Seite 34 - 1999-06

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Controller magazin
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Auswertungs- und
Präsentationstools
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Data Warehouse i.e.S.
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Transformationsprogranime / Extraktionsprozesse
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1
Marketing
Internen Datenqellen
Finanzen
Personal
I B P = .
| =jExt erne Datenquellen
Abbildung 1: Technische Komponenten einer Data WarehouseArchitektur
nar ien, Simulat ionen, Zei t reihen- u n d
Kennzahl enanal ysen
sowie das schnel–
le Erstellen von Ad hoc- und Standard–
berichten durch die Bereitstellung der
speziell auf diese Aufgabe ausgerichte–
ten Datenbas i s w i r d du r ch die Ein–
führung eines DW-Konzeptes effizient
gestaltet.
2. Die Besonderheiten eines Data
Warehouse-Projektes
Bevor mit dem DW-Projekt begonnen
wi rd, sollte man sich die Gefahrenquel–
len, denen das Projekt ausgesetzt ist und
die Stolpersteine, die zu umschiffen sind,
bewuss t machen , um ihnen bei der
Projektorganisation und der Wahl der
Implementierungsstrategie Rechnung zu
tragen.
Von „normalen" Projekten wie z. B. der
E i n f ührung eines Standardsof tware –
systems unterscheidet sich ein DW-Pro–
jekt im Wesentlichen in drei Punkten:
E r s t - u n d E i nma l i g k e i t
Das DW ist eine neue Methode, zu der
keine Alt- oder Vorgängersysteme vorhan–
den sind. Dem DW liegt sowohl eine neue
betriebswirtschaftliche Konzeption wie
auch ein neues informationstechnisches
Werkzeug zugrunde. Viele erste Erfahrun–
gen mit dem neuen Konzept werden bei
der Implementierung gemacht. Gerade bei
solchen Projekten kommt es darauf an,
diesen Know-How-Gewinn und die damit
verbundenen Lerneffekte sofort wi rksam
werden zu lassen. Die Steuerung des Feed–
back-Prozesses ist bei DW-Projekten be–
sonders bedeutsam.
Z i e l u n s i c h e r h e i t
Während für klassische Softwareprojekte
meistens bestehende Abläufe analysiert
werden, erfordert das Data Warehouse-
Projekt die Analyse neuer, mehr markt-
und entscheidungsorientierter betriebs–
wi r t schaf t l i cher Aufgabens te l l ungen .
Dies hat zur Folge, dass zu Projektbeginn
Zielvorgaben meistens sehr pauschal und
abstrakt formuliert sind. Die Konkretisie–
rung der Ziele hin zu operat ionalen
Messgrößen für das Projektcontrolling
muss während der Projektarbeit durch
das Projektteam erfolgen. Dabei muss
das zu formulierende Zielsystem insbe–
sondere zwe i Anforderungen gerecht
werden:
> In der Regel ist bei der Einführung
eines DW-Konzeptes die Erwartungs–
haltung gerade des Managements
besonders hoch. Die Projektziele müs–
sen darum so formuliert sein, dass sie
diese hohe Erwartungshal tung aus–
drücken und messbar machen.
> Ein DW-Konzept ist sehr komplex.
Die Projektziele müssen dieser Kom–
plexität Rechnung tragen und so for–
muliert sein, dass sie durch klar struk–
turierte und aufeinander abgestimm–
te Teilziele beherrschbar wi rd . Wei –
terhin sind auch die Erwar tungen
zu
nennen, die im Rahmen des DW-Kon–
zeptes nicht erfüllt werden können.
Dies ist für die spätere Akzeptanz des
Systems und dami t den Projekter–
folg entscheidend.
Rcüimenf i x i erung
Die
Entscheidung für die Einführung ei–
nes DW-Konzeptes fällt meistens aus stra–
tegischen Erwägungen heraus, weniger
aufgrund einer konkreten Kosten-Nutzen-
Analyse. Budget und Termine werden als
Folge davon oftmals pol itisch vorgege–
ben und nicht aus der Analyse abgelei–
tet. Es ist Aufgabe des Projektteams, zu
einer Aussage
zu kommen, welche An -
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