Seite 23 - 1999-06

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Controller magazin 6/99
3. Mot i vat ion
= Fäliigl<eit, Ziele mit Energie und
Ausdauer zu verfolgen
Merkma l e
- hohe Leistungsmot ivat ion
- optimistische Grundhal tung, auch
in kritischen Situationen
- Commi tment mit der Organisat ion
4. Einfühlungsvermögen
= Fähigkeit, das emotionale Empfin–
den anderer zu verstehen und sie
entsprechend ihrer emotionalen Re–
aktionen zu behandeln
Merkma l e
- Erfahrung in der Entwicklung und
Erhaltung von Talenten
- Sensitivität für verschiedene Kul–
turen
- Kunden- und Partnerschafts–
orientierung
5. Soziale Fähigkeiten
= Können, Netzwerke aufzubauen
und Zusammenarbei t zu managen
= Fähigkeit, eine gemeinsame Basis
und ein harmonisches Verhäl tnis zu
entwickeln
Me r kma l e
- Führungseffektivität bei Ver–
änderungsprozessen
- Überzeugungsfähigkei t
- Erfahrung in der Teamentwicklung
und Teamführung
Quelle: Coleman, D. „What makes a
Leader?" in: HBR. Nov./Oec. 1998, S. 95
5. Ausblick: Controller als Netzwerker/
Neupositionierung
des
Controllers?
-
Control lerarbeit wi rd neben den viel –
fältigen Fachaufgaben mehr denn je
Überzeugungsarbei t nach innen zum
Managemen t , Mi t a r be i t e r n , Auf –
sichtsrat und nach außen gegenüber
den Shareholdern und Stakeholdern.
Shareholder Value, Stakeholder In–
teressen, die Harmonisierung des in–
ternen und externen Rechnungswe–
sens (lAS und US GAAP) erfordern
eine aktuelle, klare operat ive und
zukunf t sger i chtete Ber i chterstat
tung. Die faire Präsentation der Un
t e r nehmens - und Geschäf t s fe l d
Situation und der geschaffenen Unter
nehmenswerte in der Bilanz unte
Chancen- und Risikoaspekten (z. B
im Lagebe r i ch t , in R i s i kohand
büchern etc.) wi rd immer wicht iger
Die Ansprüche an segmentspezifi –
sche Berichterstattung wächst .
Es werden sich neue arbeitsteilige
Zusammenarbeitsformen in Netzwer–
ken zwischen strategischer Unterneh-
mensp l anung , Con t r o l l i ng , Trea -
suring, Top-Management , Aufsichts–
rat und Wi rtschaf tsprüfern entwi –
ckeln. Die Schnittstellen werden kom–
plexer. Hier muss sich der Control ler
mit seinen vielfältigen Serviceleistun–
gen einbringen und neu positionieren.
Die Anerkennung und Glaubwürdig–
keit des Controllers erwächst nicht
nur aus den profunden Fachkennt–
nissen, sondern aus dem Beziehungs–
management zu seinen internen und
externen Geschäftspartnern.
So z i o l og i s che
u n d
so z i a l –
psychologische Untersuchungen be–
stätigen, dass Menschen mit hoher
Glaubwürdigkei t ver t rauenswürdig
sind, zuhören können und die Inter–
essen anderer berücksichtigen kön–
nen. Sie zeichnen sich selbst durch
emotionale Stärke, Stabilität und In–
tegrität aus.
Übe r z eugend
w i r k t der , der per –
manent lernt.
Lernen von Vorbi ldern
(Benchmarking), Lernen durch Erfolg
und Misserfolg, Lernen durch Experi –
mentieren, Lernen in ambiguenten,
widersprüchl ichen und unsicheren
Situationen kühlen Kopf zu bewah–
ren, aber auch sachl ich und fair Kon–
flikte auszutragen und zu lösen, wi rd
immer wichtiger. Lernen durch Simu–
lat ion v o n mög l i chen Geschäf ts–
situationen wi rd erfolgskritisch. Man
ist mental im Vortei l , wenn man vor –
her erfolgskritische Situationen und
Opt ionen durchspiel t oder wie es
Boris Becker einmal plastisch bei sei–
nem Grand Slam Sieg in Flushing
Meadow ausdrückte: „Das Spiel wi rd
vorher im Kopf gewonnen. " .
„Lernen ist wie das Schwimmen
ge–
gen den Strom; wenn man aufhört,
treibt man zurück!" (Benjamin Britten)
Der Strom an Neuerungen wi rd eher
anschwel len und Management und
Control ler müssen mehr denn je ru–
dern, um aktuelle Ergebnis-, Finanz-,
Prozess- und Strategietransparenz
ihrer Geschäfte zu haben. Dies erfor–
dert hohe Sensibilität und Offenheit
oder wie es der Geschäftsführer der
Nestle Erzeugnisse GmbH,
Hube r t
Stücke,
in seinem Vor t rag „Was man
als Control ler alles können muss" so
plast isch ausdrückte: „Open you r
eyes, open your mind, open you r
thoughts" .
In diesem Sinne bin ich echt neugierig
und freue mich auf die neuen Themen,
Vo r t r äge u n d Pr o l ö t s z um
25.
lubi läumscongress der Controller am 22.
und 23. Ma i 2000 in München . Die
Themenzentren werden sein:
A) Effektive Plan-Ist-Vergleichsberichts-
arbeit
B) Berichtswesen inhaltlich nach lAS /
US GAAP, Tendenzen im internen und
externen Rechnungswesen
C) Ganzheitliches Control l ing / Führung
durch Ziele (Balanced Score Card)
D) Projektmanagement und Projekt-
Con t r o l l i ng
i nc l .
Me r g e r s
&
Acqu i s i t i ons und v i r tuel le Unter –
nehmenspraxis
Dies besch l oss de r Verans ta l tungs -
Ausschuss des Control ler Verein eV am
27./28. August 1999 in Lindau.
Zuo r dnung CM- Themen - Tab l eau
01
05
09
G
***
Regeln zur Lebenseinstellung
von Dipl.-Volksw. Armin Kunde, Ratingen
1. |e mehr realistische Ziele ich setze und
erreiche, umso mehr Erfolg habe ich.
2.
Um Enttäuschung nicht mit Unglück zu
verwechseln, weiß ich, dass ich von einer
Täuschung befreit bin,
3,
Entscheidend für mein Denken sind glück
liehe Erlebnisse, Erfolge und positive
Eigenschaften.
4, Ich rechne mit Undankbarkeit, bestrafe
aber nicht dafür.
5.
Der Preis für Sorgen und negative Ge–
danken ist die Gesundheit!
6, Die Investition, ohne Vorteilsabsicht an–
deren Freude zu machen, ist immer
lohnend,
7.
Rache raubt richtigen Reaktionen Reali
sierung,
8,
Wer viele Dinge ständig auf einmal
machen möchte, will davon ablenken,
dass er eine nicht ordent l ich hin–
bekommt,
9. Wer versucht . Anerkennung durch
Anpassung zu erreichen, verliert seine
Identität,
10, Mein Leben ist leicht, wenn ich von ande–
ren nichts erwarte.
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