Seite 91 - CONTROLLER_Magazin_2006_03

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Controller
magazin 3/06
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Würdigung
Die Autoren greifen eine in Wissenscliaft und Ünternehmenspraxis noch relativ junge Entwicklung auf und leisten einen Beitrag, von einem
Schlagwort zu einem Konzept zu finden und dieses Konzept erfolgreich umzusetzen. Nach dem Verständnis und der Definition der Autoren „ist
Employability die Fähigkeit, fachliche, soziale und methodische Kompetenzen unter sich wandelnden Rahmenbedingungen zielgenchtet und
eigenverantwortlich anzupassen und einzusetzen, um eine Beschäftigung zu erlangen oder zu erhalten". Das Sammelwerk geht vom
Gmndsätzlichen aus und bewegt sich fortschreitend in verschiedene Detailaspekte. Eingangs werden Relevanz und Bnsanz der Themenstellung
ausgeleuchtet und bewusst gemacht, dass sich der Einzelne, aber auch die Gesellschafts- und Untemehmenspolitik einer elementaren
Forderung und Herausforderung gegenübersehen. Dabei bemühen sich die Autoren um eine abwägende, erörternde und ganzheitliche
Betrachtung, die auf die Betonung von Employability als Erfolgsfaktor zielt. Es werden verschiedene Handlungs- bzw. Umsetzungsfelder
aufgezeigt, und zwar Unternehmenskultur Fühmng, Organisation, Personalentwicklung, Karneremodelle, Vergütung, Gesundheitsfördemng
und Controlling. Bemerkenswerterweise erkennen die Autoren das Controlling als wichtiges Handlungsfeld hinsichtlich Konzeptentwicklung
und Implementierung an. Dabei werden einige Probleme der Steuemng immaterieller Vermögenswerte und verschiedene Mess- und Bewertungs–
probleme angestoßen sowie die Eignung bekannter Methoden wie u.a. Indikatorenmodelle oder die Balanced Scorecard andiskutiert. Im
weiteren Verlauf werden verschiedene Einzelfragen untersucht, wie z. B. neue Karrieremodelle. Ein Buch, das zwar noch keine abschließende
Lösung weist und viele Fragen offenlässt und vermutlich sowohl diskussionswürdig als auch diskussionsbedürftig, jedoch insgesamt überaus
beachtens- und lesenswert ist. Es greift ein außerordentlich wichtiges und dringendes Thema auf und stellt hierzu richtige und wegweisende
Überlegungen an.
In der wachsenden Aufmerksamkeit: Immaterielle Vermögenswerte bzw. Intangible Assets
(wird im nächsten Heft fortgesetzt)
Für Sie gefunden: Das 12-Punkte-Programm zur wissensorientierten Unternehmensführung (gekürzte Fassung)
1. Mitarbeiter sensibilisieren für das Thema Wissensmanagement
2.
Ableitung der Wissensstrategie aus der Untemehmensstrategie
3 .
Geeignete Rahmenbedingungen schaffen
4.
Externe Wissensquellen nutzen
5.
Kompetenzentwicklung der Mitarbeiter betreiben
6.
Ermöglichung der Wissensweitergabe über Mitarbeitergenerationen
7. Kreativität fördern
8.
Lernen aus Projekten
9.
Integration Wissensmanagement in die Geschäftsprozesse
10. Gelegenheit zum persönlichen Wissensaustausch schaffen
11.
Informationen strukturieren
12.
Sorgen für offene und vertrauensvolle Atmosphäre
Gefunden in:
North, Klaus: Wissensorientierte Unternehmensführung
Wiesbaden: Gabler Verlag 2005 - 353 Seiten - € 36,90
Diese bereits in
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., aktualisierter und erweiterter Auflage vorliegende Veröffentlichung befasst sich mit „Wertschöpfung durch Wissen". Das Buch
gliedert sich wie folgt: Auf dem Weg zur Wissensgesellschaft, Wissen in Organisationen, Organisieren rund ums Wissen, Wissen ist menschlich.
Wissen aufbauen und teilen. Wissen messen und absichern sowie Wissensmanagement implementieren.
Das vorliegende Buch ist entstanden aus Projekten der Aktionsforschung sowie vielfältigen Beratungsprojekten, so der Verfasser Prof. Dr Klaus
North lehrt internationale Unternehmensführung an der FH Wiesbaden. Ziel des voriiegenden Buches ist es, sowohl Studierenden als auch
Praktikern einen fundierten Überblick zur „Wissensorientierten Untemehmensfühaing" auf in Theorie und Praxis aktuellem Stand zu vermitteln
und Hilfestellung bei der Implementiemng von Ansätzen des Wissensmanagements zu geben.
Matzler / Hinterhuber / Renzl / Rothenberger (Hrsg.): Immaterielle Vermögenswerte
Beriin: Erich Schmidt Verlag 2006 - 695 Seiten - € 98,-
Herausgeber und Konzept
Dieses „Handbuch der intangible Assets" wird von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Klagenfurt und Innsbruck
herausgegeben. Die Herausgeber werden unterstützt durch eine größere Anzahl von Autorinnen und Autoren, die vorwiegend aus Hochschule
und Beratung kommen. Intangible Assets bzw. Immaterielle Werte sind als Vermögenswerte definiert, die nicht im materiellen Besitz oder in
Beteiligungen bzw. Finanzanlagen bestehen, jedoch für das Unternehmen von Wert sind und meistens auch erheblichen Einfluss auf die
Wettbewerbsfähigkeit haben. Das Buch versteht sich als Grundlagenwerk der immateriellen Vermögenswerte und vermittelt einen umfassenden
Überblick über Stand und Entwicklung sowie Facetten und Perspektiven der einschlägigen Diskussion.
Inhaltsüberblick
Bewertung und Management von Intangible Assets: Methoden und Erfahntngen - Wissensbilanzen und Intellectual Capital Reporting - Wissen
und Intellectual Property Rights - Beziehungen und Netzwerke - Reputation und Marken - Mitarbeiter und Strukturen.
Würdigung
Das voriiegende Sammelwerk vermittelt eine fundierte Bestandsaufnahme und beleuchtet die Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Art
und der Umfang dieser Veröffentlichung sowie die in diesem Buch versammelte Kompetenz verschafft den immateriellen
Werten
eine angemessene
publizistische Plattform und vermittelt diesem Thema - vielleicht erstmalig - einen emsthaften und bedeutungsvollen Charakter Insofern gelingt
dem Autorenteam eine hjndierte, vielschichtige und eindmcksvoIleThematisiemng. Darüber hinaus bringt diese Neuerscheinung auch verschiedene
Ansätze und Erfahmngen zur praktischen Nutzung und Anwendung der vorgeschlagenen Konzepte. In diesem Zusammenhang ist das Kapitel