werden aus 18 Stunden rasch 48 Stunden
Zeitaufwand, und genauso schnell rela-
tiviert sich ein möglicherweise hoch er-
scheinendes Stundenhonorar. Kein Wun-
der also, dass gut ausgebildete Menschen
nur gelegentlich als Coach arbeiten und
es vorziehen, als Unternehmensberater,
Personalberater oder Trainer ihr Geld zu
verdienen.
Werden Coachs bald an der
PE vorbei eingekauft?
Die Honorare werden hier leichter erwirt-
schaftet, und die unbezahlten „Leer- und
Rüstzeiten“ rund um ein Projekt sind sig-
nifikant geringer (oder werden entspre-
chend vergütet). Kein Wunder auch, dass
manche Coachs zu aggressivem Cross-
Selling neigen und die Coaching-Sitzung
dazu nutzen, noch schnell einen Persön-
lichkeitstest oder ein Seminarwochen-
ende zu verkaufen.
Je weniger gute Coachs zur Verfügung
stehen, desto unzufriedener werden die
Führungskräfte werden. Schon heute
ist es so, dass Bereichsleiter oder Ge-
schäftsführer sich von Kollegen oder
Geschäftsfreunden gute Coachs emp-
fehlen lassen, die sie dann an der Per-
sonalabteilung vorbei einkaufen. Im
schlimmsten Fall entsteht ein „Zweit-
markt“ in einer Organisation. Die Exe-
cutives agieren dann konsequent an den
fachlich Verantwortlichen der Organisa-
tion und der Einkaufsabteilung vorbei.
Dies ist ein Pfad, der eigentlich weder
im Interesse der Coachs noch der PE-
Verantwortlichen noch im Interesse des
Einkaufs sein kann. Denn nur gemein-
sam und partnerschaftlich kann man im
Sinne der Organisation und der Klienten
handeln.
Die Einkäufer in den Unternehmen ken-
nen alle Umfragen, in denen die durch-
schnittlichen Stundensätze von Coachs
veröffentlicht wurden. Aber kennen sie
auch die zeitintensiven Besonderheiten,
die mit der Dienstleistung „Executive
Coaching“ verbunden sind? Weiß er um
die vielen Prozessschritte, die erforderlich
sind, um Qualität zu bieten? Die hier ver-
öffentlichte Tabelle soll ein erster Schritt
dazu sein, den Wert der Dienstleistung
„Coaching“ nachvollziehbarer zu ma-
chen.
Es soll ein Bewusstsein für eine faire Ver-
gütung geschaffen werden. Ziel muss es
sein, wegzukommen von einer Vergütung
auf Stundenbasis. Auch hier kann Groß-
britannien als Vorbild dienen. Abgerech-
net werden dort in der Regel Coaching-
Programme in Form einer Pauschale. Ein
Top-Manager, der sechs Mal drei Stunden
bucht, zahlt dafür einen Full-Service-Pau-
schalpreis, dessen Höhe sich nach dem
Grundsatz richtet, dass ein Coach die
Chance haben sollte, aufs Jahr gerechnet
genauso viel zu verdienen wie ein Un-
ternehmensberater, der ebenfalls diesen
Top-Manager berät.
Sabine Dembkowski
Professio Akademie
Professio GmbH
Am Bocksberg 80
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Tel. 0981 46 63 690
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Professio steht für Professio-
nalisierung im Bereich Human
Ressourcen.
Wir wollen Menschen in ihrer
Arbeit mit anderen Personen
und/oder Organisationen un-
terstützen, ihre eigene Profes-
sionalität als Berater, Trainer
oder Manager zu entwickeln
und zu festigen. Wir bieten
Jahreskurse mit 3-5 Modulen
á 3 Tage, die zu mehrjährigen
Professionalisierungswegen
kombinierbar sind sowie Ein-
zel- und Kompaktseminare (3-4
Tage) zu diesen Themen an:
• Methoden und Praxiskom-
petenz
• Systemische Beratung
• Coaching
• Change Management
• Syst. Trainerqualifizierung
• HR-Management
• Konfliktmanagement
• Persönlichkeitsentwicklung
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stehen für eine kompetente,
undogmatische Qualifizierung.
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TA für Coaching, Change,
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Termin: ab 10.11.2011
(5 Module á 3 Tage)
im Raum Stuttgart