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07/08_2014
wirtschaft + weiterbildung
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Kurz und Knapp
Der Berufsverband für Trainer, Berater und
Coaches (BDVT) feiert dieses Jahr sein
50-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass
veranstaltete der Verband am 27. Mai
in Köln eine Geburtstagsgala, in der die
Teilnehmer auf fünf Jahrzehnte Vereins­
geschichte zurückblickten. Am folgenden
Tag kamen die BDVT-Trainer, -Berater und
-Coachs erneut zusammen. Im Kölner
Hotel City Plaza trafen sie sich zur diesjäh­
rigen Mitgliederversammlung. Dort stand
die Zukunft des Vereins im Fokus: Auf der
Tagesordnung stand die Wahl eines neuen
Verbandspräsidiums. Die versammelten
Mitglieder wählten dabei mit großer Mehr­
heit den bisherigen Verbands-Vize Stephan
Gingter, geschäftsführender Gesellschafter
der Tatkraft GmbH in Jüchen, zum neuen
Verbandspräsidenten. Gingter löst Claus
von Kutzschenbach an der Spitze des Ver­
bands ab, der seit 2010 Präsident des BDVT
gewesen war.
Als Vizepräsidenten der verschiedenen
Ressorts wählten die Mitglieder Peter Krö­
tenheerdt (Ressort „Inhaltliche Positionie­
rung und Akademie“) und Jutta Timmer­
manns (Ressort „Internationaler Deutscher
Trainings-Preis und Verbands CI“) wieder.
Neu als Vizepräsidenten dazugekommen
sind Dr. Sabine Preusse (Vizepräsidentin
Ressort „Globales, Fördermittel und Mit­
gliedergewinnung und -bindung“), Bruno
Neues BDVT-Präsidium bei
50. Verbandsgeburtstag gewählt
VERBÄNDE III
Neuausrichtung.
Die Lünendonk-
Liste, die jährlich die führen-
den Managementberatungen in
Deutschland rankt, berücksichtigt
künftig nur noch Unternehmen
mit Gründungshistorie und Kapi-
talmehrheit in Deutschland. Ein
Ranking ausschließlich nach Bera-
tungsumsätzen in Deutschland
lasse sich bei der internationa-
len Anbieterkategorie nicht mehr
sinnvoll und ausreichend detail-
liert abbilden, so die Begründung
des Marktforschers- und beraters.
Zufriedenheitsindex.
Eine kos­
ten­lo­se Analyse der Arbeitszufrie-
denheit im Betrieb verspricht der
neue „Global Happiness at Work
Index“ des I-Opener Institute for
People and Performance. Interes-
senten können unter
nen
Fragebogen anfordern.
Erfahrungsbericht.
Im vergange-
nen Jahr hat die Volkshochschule
(VHS) ein groß angelegtes Expe-
riment gestartet: Dozenten ver-
schiedener VHS-Standorte entwi-
ckelten und begleiteten den „VHS-
MOOC“, 700 Lerner nahmen am
Weblernen teil. Der Erfahrungsbe-
richt zum Projekt ist nun kostenlos
Auch das noch.
Professor André
Spicer von der Cass Business
School der City University Lon-
don hat eine Abhandlung zum
Thema „Bullshit“ vorgelegt. Im
Artikel „Shooting the shit: The
role of bullshit in organisations“
behauptet Spicer, dass die zuneh-
mende Beschäftigung mit „Bull­
shit“ dazu führe, dass Unterneh-
men ihre Kernaufgaben vernach-
lässigten und ihre Mitarbeiter
verstimmten. Einen Beleg dafür
sieht Spicer in der Unternehmens-
strategie vieler Firmen.
Weitere Bildungsgutscheine für lebenslanges Lernen
WEITERBILDUNG
Personalentwicklung ist nicht
mehr nur Sache von HR.
Zunehmend sind die Arbeitneh­
mer gefordert, sich eigenstän­
dig lebenslang weiterzubilden.
Um dafür einen Anreiz zu set­
zen, will die Bundesregierung
ab dem 1. Juli und bis Ende
2017 insgesamt 280.000 Bil­
dungsgutscheine zur Verfügung
stellen. Das teilte das Bundes­
bildungsministerium mit. Das
Programm läuft seit 2008; mehr
als 250.000 Gutscheine wurden
seither ausgegeben. Wer einen
Bildungsgutschein beantragen
möchte, muss derzeit erwerbs­
tätig, über 25 Jahre alt sein und
darf über ein maximales Brut­
toeinkommen von 20.000 Euro
bei Singles und 40.000 Euro bei
Paaren verfügen. Übernommen
Schmalen (Vizepräsident Ressort „Fach-
und Berufsgruppen“) und Bernd Braun
(Vizepräsident Ressort „Social Media und
neue Lernformen“).
Das neue Präsidium kündigte an, an die
gute Arbeit der Vergangenheit anknüpfen
und den Verband weiter für die Zukunft
ausrichten zu wollen. Der neue Verbands­
präsident Gingter werde dabei besonderen
Wert auf die Qualität in Weiterbildung und
Qualifizierung legen. Das neue Präsidium
werde die inhaltliche Arbeit mit prak­
tischem Nutzen für Trainer, Berater und
Coachs in den Fokus nehmen. Als erste
Maßnahme dazu kündigte der BDVT an,
die Studie „BDVT – Jetzt und in Zukunft“
durchführen zu wollen, die den Bedarf der
Mitglieder erheben soll.
BDVT-Präsidium.
Bernd Braun, Bruno Schmalen, Dr.
Sabine Preusse, Stephan Gingter, Jutta Timmermanns
und Peter Krötenheerdt (von links nach rechts)
wird maximal die Hälfte der
anfallenden Weiterbildungs-
und Prüfungsgebühren. Der
Gesamtbetrag der angestrebten
Weiterbildungsmaßnahme darf
1.000 Euro nicht überschrei­
ten. Insgesamt stehen für das
aus Mitteln des Europäischen
Sozialfonds mitfinanzierte Pro­
gramm 85 Millionen Euro zur
Verfügung.