Controller magazin
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2. 2 Vorteile der „Balanced Score–
card" für die strategiekonforme Aus–
richtung individueller Ziele
Die Balanced Scorecard ermöglicht es den
Beteiligten, die individuelle und unterneh–
mensweite Zielausrichtung so aufeinan–
der abzustimmen, daß Zielkonflikte ver–
mieden werden. Dies ist durch den nach–
folgend dargestellten Prozeß bedingt, der
zu einer permanenten Abstimmung von
strategischen und individuellen Zielen
führt.
Umsetzung und notwendige Verhaltens–
änderung.
Denn viele Organisationen haben Schwie–
rigkeiten damit, untergeordnete Strategi–
en - insbesondere nicht-finanzielle - in
lokale, operative Maßnahmen umzuwan–
deln. Solange man sich in der Vergangen–
heit auf topdown-finanzielle Steuerung
verließ, konnte eine Aufsplitterung von
Erfolgsdaten vorgenommen werden. Füh–
rung läßt sich jedoch nicht durch Messen
ersetzen, denn Führen heißt beurteilen.
We i t e r e I n f o rma t i onen z um Thema
Balanced Scorecard finden sie in
Balanced scorecard: Strategien erfolgreich
umsetzen / Robert S. Kaplan/David P. Norton
(Hrsg.). Aus dem Amerikanischen.
Von P. Horväth, Stuttgart 1997
Harvard Business Manager (Deutsche Aus–
gabe):
„In Search of Excellence - der Maßstab muß
neu definiert werden", 14 , 1992 , 4 , S. 37 - 49.
„Wie drei Großunternehmen methodisch Ihre
Leistung simulieren", 16 , 1994 , 2 , S. 96 -104.
1. Top-down Verbrei tung im Managemen t
• Schaffung eines BSC-Kontextes als
Kommunikationsmittel für gemeinsame Ziele
• Verständnis und Akzeptanz für die BSC
entwickeln
• Manager beauftragen, die Kennzahlen in ihren
Verantwortungsbereich einzuführen
• Manager beauftragen, die Leistungen genau zu
beobachten, um die Informationsversorgung für
die Zielerreichung zu gewährleisten
• Manager beauftragen, einen Umsetzungsplan
für die Staffelung der BSC nach unten zu
entwickeln und auszuführen
2. Verbrei tung unter den Mi tarbei tern
• Kontext, Unternehmensstrategien und Initiativen
kommunizieren
• Einführung einer BSC - Was ist das. wie wird sie
verwendet, wie umgesetzt, was wurde erreicht, was
sind die nächsten Schritte?
3 . Gewinnpl an/Zi e l set zung
• Umsetzung eines top-down-Prozesses für die
Definition finanzieller Ziele
• Umsetzung eines bottom-up-Prozesses zur
Entwicklung von Zielen für nichfmonetäre Kennzahlen
4. Anpassung persönl icher Ziele
• Jeder Mitarbeiter bildet ein strategiekonformes Ziel
durch Identifizierung einer von ihm ausgeübten
Tätigkeit (und/oder einer Kennzahl), die eine Größe
auf der Balanced Scorecard beeinflußt
• Persönliche, durch einen Verhandlungsprozeß mit
dem Management formulierte Ziele
Kennzahl en-Ansat z
Kennzahl en entstehen im Zuge der Umse t zung
1 Anteil an Top-Managern, die von der BSC betroffen sind
2 Anteil an Mitarbeitern, die von der BSC betroffen sind
3 Anteil an Top-Managern mit persönlichen Zielen, die an die BSC angepaßt sind
4 Anteil an Mitarbeitern mit persönlichen Zielen, die an die BSC angepaßt sind und Anteil der Mitarbeiter, die
persönliche Ziele erreicht haben
2 . 2 . 1 Schritt 1: Der strategische Unter–
nehmensplan
Der strategische Unternehmensplan
umfaßt die vier vorstehend dargestell–
ten Perspektiven und bricht diese auf die
strategischen Geschäftseinheiten (SGE)
herunter. Ergänzt wird der strategische
Unternehmensplan um die jeweiligen
Leitprinzipien, die sich z. B. aus den nach–
folgend dargestellten Meß- und Beur–
teilungskriterien ableiten.
2. 2. 2 Schritt 2: Der individuelle Ziel–
plan
Das Bewußtsein für die strategischen Zie–
le des Unternehmens ist oft nicht ausrei–
chend für eine erfolgreiche operative
Der Rahmen der verknüpften Ursache-
Wirkung-Beziehung der „Balanced Sco
recard" kann aber gerade dazu verwen–
det werden, die Auswahl der Ziele sowie
der quantitativen Meß- und qualitativen
Beurteilungskriterien für untere Ebenen
zu erleichtern, die mit denen auf höherer
Ebene übereinstimmen. Das zentrale
Konzept besteht darin, daß ein integrier–
tes Leistungsmodell, das die Triebkräfte
für die strategische Umsetzung auf ver–
schiedenen Organisationsstufen defi–
niert, als zentraler Organisationsrahmen
für die individuelle Zielvereinbarung auf
allen Ebenen verwendet wird.
Zuordnung CM-Themen-Tableau
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23
G
F
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