CM
Co n t r o l l e r
magazin 2/07 - Guido Leidig / Ruth Hirschhäuser
Haftung für Verbindlicfi-
keiten des Unternehmen
Anspruch auf den wirt–
schaftlichen Erfolg des
Unternehmens
Vermögensanspruch
Unternehmensleitung
Zeitliche Befristung
Steuerliche Belastung
Informationsrechte
Eigenkapital
IVlindestens in Höhe der Ein–
lage; ggf. sogar unbegrenzt
mit dem Privatvermögen des
Inhabers
Volle Teilnahme an Gewinn
und Verlust
Quotenanspruch, wenn der
Liquidationserlös größer ist als
die Schulden des Unternehmens
Berechtigt zur Leitung des
Unternehmens, Leitung kann
ggf. delegiert werden
Das Kapital steht dem Unter–
nehmen unbegrenzt zur
Verfügung
Gewinn voll belastet mit Ein–
kommensteuer, Körperschaft–
steuer, Gewerbesteuer
(variiert je nach Rechtsform)
Weit reichende bis volle
Fremdkapital
Keine Haftung
I. d. R. fester Zinsanspruch
j
(unabhängig von Gewinn oder
i
3
Verlust des Unternehmens)
I
Rückanspruch in Höhe der
Kreditforderung
;
Grundsätzlich ausgeschlossen
1
Das Kapital steht dem Unter–
nehmen i. d. R. nur zeitlich
befristet zur Verfügung, aber
ggf. Prolongation möglich
Zinsen als Aufwand steuerlich
absetzbar (Einschränkungen
bei Gewerbesteuer)
Begrenzte bis keine
Bgenkapital
30-50%
20-30%
15-20%
10-15%
5-10%
UllBf5%
Abb. 4: Zentrale Unterschiede zwischen Eigen- und Fremdkapital - Quelle: Paul/Paul/Rödel/Stein
o. ].
be t r i ebsw i r t s cha f t l i ch n o t we n d i g e n
Kapitaldienst gestellt und ergibt dann
eine Über- oder Unterdeckung bzw. eine
nachhal t ige, zuki jnf t ige Kapitaldienstfä–
higkeit oder nicht.
Bewertung
setrgut
gut
zufriedenstellerxi
knapp
str
tnapp
völlig
mueidicnd
Abb. 5: Eigenkapitalanteil-Bewertungsschema
der Banken
Quelle:
=111
l^nnzaN
1
2
3
4
5
6
sehr
gut
mittel
scHedit
sehr
irBolvenz-
gut
sdilecW
gefährdet
B^nk^tä( iuc«e
> 30%
20-30%
10-20% 5-10%
< 5%
< 0%
WbrWngCaptal
> 2D0% 160-200% 130-160% 110-130% 100-110% < 100%
Cä^f lw- föte
> 1 2% 8-12%
5 - 8%
3-5%
0 - 3%
< 0%
GesamUapitalrentabililät > 15%
10-15%
8-10%
5-«%
0-5%
< 0%
Sdiuktendlgungsdauer
<3whhre 3-5 J
5-10 J
10
-20a
20-30 J
> 30JI
Abb. 6: Wichtige Schlüsselkennzahlen und deren Bewertung
Quelle:
111
Im Gegensatz zu den rein l iquiditätso-
r ient ier ten Cashf low-Ansätzen ist der
kredi twi r tschaf t l iche, erwei ter te Cash–
f low ein l iquidi tätsbasierter Indikator zur
Beurtei lung der Ertragskraft eines Unter–
nehmens. Der Cashf low wi rd al lgemein
als einzelne Net to-Zahlungsst röme einer
Periode aus laufenden Geschäftstätig–
kei ten, aus Investitions- sowie aus der
F i nanz i e r ungs t ä t i gke i t def ini er t . Die
Erwei terung des al lgemeinen Cashflow-
begriffs durch Einbeziehung der Zinsen
zum erwei ter ten Cashf low ist deshalb
er forder l ich, da die Zinsen ihrersei ts
Bestandtei l des Kapitaldienstes sind. Ein
Grundmodel l zur Ermi tdung des erweiter–
ten Cashf low zeigt Abb. 7.
Da es die Kapitaldienstfähigkeit zukunfts-
bezogen prospektiv zu untersuchen
gilt, sind die vergangenhei tsbezogenen
Daten aus der periodischen Rechnungs–
legung in einem ersten Schritt um ein-
170