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INTERIMSMANAGEMENT
2009 wieder zurückging – auf 30 Pro-
zent aller Projekte. Am zweithäufigsten
beauftragten Unternehmen Interims-
manager, um einen zusätzlichen Bedarf
abzudecken. Auf den weiteren Rängen
folgten die Übernahme von Projekten so-
wie die Überbrückung von Vakanzen.
Im Jahr 2010 waren vornehmlich ex-
terne Experten mit Vertriebs-Know-how
gefragt, gefolgt von Controllern sowie
Experten aus dem Finanz- und Rech-
nungswesen. Personalexperten standen
an vierter Stelle mit knapp zehn Prozent
aller Projekteinsätze.
Tagessätze werden wieder steigen
Zu ganz ähnlichen Ergebnissen kommt
die Studie „Interim Management Markt
in Deutschland 2010“ der Dachgesell-
schaft Deutsches Interim Management
(DDIM): Die Auswertung von 283 Fra-
gebögen aus den Monaten September
und Oktober zeigt, dass Interimsmana-
ger optimistisch in die Zukunft blicken.
Schon 2010 stellten 35 Prozent eine Ver-
Unternehmen setzen auf Externe
TREND. Die Stimmung auf dem Interimsmarkt ist gut. Studien bestätigen: 2010
ging es wieder stark bergauf, weitere Verbesserungen werden für 2011 erwartet.
D
ie Finanz- und Wirtschaftskri-
se 2009 ist auf dem Interims-
markt längst vergessen. So wie
im Jahr 2010 von Quartal zu
Quartal die Zahl der Anfragen nach Inte-
rimsmanagern zunahm, verbesserte sich
auch die Stimmung der Experten. Das
zeigt die aktuelle Studie „Interim Ma-
nagement in Deutschland – Entwicklung
2010/Prognose 2011“ der Ludwig Heuse
GmbH (siehe Grafik). Laut Studie ist die
Zahl der Anfragen um fast fünf Prozent
im Vergleich zu 2009 angestiegen, die
Auslastung nahm um drei Prozent zu.
Beide bewegten sich jedoch noch deut-
lich unter den Zahlen von 2008 – den
Spitzenwerten im Achtjahresvergleich.
Vertriebler und Controller gefragt
Die Befragung von 763 Interimsmana-
gern bestätigt auch, dass die Anzahl
an Krisen-, Sanierungs- und Restruktu-
rierungsprojekten seit dem Krisenjahr
besserung und 41 Prozent eine Konstanz
bei ihren Einsätzen fest. Für das laufen-
de Jahr erwarten 58 Prozent eine Verbes-
serung und 36 Prozent gleichbleibende
Einsatzmöglichkeiten.
Die Liste der Anlässe für den Interims-
einsatz wird auch laut dieser Studie
durch Prozessoptimierungen und Re-
strukturierungen in den Unternehmen
angeführt. Allerdings sieht auch die
DDIM-Studie eine steigende Tendenz
zu Interimseinsätzen mit den Zielen Er-
tragssteigerung, Sanierung und Mergers
& Acquisitions. Mehr als drei Viertel der
Umfrageteilnehmer erwarten mittler-
weile, dass eine steigende Auslastung
zu weiterem Wachstum führt.
Einweiteres Ergebnis der DDIM-Studie
ist, dass im Jahr 2009 die Tagessätze der
Interimsmanager gesunken waren. Seit-
dem ist aber ein tendenzieller Anstieg
der Tagessätze erkennbar. Auch diese
Studienergebnisse decken sich mit den
Erkenntnissen der Ludwig Heuse-Studie:
Diese ermittelte für 2009 sinkende Ta-
Von
Daniela Furkel
(Red.)
Die Stimmung steigt
Von Quartal zu Quartal nahmen 2010 die Anfragen an Interimsmanager
zu und diese Tatsache spiegelte sich direkt in der Stimmung der Exper-
I. Quartal 2010
II. Quartal 2010
513
698
III. Quartal 2010
IV. Quartal 2010
864
925
Anzahl der Anfragen
151
179
251
324
Marktlage „sehr gut/gut“
ten wider: Im Jahresverlauf schätzten immer mehr Marktteilnehmer die
Marktlage als gut oder sehr gut ein.
Quel le: Ludwig Heuse GmbH, 2011
296
228
183
140
Marktlage „unbefriedigend/schlecht“