem.
Wenn der jedoch gerade eher einem „Cash-
Rinnsal" entspricht, können Sie schnell in
eine gefährliche Liquiditätslage geraten,
die dann nur noch von außen zu lösen
ist. Dami t sind wi r wieder beim zentralen
Thema gelandet: der Zahlungsfähigkeit.
Deren (gesetzlich vorgeschriebene) Sicher–
stellung hat nun mal ihren Preis: er besteht
aus der entgangenen Rendi te.*
Wichtiges BGH-Urteil
Unser obersten Gericht, der BGH, hat sich
in einem wicht igen Urteil vom 24 . 05 . 2005
(und einer nochmal igen Präzisierung in
2006 ) mi t seinem Deckungsfaktor von
0,9 erstmals sehr konkret dazu geäu–
ßert . Zahlungsunfähig ist ein Schuldner,
wenn ihm die Erfüllung der fälligen Zah–
lungspf l ichten wegen eines objekt iven,
kurzfristig nicht zu behebenden Mangels
an Zahlungsmi t teln nicht mögl ich ist.
Um dies festzustel len, werden im Rah–
men einer Liquidi tätsbi lanz die aktuel l
ver fügbaren und kurzfristig verfügbar
werdenden Mi t t e l zu den an demselben
Stichtag fälligen und eingeforderten Ver–
bindl ichkeiten in Beziehung gesetzt. (BGH
IX Z R 1 2 3 / 0 4 ) . Ein Unternehmen ist dann
noch alszahlungsfähig anzusehen, wenn
es mindestens 9 0 Prozent seiner kurzfri–
stigen Verbindl ichkei ten durch (werthal –
tige!) kurzfrist ige Forderungen decken
kann. (Nach kaufmännischer Vorsicht
sollten Sie letztere daher entsprechend
kürzen) . Eine kurzfristige Unterdeckung
von max ima l zehn Prozent ist somi t zwar
er laubt , aber wie schnell diese größer
werden kann, muss keinem Unternehmer
näher er läutert werden.
Somit lässt sich zur Zielsetzung eines
möglichst niedrigen NUV festhalten:
1. Der Abbau eines hohen NUV führt
i.d.R. zu größerer finanziel ler Unab–
hängigkei t .
2. Der Abbau eines hohen NUV führt
i.d.R. zu höherer Rendite.
3. Aber: Die Effekte 1) und 2) sind nur
einmal ig nutzbar . Auch bei Ihrem
Auto können Sie den Reservetank
nur e i nma l nut zen bzw. vor dem
nächsten Anzapfen müssen Sie ihn
erst wieder voll tanken. Das Wieder–
auf tanken heißt jedoch, die Effekte 1)
178