CM
Controller
magazin 4/04
Kriteriumi
Datensicherheit
(Datensicherungen, Verhalten bei
Systemabsturz, Protokoilierung, Ausschluss
von einseitigen Buchungen,
Sicherheits-Standards, etc)
Programm-
Module/Anwenderfreundlichkcit/Ser
vice-Qualität
(Module:
Finanzbuchhaltimg,
Kassenbuch,;
Rechnungseingangsbuch,
Auslandszahlungsverkehr,
individuelles'
Berichtswesen,
Fremdwährung,
Konsolidierung, Kostenrechnung, Anbindung.
Corporate Planner
Anwenderfreundlichkeit:
- einheitliche kurze Arbeitsabläufe ohne;
Funktionswechsel
- konsequentes „Dr i l l Down"
- übersichtliche Funktionsgestaltung
,
- einfache Buchungs-Stornierung
- Definition einheitlicher Aniagegruppen
- einheitliche intuitive Führung durch diei
Module
1
- Möglichkeiten zur automatischen Beleg
-i
Archivierung
Service:
- Hotline: Qualifikation der Mitarbeiter
- Erreichbarkeit der Hotline)
Gesamteindruck von der Software
(Akzeptanz, Zufriedenheit. Begeisterung)
Bewertungs-
Skala
min. 1 - max.
10 Punkte
Technologie
(Windows NT, Windows 2000,
Netzwerkbelastung, durchgängige Windows-
Programmierung, eigener Server erforderlich,
Stabilität des Systems, Zukunfts-Technologien
berücksichtigt, etc.)
Markt-Krfahrung/Untcrnehmen
(Anzahl bisheriger ln.stallationen, Anzahl
an
Jahren am Markt, Größe und Know-How der
Programmentwicklungs-Abteilung,
Eigentümerstruktur etc.)
Datenimporte / Datenexporte
(Datenstruktur, Import- und Export-
Schnittstellen, etc.)
Direkte Kosten
(Anschaffungskosten der Software,
Schulungskosten, Implementierungskosten,
Zusatzkosten (z,B. SQL-Server), lfd. Kosten
(z.B. Wartungsvertrag, Hotline), etc.)
Gewichtu
3 0 %
3 0 %
Summe
1 0 %
5 %
5 %
5 %
5 %
1 0 0%
Nach der Sichtung des Marktes und
einer Vorauswahl anhand eines Pflichten–
heftes wurden
die verbleibenden drei
Software-Anbieter anhand einer Score–
card beurteilt,
die eine ganzheitliche
Beurteilung im eriäuterten Sinne ermög–
lichen sollte. Die direkten Kosten hatten
dabei nur einen Gewichtungsfaktor von
fünf Prozent. Die Auswertung dieser
Scorecard gab schließlich den Ausschlag
für die Rechnungswesen-Software „Dia–
man t / 2 " des Bielefelder Herstellers
Dia–
mant Software.
Schon beim Auswahlverfahren begann
die Erfassung der Aufwände.
Die betei–
ligten Mitarbeiter führten während der
Software-Auswahl, der -Einführung und
der Nachbereitung des Projektes Stun–
den- und Tätigkeitsnachweise. Diese er–
möglichten eine relativ genaue Ermitt–
lung der internen Aufwände.
Auswahl-Kosten
Der Auswahlprozess dauerte 3 Monate.
Der interne Aufwand dafür lässt sich auf
24 Tage beziffern, was zu Kosten in Höhe
von 4 . 800 Euro geführt hat. Diese Höhe
ist eine Folge einer sehr gründlichen Vor–
gehensweise und der Einbeziehung aller
späteren Anwender.
Einführungs-Kosten
Bei der Einführung der neuen Software
zahlte sich aus, dass die Wahl
auf ein
Produkt mit zahlreichen Vorkonfigu–
rationen
gefallen war. Die Software-
Installation einschließlich aller notwen–
digen Schulungen erstreckte sich über
einen Zeitraum von nur 8 Wochen. Sämt–
l iche Programmins t a l l a t i onen und
Schnittstellenanpassungen wurden hier–
bei aus Kapazitätsgründen ausschließ–
lich von externen EDV-Beratern übernom–
men. Die Schulung erfolgte durch Berater
von Diamant Software. Insgesamt sind
für die Einführung externe Kosten von
12 . 500 Euro angefallen. Diesen stehen
Anschaffungskosten der Software in Höhe
von 23 . 000 Euro gegenüber Das
Verhält–
nis von Consulting- zu Lizenzkosten
beträgt damit zirka
1
:2.
Das ist eine im
Marktvergleich extrem niedrige Zahl.
Der interne Aufwand für die Einführung
betrug insgesamt 61 Tage, das entspricht
12 . 200 Euro. Davon waren 28 Tage nicht
303