CM
Controller
magazin 2/07
201
Neues zum Controlling
Grob, Heinz Lottiar: Einführung in die Investitionsrechnung
München: Verlag Vahlen 2006 - 579 Seiten - € 30 , -
Prof. Dr. Heinz Lothar Grob ist Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik und Controlling an der Universität Münster Dieses Buch er–
scheint als 5., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Es ist als Fallstudiengeschichte konzipiert. In sprachlich lockerer Form wird
das Bemühen eines Geschäftsführers und seines Experten um die Beurteilung eines Investitionsobjektes geschildert. Im Mittelpunkt dieser
Neuauflage steht der VOFI (vollständige Finanzplanung). Der Übergang von der formel- zur finanzplanorientierten Investitionsrechnung ist, so
der Verfasser, als Paradigmenwechsel anzusehen („von der Formel zur Tabelle"). An diesem Buch gefällt konzeptionell die Ausrichtung auf die
finanzplanorientierte Investitionsrechnung, didaktisch die fast unterhaltsame Stoffvermittlung und thematisch die vielfältige Berücksichtigung
von Controllingaspekten. Der Ton ist locker, der Inhalt ist ernst, das Formale bleibt formal. |ede Folge schließt mit Fragen zur Selbstkontrolle.
Wichtige Begriffe der Investitionsrechnung sind in dem im Anhang aufgeführten Glossar enthalten.
Schober, Michaela: Rahmenfaktoren für die Einführung eines Führungsinformationssystems
Heidelberg: C. F. Müller Verlag 2007 - 219 Seiten - € 58, -
Autonn und Konzeption
Im Rahmen einer Dissertation verfolgte Michaela Schober die Einführung eines Führungsinformationssystems im Personalwesen eines Me–
dienkonzerns. Die voHiegende empirische Studie untersucht die Rahmenfaktoren, die über Erfolg oder Misserfolg eines Führungssystems
entscheiden.
Inhaltsüberblick
Einleitung, z. B. Problemstellung - Definition und Abgrenzung des Unternehmensgegenstandes, z. B. Informationsbedarf von Führungskräften
- Rahmenfaktoren für die Einführung eines Führungsinformationssystems, z. B. Rahmenfaktoren für die Akzeptanz eines FIS; Explorative em-
pirfsche Untersuchung, z. B. Untersuchungsergebnisse - Gestaltungsempfehlungen, z. B. Strategien zur erfolgreichen Einführung - Resümee
und Ausblick.
Würdigung
Die zugrunde liegende Untersuchung bezieht sich auf die Verhältnisse im Personalwesen. Ein wesentlicher Teil der Aussagen lässt sich verall–
gemeinern und auf andere Bereiche übertragen. Im Mittelpunkt der Veröffentlichung stehen Vorgehensweise und Ergebnisse der empirischen
Studie, die der Arbeit zugrunde liegt. Die Autorin befasst sich mit Informationsbedarf und Informationsverhalten von Führungskräften sowie
mit fördernden und hemmenden Faktoren. Auf der Basis dieser Erhebung und der gewonnenen Erkenntnisse leitet Schober Empfehlungen
für Strategien zur erfolgreichen Einführung von Führungsinformationssystemen ab. Die Autonn berichtet und kommentiert nüchtern und
realistisch. So heißt es u. a., dass eine umfassende Informationsbereitstellung für Führungskräfte in der Praxis so gut wie nicht anzutreffen
ist. Eine Führungskraft des untersuchten Unternehmens wird beispielsweise wie folgt zitiert: „Gott sei Dank, edeben sie mit, wie klebrig es ist,
wenn man mit der Datenbeschaffung so viel Energie bindet, dass man nicht mehr über das Ergebnis nachdenken kann". Aus Sicht der Autonn
befürworten zwar Führungskräfte neue Systeme, nutzen sie aber anschließend nicht. Die Autonn bestätigt in ihrem Resümee die Ergebnisse
anderer Untersuchungen und die Erfahrungen vieler Praktiker: Ein System kann nur dann seinen vollen Nutzen entfalten, wenn sowohl die
technologischen Möglichkeiten des Systems als auch vielfältige Verhaltensaspekte berücksichtigt werden. Bemerkenswert und zentral - wenn
auch nicht überraschend - ist diese Feststellung: „Es herrscht die einhellige Meinung unter den Betroffenen, dass der Leidensdruck gegenüber
solchen Systemen sehr groß ist, aber kaum informationstechnische Entsprechung vorzufinden ist und die Entscheidungsträger im oberen Ma–
nagement kein Verständnis fiir die Probleme haben, die damit verbunden sind." Ein sehr lesenswertes Buch fiir alle, die sich mit der Konzeption
und Planung sowie mit der Einftihrung und Umsetzung derartiger Systeme befassen. Der hohe Praxis- und Realitätsbezug wirkt gegenüber dem
üblicherweise hohen Abstraktionsgrad wissenschaftlicher Arbeiten ausgleichend. Insgesamt ein begrüßens- und empfehlenswertes Buch.
Pufahl, Mario: Vertriebscontrolling
Wiesbaden: Gabler Verlag 2006 - 256 Seiten - € 44,-
Dieses Buch mit dem Untertitel „So steuern Sie Absatz, Umsatz und Gewinn" liegt in 2., erweiterter Auflage vor Der Autor, Mario Pufahl, ist
Manager und Projektleiter der xact4u strategy Consulting AG. Dieses Buch, so der Autor, richtet sich an Führungskräfte und Praktiker aus Ver–
trieb und Controlling, die sich einen fundierten Überblick verschaffen möchten und strukturierte Anregungen zu einzelnen Themenbereichen
suchen. Aus dem Inhalt: Einleitung, Vertriebscontrolling ist unverzichtbar, Vertriebsinformationssysteme, Strategisches Vertriebscontrolling,
Operatives Vertriebscontrolling, Implementierung des Vertriebscontrolling, Fallstudien. Das Buch ist systematisch und betont lesefreundlich
aufgebaut. Ein deutlicher Praxisbezug kennzeichnet das Werk ebenso wie ein hohes Maß an Anschaulichkeit mithilfe von Abbildungen, Tabel–
len, Infokästen und Hervorhebungen. Die Praxisnähe findet über die Thematisierung hinaus in einer Vielzahl von Fall- und Rechenbeispielen
sowie in zahlreichen Checklisten im Sinne von Anwendungshilfen ihren Niederschlag. Besondere Akzente setzt Pufahl einerseits im Bereich
der systemgestützten Datengewinnung und -auswertung und andererseits bezüglich strategischer Aspekte.
In der Diskussion: Budgetierung
Stark, Peter: Das 1x1 des Budgetierens
Weinheim: WILEY-VCH Verlag 2006 - 1 9 8 Seiten-€ 29,90
Autor und Konzeption
Den Angaben zufolge konnte der Autor in den letzten [ahren viele Eindrücke sammeln. Sei es durch eigene Erfahrungen als Unternehmer (Win–
terheller Software), als Coach bei der Implementierung von Controlling-Systemen und als Seminarleiter Das Buch mit dem Untertitel „Budgets
richtig planen, umsetzen und kontrollieren" ist ein praxisnahes Grundlagenwerk.