Seite 34 - 2007-02

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magazin 2/07 - Frank Lelke / Stephan Kress
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•1 Service Uni tcb |
Versorgung mit Dienstleistungen
Abb. 1: Dienstleistungsunternehmen
im DivisionalKonzernverbund
(Lelke, F., 2005, S. 63)
mehr t auch von externen Kunden nach–
gefragt (vgl. Eicker, S.; Kress, S.; L-elke, F;
2 0 0 6 a , S. 285) .
Das Dienstleistungsangebot des Konzern–
dienstleisters kann dabei äußerst viel–
fältig sein; z. B. Ixigistikdienstleistungen,
Ver- und Entsorgungsdienst leistungen,
I T - D i ens t l e i s t ungen , Techn i kd i ens t –
leistungen im Verbund zur komplet ten
Versorgung einer operat iven Business
Uni t des Konzerns. Aufgrund des hete–
rogenen Dienst leistungsangebotes wi rd
diese Klasse der Konzerndienst leister
intern häuf ig in Form einer produktor i –
ent ier ten Divisionalorganisat ion geglie–
dert . Diese Organisat ionsform erweist
sich imme r dann als sinnvol l , wenn
sich die Produkte hinsichtlich Kunden-
und Wet tbewerbsst rukturen sowie der
Leistungserstel lungsprozesse deut l ich
voneinander unterscheiden (vgl. Hungen
berg, H , 2 0 0 1 , S . 264f . ) .
2 Ausgangslage der Infracor GmbH
Die Mot i vat ion zur Entwicklung eines
Kennzahlengenerators entstand durch
ein universi täres Kooperat ionsprojekt
mi t der Infracor GmbH • Degussa AG.
Als Standortdienst leister im Chemiepark
Ma r l versorgt die 100 %ige Tochterge–
sellschaft der Degussa AG sowohl die
operat iven Konzerngesel lschaften und
•bereiche und andere namha f t e Chemie–
un t e r nehmen mi t unterschiedl ichsten
Dienst leistungen. Im Konzernverbund
der Degussa AG wi rd die Infracor als ein
Servicebereich gefiJhrt, der neben den
konzerninternen auch konzernexternen
Kunden an den Standor ten Ma r l und
Wi t t en seine Dienst leistungen anbietet .
Die Infracor wurde zum dama l igen Zeit–
punkt - wie in Abbi ldung 2 dargestel lt
- d i v i s i ona l nach Pr oduk t be r e i chen
organisiert. Neben Stabstel len der Ge–
schäf tsführung verfügt die Infracor über
vier Geschäftsgebiete (Sparten) Ver- und
Entsorgung, Logistik, Technik und Stand–
o r tmanagemen t . Die Produktbereiche
der vier Geschäftsgebiete bi lden auf der
nächsten Ebene wi ederum eigenständige
Profit Center, die auf Basis der Kennzahl
„Profit Center-Ergebnis" bzw. Betriebs–
e r gebn i s u n t e r n e hme r i s c h g e f üh r t
werden.
Die Steuerung der zahlreichen Produktbe–
reiche erweist sich dabei als besonders
anspruchsvol l : Zum einen ist durch die
Verschiedenartigkeit der Dienstleistungen
innerhalb eines Produktbereiches oftmals
unklar, ob die eingesetzten Kennzahlen
für die operat ive Unt emehmens führung
geeignet sind; z um anderen erfolgt die
Konzernsteuerung, der Geschäftsgebie–
te und des Gesamtunternehmens auf
Basis der Kapitalrendite-Kennzahl ROGE
(Return on Capital Employed) , die Teil
des We r tmanagemen t s des Degussa-
Konzerns ist. So ist bspw. zur Steuerung
personal intensiver Produktbereiche die
Wer tkennzahl ROGE nur sehr bedingt
geeignet. Notwendig werden aufgrund
di eser P r ob l ema t i k aussagek r ä f t i ge
Steuerungskennzahlen, dieeinersei tsdie
operat ive Steuerung der Dienstleistungs–
bereiche unterstützen sowie andererseits
einen sachlichen Zusammenhang zurTop
Down Vorgabe Kennzahl ROGE leisten.
Das Ziel der Entwicklung des Kennzahlen–
generators bestand dar in, die Auswahl
steuerungsrelevanter Kennzahlen auf
der Ebene der Leistungserstellung und
- V e r w e r t u n g zu un t e r s t ü t zen ; ferner
musste der Generator aufzeigen, welchen
Beitrag ausgewähl te Steuerungskenn–
zahl en zur Erfül lung von Top Down-
Konze rn f orde rungen leisten können .
Zudem sollte der Generator in der Lage
sein, das Anwenderwissen zu speichern
und individuel l auswer ten zu können
(z. B. nach einzelnen Branchen) . Die
Zielgruppen des Generators waren dabei
sowohl die operat iven Produktmanager
als auch höhere Führungskrä f t e der
Unt ernehmung .
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