Controller magazin
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Pflegeauf\vand
(27)
Erfaßbarkeit der Daten/ Au fwand
(22)
Informationsgehalt
(22)
Bewertung
(22)
Langfristige Aussagefähigkeit
(7)
Summe (100)
,
Ana l yse - Ebene
^^^^^^^1
Ins t rument
Ins t rument 2
Ins t rument 3
Argumentativ
(20)*
Monetarisierend
(20)*
Numer isch
(20)*
Praktikable Handhabung
(30)
Summe (50)
Ent scbe i dungs - Ebene
Ökonomisch
Ök o l o g i s c h
Summe (50)
Gesamtwe r t ung ( 200 )
• statisch
(20)*
• dynamisch
(20)*
• quantitativ (15)
• qualitativ (15)
Abb. 1: Bewertungsschema
ökologischer Controlling instrumente (Quelle: eigene Darstellung)^
mittels Personen-Tagen erfolgen. Die Be–
wertung ist wie bei der Erfassbarkeit vor–
zunehmen. Gleichzeitig ist die Generierung
eines hohen Informationsgehaltes zur Si–
cherung einer hohen Aussagekraft wich–
tig. Anders formuliert, sind ähnliche Infor–
mationen im Unternehmen auch anders
zu erfassen oder nur durch die Verwen–
dung des betrachteten Tools zu ermitteln.
Auf Grundlage dieser Daten ist eine ein–
deutige und klare Bewertung zu fordern,
so dass die Ergebnisse des Tools als Grund–
lage für Analysen und Entscheidungen hin
re i chend s i nd . Mi t z unehmende r
Verwendungsdauer bzw. -Intensität steigt
der Nutzen, den das anwendende Unter–
nehmen durch den Einsatz eines Tools
e rwi r t s cha f t en kann . Eine lange
Verwendungsfrist ist somit höher zu be–
werten als eine kürzere, weil die mit der
Installation des Tools verbundenen Auf–
wendungen auf mehrere Einsätze verstell–
bar sind.
2.2 Analyse-Ebene
Die Analyse-Ebene ist innerhalb der hier–
archischen Anordnung gegenüber der
Report ing-Ebene untergeordnet , aber
dennoch bedeutungsvol l . Die systema–
tische Analyse - besonders auch um–
weltrelevanter Daten - sollte nicht nur
der Darlegung von Schwachstel len im
Unternehmen dienen, sondern sol lte
auch dem Anwende r die relevanten
Daten hand l ungso r i en t i e r t zu r Ver–
fügung stel len. '
Um die öko l og i eor i ent i er ten I ns t ru –
mente unter diesen Ges i cht spunkten
z u beur tei len, ist nachfolgende Klassi –
f i z ierung sachgerecht : Z um einen w i r d
die prakt i sche Handhabung , die den
höheren Stel lenwert e i nn immt , beur –
tei lt; z um anderen s i nd drei sich aus–
schl ießende Ar t en der Ana l yse Gegen–
stand der Prüfung. Es wi r d zw i s chen
de r a r gumen t a t i v en , de r mone t a r i -
s ierenden und der numer i schen diffe–
renziert . Bei der argumentat i ven Ana –
lyse bez ieht sich die Bewer tung auf
rein verbale Aussagen . Im Gegensat z
z u dieser basier t die numer i sche auf
einer Punk t bewe r t ung u n d die mone
tarisierende auf einem Vergleich in Geld–
einhei ten.
2.3 Entscheidungs-Ebene
Aufgrund der zunehmenden Komplexi–
tät
und Menge der en t sche i dungs –
r e l evan t en I n f o rma t i onen w i r d der
Entscheidungs- wie auch schon zuvor der
Analyse-Ebene eine geringere Bedeutung
als der Reporting-Ebene zugeschrieben.
Angesichts eines gestiegenen Maßes an
Umwel tbewusstsein in der Öffentlichkeit
und einer sich ständig verschärfenden
Umwel tgesetzgebung' " erfolgt die Klas–
sifizierung in ökonomische und ökologi–
sche Kriterien. Im Rahmen der ökonomi –
schen Bewertung werden die statischen
von den dynamischen Ergebnissen ab–
gegrenzt. Model le der statischen Betrach–
tung behandeln Zahlungsströme undif–
f e r enz i e r t , d . h. eine Zah l ung im
Betrachtungszei tpunkt wi rd mit einer
künftigen Zahlung vergl ichen, ohne dass
die zeitliche Differenz berücksichtigt wi rd.
Bei dynamischen Model len wi rd diese
Gleichbehandlung aufgegeben, so dass
die heutige Zahlung einen höheren Wert
hat als eine künftige. Ökologieorientierte
Entscheidungen werden in den meisten
Fällen aufgrund quantitativer und quali-
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