Seite 8 - wirtschaft_und_weiterbildung_2013_09

Basic HTML-Version

8
wirtschaft + weiterbildung
09_2013
BPM-Kongress
Branchentreffen in Berlin
Zum dritten Mal haben sich Per-
sonalmanager aller Branchen
beim Kongress des Bundes-
verbands der Personalmanager
aktuell
Top-Manager-Coaching
Foto: Christine Bärlocher
Foto: www.baumannstephan.com
Nach dem Selbstmord des
Swisscom-CEOs Carsten Schlo-
ter stellt sich die Frage, wie
Unternehmen ihren oberen
Führungskräften in schwierigen
Situationen beistehen können.
Executive Coach David D. Kas-
par erklärt, was Top-Manager-
Coaching leisten kann.
Was muss sich beim Coaching
von Top-Managern ändern?
Die Verantwortung auf oberster
Führungsebene wird immer
größer, und die Leute an der
Spitze immer einsamer. Der
Coach ist als Sparringspartner
dazu da, diese Einsamkeit zu
besprechen. Häufig erleben
Führungskräfte Coaching aber
immer noch als Stigmatisie-
rung, nicht als Befreiung. Denn
es gibt normalerweise zwei
„Knallharte Hunde, die nicht
schlafen können“
Der Deutsche Verband für Coaching und
Training (DVCT) zeichnet 2013 wieder neue
Ansätze und innovative Konzepte im Coa-
ching und Training aus. Anfang August hat
der Verband die Finalisten des diesjährigen
Wettbewerbs ausgewählt. Dabei konnten sich
drei Bewerber durchsetzen: Dr. Monika Hein
aus Hamburg mit ihrem Konzept „Lautstark
kann auch leise sein – mit professionellem
Sprechen den persönlichen Ausdruck stärken“,
„Die Double-T-Methode – Entscheidungen
angehen“ von Dr. Elmar Willnauer aus Frank-
furt sowie die Firma Coachingspiele S.L. aus
Barcelona mit ihrem Ansatz „Biopolis – ein
Coachingtool für den professionellen Einsatz
in Coaching- und Trainingsprozessen“. Der
Gewinner wird am 17. September parallel zur
Messe Zukunft Personal in Köln gekürt.
DVCT kürt Finalisten für
Coach und Trainer Award
Wettbewerbe
Gründe für ein Coaching: Eine
Führungskraft performt nicht
gut – oder sie hat eine neue
Führungsfunktion und lässt
sich für den Übergang coachen.
In Amerika ist diese Entwick-
lung schon viel weiter vorange-
schritten: Die obere Führungs­
ebene lässt sich nun nicht mehr
nur bei Performance-Schwierig-
keiten beraten, sondern bildet
mit dem Coach eine Reflexions-
partnerschaft.
Welchen Einfluss hat HR über-
haupt auf die oberen Führungs-
kräfte?
HR hat ein komplett unter-
schiedliches Standing in den
verschiedenen Firmen. Bei
manchen arbeiten die Füh-
rungskräfte mit HR zusammen.
Die meisten aber sagen: „Ich
(BPM) vom 27. bis 28. Juni in
Berlin getroffen. Rund 1.500
Personalmanager folgten der
Einladung des Verbands. Das
Motto des Kongresses war in
diesem Jahr „Motivation“, doch
in den rund 100 Forenveran-
taltungen wurden quasi alle
hemen eines professionellen
ersonalmanagements behan-
elt.
ereits am Vorabend des Kon-
resses hatte die BPM-Mitglie-
derversammlung den Verbands-
Präsidenten Joachim Sauer in
seinem Amt bestätigt.
Plenum.
Der BPM-Kongress
lockte 1.500 Personaler an.
will keinen HRler als Coach,
denn die verstehen das Leben
nicht“ – das ist ein O-Ton. Hier
kann ein externer Coach helfen:
Das ist ein Außenstehender, der
nichts mit HR zu tun hat.
An diesem Punkt kommen die
Manager zu Ihnen. Was bespre-
chen sie mit Ihnen?
In den oberen Führungsebe-
nen ist das Hauptthema „Sou-
veränität“. Die Top-Manager
müssen häufig wichtige Ent-
scheidungen treffen, sie stehen
dadurch enorm unter Druck
und dürfen es nicht zugeben.
Viele CEOs mimen nach außen
den knallharten Hund, können
aber nicht schlafen. Hier ist ein
Coaching gut: Man kann über
die Dinge reden, wie sie wirk-
lich sind.
Coaching.
David D. Kaspar
unterstützt Top-Manager.