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magazin 4/04
Wirkung freizusetzen.
Netzwerke
scfiaf-
fen neue Beziehungsmuster zwischen
diversen Funktionen und Bereichen in
formalen Organisationen. Netzwerke er–
mutigen Unternehmer, JVlanager und
Führungskräfte, häufiger, intensiver und
ehriicher zu definieren und drängenden
Themen des Zukunftskurses funktionen-
und bereichsübergreifend, also aus der
„Sicht des Ganzen" statt isolierter Frag–
mente, zu dialogisieren (R. Charan).
Visionäre Kraft der Führung, das Know
How strategischer Methoden und der
Teamgeist der Mannschaft sind die ein–
zigartige Mischung, aus derwirklich kraft–
volle und übedegene Geschäftskonzepte
entstehen. Sie sind kein technisches Kon-
strukt, sondern der kreative Entwurf ei–
ner für alle Beteiligte erstrebenswerten
Perspektive.
Die wenigsten können sich vorstellen,
welche Energien wie rasch freigesetzt
werden, wenn die elementaren, allein in
den Menschen liegenden Potenziale wirk–
lich ungezwungen und partnerschaftlich
zwischen dem Unternehmer und seinem
Team -
„auf gleicher Augenhöhe" - zur
Entfaltung gebracht werden.
Strate–
gische Klausuren treiben dami t die
Marschrichtung des Unternehmens in der
Regie und Triebkraft vernetztet Inspira–
tion, dispositiver Kompetenz und im Geist
gemeinsamer Verantwortung.
Strategie-Klausuren sind deswegen der
wahre Hochleistungsmotor für Zukunfts–
dynamik. Hier liegt
nach allen Erfah–
rungen, gerade für mittelständische
Unternehmen, die vielleicht größte
Chance,
um in Zeiten gnadenlosen
Fantasie
Tempo-Wettbewerbs zu bestehen und
ihre strukturellen Vorteile auszuspielen.
Wo also, wenn nicht in und durch ge–
meinschaftliche Strategie-Arbeit, findet
Wandel-Management wirklich statt?
Methodengestützte strategische
Pla–
nung ist eine Kernfähigkeit,
damit Zu–
kunft nicht zum Spiel mit dem Zufall
wird. Sie bedeutet aber auch Arbeit, oft–
mals harte Arbeit.
Diese Fragen um-
reissen die Thematik:
>• Warum sind wir „im Geschäft"?
>• Wie differenzieren sich unsere Aktivi–
täten?
>• Was beschreibt
unsere Marktposi–
tion?
>• Wo liegen chancenreiche Perspek–
tiven?
>- Was sind unsere Erfolgspotenziale?
> - Was sind unsere „wahren Stärken"?
> - Wie richten wir sie auf attraktive Ge–
schäfte?
> Was kennzeichnet „Segment-Führer–
schaft"?
> Wie dynamisieren wir „Wert-Wachs–
tum"?
>• Welche neuen Fähigkeiten benötigen
wir?
> Wie mobi l isieren wir alle Mitar–
beiter?
> Wie verankern wir nachhaltige An–
erkennung?
S t r a t eg i s che Kl ausuren sind da s
führungspraktische Medium, um die–
se und andere Fragen Schritt für Schritt,
direkt und schlüssig abgewogen nach
allen Seiten zu klären, zu beantworten
und in Handlungsstärke bzw. konkrete
Dispositionen umzusetzen.
<^rtizi|pation>
Identifikation
Methoden |
\
TEAM- Le r nen
K o n z e r t -
H a n d e l n
D e r W e g
= Z I E L
T e m p o
Horizontal nach vorn und vertikal in die
Tiefe der Organisation durchdringen sie
alle Bereiche und Ebenen des „Systems
und Organismus Unternehmung". Nach
außen binden sie alle Umfeldfaktoren und
Entwicklungen wie Markt, Wettbewerb,
Technologien u. a. ein und führen so zu
einer im Ganzen ausgewogenen Betrach–
tung und Abwägung. Sie münden damit in
abgestimmte Prozesse zielführender Ver–
änderungen. Kein Teil darf fehlen. Jedes
muss gut gestimmt sein. Aber
nur zusam–
men erreichen sie Klangfülle,
das heißt
von Einstieg und Entwickeln über Grund–
richtung und Konzept sich ergänzender
Geschäftsfelder, ihre Operationalisierung
im System der Organisation und Vermark–
tung bis Marktposition und Leadership.
Zukunftssicherung im Leitbild umfassen–
der Wertschaffung ist Orientierungsanker
und Credo aller Beteiligten, nicht nur der
einen oder anderen Seite. Ertragsdynamik
ist Output und Ergebnis.
Wer hohe Türme bauen will, braucht
also ein solides Fundament. Das Herz–
stück jeder Unternehmensdynamik, ein
strategiegetriebenes, innovatives Ge–
schäftskonzept, ist die Drehscheibe für
neue Wettbewerbsstärke und künftige
Ertragskraft. Aber klar ist auch: das ist
keine Angelegenheit von einem Tag.
Umsicht und beharriiche Verfolgung sind
Grunde i genscha f t en
we i t s i cht i ger
Führungsarbeit. Ein solcherart qualifizier–
tes Business Konzept entwickelt sich or–
ganisch nach den Prozessstufen E / R / F
(siehe Bild auf der nächsten Seite).
Strategisches Management versteht sich
hier als die Gesamtheit der Leitbilder,
Kompetenzen, Werkzeuge und systema–
tischen Schritte, um das Unternehmen
umfassend robust auf die Erfordernisse
der Zukunft auszurichten, die richtige
Aufstellung zu finden und auf diesem
Kurs fortwährend besser zu werden.
Strategische Führung: Sorge tragen,
dass die Antriebsicräfte nicht erlahmen
Der Blick öffnet sich damit für die
Chan–
cen, die der Wandel bietet,
statt die
Umstände zu beklagen oder die Lösung
von außen einzufordern. So zünden
Unternehmer den Motor ihrer Zukunfts–
fähigkeit selbst und stärken ihre Immun–
kräfte gegen Risiken. Die Frage möglicher
Nachfolge wird rechtzeitig Thema.
Für ein
Rating sammeln sie die erforderlichen
bzw. entscheidenden Pluspunkte.
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