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HR 2020
personalmagazin 10 / 09
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Pragmatische Antworten gesucht
STIMMEN. Vier Projektteilnehmer erläutern, warum sie an der „Agenda Moderne
Personalpolitik“ mitarbeiten und was sie sich davon erhoffen.
oder Zeitmanagementdienstleistung.
Man denke nur an die Begleitung von
Organisationsentwicklungsprojekten
oder die Change-Management-Beratung.
Als eingefleischte Personalerin sehe ich
meine Aufgabe bei der Mitarbeit am Pro-
jekt ‚Agenda Moderne Personalpolitik’
darin, meine Personalkolleginnen und
-kollegen zu sensibilisieren, wichtige
HR-Themen bei den Entscheidungsgre-
mien in ihren Unternehmen erfolgreich
zu platzieren.
Die größte Herausforderung für unser
Unternehmen ist ganz einfach zu formu-
lieren: Richtige Mitarbeiter zur richtigen
Zeit am richtigen Ort zu haben. In Zeiten
der allgemein knapp werdenden Res-
source ‚Mensch‘ wird der ‚Kampf‘ und
die richtigen Mitarbeiter sich in Zukunft
verstärken. Gerade für mittelständische
Unternehmen im Bereich der „Hidden
Champions“ wird es darauf ankommen,
sich mit geschickten Employer-Branding-
Maßnahmen gegen die weltbekannten
Arbeitgebergrößen zu behaupten. Denn
auch wir haben sehr viel zu bieten.
Ich gehe davon aus, dass das Perso-
nalwesen im Jahr 2020 eine große Be-
deutung innerhalb der strategischen
Steuerung von Unternehmen erlangt
haben wird. Der Mensch wird zu einer
unserer wichtigsten Ressourcen werden.
Flexible Arbeitszeitsysteme, individuelle
Anreizmodelle, virtuelle Arbeitsplätze
sind nur einige Stichworte, die sicher ei-
ne entscheidende Rolle für erfolgreiche
Unternehmen spielen werden.“
ING-Diba: Das Personalwesen wird
kreativer, der Personaler sichtbarer
Auch Mathias Robke, Bereichsleiter Per-
sonal der ING-Diba AG, arbeitet an der
„Agenda Moderne Personalpolitik“ mit.
Seine Gründe: „Die ING-DiBa hat als
größte Direktbank Europas bereits in
der Vergangenheit nicht nur ihre Bran-
che mitgeprägt, sondern auch wichtige
arbeitskulturelle Impulse gegeben, etwa
in der Tarifpolitik oder bei der Beschäfti-
gung älterer Arbeitnehmer. Wir möchten
weiterhin die Zukunft der Arbeit mitge-
stalten und sehen in der ‚Agenda Moder-
ne Personalpolitik’ hierzu eine sehr gute
Möglichkeit.
Um in Zukunft die Qualität unserer
Leistungen sicherstellen zu können,
müssen wir nicht zuletzt zwei Dinge
permanent verbessern: Effiziente Pro-
zesse und hochwertigen Kundenservice.
Von
Melanie Rößler
(Red.)
Ü
ber 25 namhafte Unternehmen
haben sich in einem Netz-
werk zusammengeschlossen,
um gemeinsam an dem von
der Bertelsmann Stifung initiierten Zu-
kunftsprojekt „Agenda Moderne Perso-
nalpolitik“zuarbeiten.Vier teilnehmende
Personalleiterinnen und Personalleiter
berichten im Folgenden, warum sie sich
an dem Projekt beteiligen und worin sie
die künftigen Herausforderungen für ihr
Unternehmen sowie für das Personalwe-
sen im Allgemeinen sehen.
Sennheiser: Das Personalwesen wird
große strategische Bedeutung erlangen
Sabine Wittenbrink-Daut, Geschäftsbe-
reichsleiterin Personal und Soziales so-
wie President Global Human Resources
der Sennheiser Electronic GmbH & Co.
KG, ist einer der Netzwerker. Ihre Mo-
tivation, an der „Agenda Moderne Per-
sonalpolitik“ teilzunehmen, erläutert sie
folgendermaßen: „Der Arbeit der Perso-
naler in Betrieben wird leider auch noch
heute in Zeiten ‚modernen Personalma-
nagements’ nicht der Stellenwert und die
Beachtung geschenkt, die sie verdient
hat. Verkannt wird, dass die meisten
Personalbereiche schon längst mehr Auf-
gaben leisten, als die reine Abrechnungs-
„Wir möchten Impulse geben und die
Zukunft der Arbeit mitgestalten. “
Mathias Robke, ING-DiBa AG
„Ich will dazu ermutigen, wichtige HR-
Themen bei Entscheidern zu platzieren.“
Sabine Wittenbrink-Daut, Sennheiser Electronic GmbH & Co. KG