Seite 20 - CONTROLLER_Magazin_2004_04

Basic HTML-Version

CM Controller magazin 4/04 - Andreas Jonen / Volker Lingnau / Peter Weinmann
1.
Zu s amme n s t e l l ung Expe r t en t eam
Fes t l egung E i genscha f t en der So f twa r e
i p u n k t i o n e n ( /Anwende / - ;
]echnti^ (I t-Abteilung)
A l l g e m e i n e s ( E x p e r f e n - r e a m ;
3.
4 .
Übe r p r ü f ung Fäh i gke i t ak tue l l er Sy s t eme
Fes t l egung der Gew i c h t ung
Ausschtusskritorien
Oberfcatagorian
Einzelmerkmalc
5 .
6.
7 .
8 .
9.
Vo r a u swa h l (Lys l os )
So f twa r eeva l u i e r ung
Vor führungen
Au f s t e l l en e i nes Rank i ngs
Ve r h a nd l ung e n
En t sche i dung
Abb. 1:
BSC-Auswahl-Prozess
Dazu werden zunächst die Ausschluss-
Kriterien festgelegt. Danach beginnt die
Bewertung der einzelnen Oberkategorien
und anschließend die der Einzelmerk–
male. Diese Priorisierung sollte in dem
Expertenteam während eines Diskussi–
onsprozesses festgelegt werden. Hierbei
sollte nur ein ungefähres Profil entwor–
fen werden, welches möglichst dem Kon–
sens der Gruppe entspricht. Den Mitglie–
dern sollte bewusst sein, dass in diesem
Schritt erst eine Vorauswahl getroffen
wird und nicht um jeden Prozentpunkt
„gefeilscht" werden muss . ' '
Nach Abschluss dieses Punktes kann im
Rahmen des Prozessschritts der
Voraus–
wahl
das Tool Lysios eingesetzt werden.
Lysios
soll dabei helfen, den Prozess der
Vorauswahl zu beschleunigen, und da–
mit den Fokus schneller auf die Gruppe
von Programmen zu lenken, die für das
jeweilige Unternehmen geeignet
sind.
Aus
dieser Vorauswahl sollten
die ersten
fünf bis sieben Kandidaten einer de–
taillierten Softwareevaluierung unter–
zogen we rden .
Im Rahmen dieser
Evaluierung sollten die Kandidaten zu
Vorführungen eingeladen werden und die
Anwender
und
ITFachleute Praxistests
mit den Programmen durchführen. Rat–
sam ist es dabei, bereits implementierte
Lösungen bei Referenzkunden vor Ort zu
inspizieren.' ^ Zur Vorbereitung der
Preis–
verhandlungen
mit den Herstellern soll–
te, mit Hilfe der Ergebnisse aus der
Softwareevaluierung,
ein Ranking auf–
gestellt we rden . "
Nachdem die exakten Angebote der ein–
zelnen Software-Unternehmen vorliegen,
kann die Entscheidung für eine BSC-Soft–
ware erfolgen und mit der Implementie–
rung begonnen werden.
3.2 Kriterien zur Auswahl von BSC-
Software
Bestimmte Merkmale der Software wer–
den von einzelnen Benutzern als so im–
manent wichtig angesehen, so dass im
Rahmen der Software die Möglichkeit
besteht,
diese als Ausschluss-Kriterien
zu definieren.
Auf diesem Weg haben
die Benutzer die Möglichkeit, das Feld
der potenziellen Softwareanbieter schon
im Vorhinein um die Kandidaten, die ein
bestimmtes Kriterium nicht erfüllen, zu
dezimieren.
Bezüglich der Auswahlkriterien, die das
Herstellerunternehmen, also die
An–
bi e t erumgebung
betreffen, geht es
hauptsächlich darum, eine
Geschäfts–
beziehung mit einem verlässlichen
Par tner einzugehen,
der mögl ichst
große Erfahrungen auf dem Gebiet der
BSC-Software gesammelt hat und seinen
Service durch eine Niederlassung in
Deutschland kurzfristig auch vor Ort an–
bieten kann.
Unter dem Punkt
allgemeine Produkt–
anforderungen
werden Funktionen und
Merkmale zusammengefasst, die sich auf
das Produkt imAllgemeinen beziehen.
Dies sind die Integration zusätzlicher
Perspektiven oder eines
vorhandenen
Performance Measurement-Konzept^".
Weitere ausschlaggebende Merkmale
können eine große Anzahl von Referenz–
kunden oder die angebotenen Benutzer–
sprachen sein.
Die
technischen Merkmale behandeln
alle Eigenschaften der Software,
die auf
die Kompatibilität mit den vorhandenen
Systemen (Datenbankschnittstellen, Be–
triebssysteme) abzielen, die Kommuni–
kationsmöglichkeiten (Web-Fähigkeit,
Mail-Unterstützung) und die Skalier- und
Anpassungsfähigkeiten.
Im Rahmen der funktionalen Anfor–
derungen
geht es darum, dass die Pro–
gramme nicht nur, wie bei herkömm–
licher Software, das Kennzahlensystem
unterstützen, indem sie Zahlenwerte er–
mitteln und bereitstellen, sondern sie
müssen
BSC-typische Funktionen auf–
weisen.
Damit ist die Forderung an die
Programme verbunden, dass sie in der
Lage sind,
die logischen Absichten und
Zielsetzungen
darstellen zu können.^'
Eine hohe Benutzerfreundlichkeit des
Programms, welche durch eine einfache
Navigation, die sich im besten Fall an
bestehende Oberflächen anlehnt, erreicht
würde, erleichtert den Anwendern den
Einarbeitungsprozess und fördert die
schnelle Akzeptanz und intensive Nut–
zung des Programms.
Die
Kosten
für die Implementierung und
Nutzung einer BSC-Softwareapplikation
setzen sich üblicherweise aus vier Kom–
ponenten zusammen. Dies sind die Li–
zenzgebühr, die Kosten für Implementie–
rung und Training und die jährlichen
Wartungskosten.
Der Bereich
Service
bezieht sich im kon–
tinuierlichen Betrieb auf den Support,
der durch das Unternehmen oder ein
Partnerunternehmen angeboten wird,
310