Um die Darstellung und die Entwicklung
bestimmter Kennziffern zu verdeutl ichen,
wurden Plan-, Ist- und Restwerte gewählt,
die teilweise extreme Differenzen aufwei –
sen - Differenzen, die im Projektalltag
nicht auftreten sol lten.
4.2 Basisdaten
Nachstehende Tabelle (Tab. 1) zeigt die
kumul ier ten Planwerte der einzelnen
Mei lensteine pro Kalenderwoche (KW)
aus dem Rechnungswesen bzw. der Pro–
jektplanung. Die Werte des Beispiel –
projekts werden ausgedrückt in Personen–
tagen (PT).
Sämtliche Aufwände entstehen als Sum–
me der Planaufwände aller Arbeitspakete
(kleinste, nicht mehr aufteilbare Einheit
eines Meilensteins) pro Mi tarbei ter Die
entsprechende Planung erfolgt an ande–
rer Stelle und wi rd hier nicht weiter de–
tailliert.
Stellungsgrad. Dadurch ergibt sich fol–
gender Zusammenhang für den Earned
Value pro KW:
EV =
I
(FG x S K ) = . . . =SK g e s . - RK
für jedes geplante Arbeitspaket i pro KW
und den FG = (SK ges. RK ges.)/ SK ges.
Auf dieser Datenbasis können nun die
verschiedenen Kennzi ffern berechnet
werden, die den Projektverlauf aus der
Perspektive der Meilensteine oder der
Zeitperspektive betrachten.
5 KENNZIFFERN IM BEISPIEL
Zur Vereinfachung der Berechnungen ist
in unserem Beispielprojekt bisher noch
kein Change Request (genehmigte Plan–
änderung) aufgetreten, d. h. SK = PK.
Interne Umbu c hung en v o n Planauf –
wänden zwischen Mitarbeitern und WBS-
Elementen müssen ebenfalls nicht be–
rücksichtigt werden.
Controller magazin
6/99
5.1 Basiskennziffern
Die Basiskennziffern (SK, IK, EV) für das
Beispielprojekt stellen sich wie folgt dar
(Abb. 4).
Der Kurvenverlauf zeigt deutl ich die vari –
ierenden Bewegungen der kumul ierten
IK- und EV-Kurven um die SK-Kurve. Ent–
scheidend dabei ist das Auseinanderfal–
len der IK- und EV-Kurve, insbesondere in
KW 40. Dies bedeutet, dass in KW 40 der
tatsächl ich erreichte Fortschritt weit hin-
Meilen–
steins KW 35 KW 36 KW 37 KW 38 KW 39 KW 40 KW 41 KW 42 KW 43 KW 44 KW 45 KW 46 KW 47 KW 46 KW 49 Summe Summe
kum.
MI
2,0
4
,0
3,0
5.0
2.0
0,0
0.0
0,0
0.0
0,0
0.0
0,0
0,0
0,0
0,0
16,0
16.0
M2
2.0
2.0
1.0
3,0
2,0
5.0
2,0
4,0
0.0
0,0
0,0
0.0
0,0
0,0
0,0
21,0
37,0
M3
0,0
0.0
0.0
8.0
4,0
6.0
8,0
5,0
12.0
5.0
6.0
0,0
0,0
0,0
0,0
54,0
91.0
M4
0.0
0.0
0.0
0,0
0,0
0.0
0,0
8,0
5,0
8.0
8,0
6,0
4,0
0,0
0,0
39.0
130,0
MS
0,0
0.0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
2.0
4,0
2,0
6,0
2,0
4,0
20.0
150.0
Summe
4.0
6,0
4,0
16.0
8,0
11.0
10,0
17.0
17,0
15.0
18,0
8,0
10,0
2.0
4.0
150.0
Summe
kum.
4,0
10.0
14,0
30.0
38,0
49.0
59,0
76,0
93,0
108,0 126,0 134,0 144,0 146,0 150.0
Tabelle 1: Planwertepro
Woche und Meilenstein
4.3 Rückmeldeverfahren
und Ermittlung des Earned
Value
Grundlage der Rückmeldung
und der anschl ießenden Aus–
wer tungen sind die Aufwands–
und Restwertmeldungen der
Mi tarbei ter Wie aus den fol–
genden Tabellen hervorgeht
(Tabelle 2ff), befindet sich das
Beispielprojekt derzeit in der
KW 40. Die oben aufgeführten
Ist- und Restwerte sind dabei
ange f a l l en . Der gep l an t e
Endtermin für das Projekt ist
die KW 49.
Die Wochenberichte der Mi t –
arbeiter im Beispielprojekt er–
folgen mit dem Formular in Tab.
2.
Die Schätzung der Restwerte
e r f o l g t nach dem Fer t ig-
Aufwand In PT
160
- S K kum.
IK kum.
- E V kum.=SK ges . -RK ges.
Abb. 4: Basiskennziffern
461
Für unser Beispielprojekt ergeben sich
somi t
be i
V e r we n d u n g
der
Schät zmethode „Fer t igstel lungsgrad"
folgende Werte (siehe Tab. 3 - 5).
Die errechneten Kennziffern können nun
visualisiert werden. Diese Graphiken ver–
mitteln einen sehr guten Überbl ick über
die Pr o j ek t s i t ua t i on z um Ber i cht s –
zei tpunkt .