Seite 78 - Immobilienwirtschaft_2011_02

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02 I 2011
Mein Klassiker
„Die Lektüre hilft Vorständen und
Geschäftsführern, unfaires Verhalten
in der eigenen Firma zu identifizieren.
[…] Meinen Klassiker habe ich nach
wie vor im Büro stehen. Bisweilen
ordere ich ein neues Exemplar, das ich
gerne zum Anlass einer Beförderung
an Mitarbeiter verschenke.“
Der kleine Machiavelli
Fachbuch von Peter Noll und Hans Rudolf Bachmann
Pino Sergio ist Vorstands-
vorsitzender und Gründer der WGF –
Westfälischer Grundbesitz und
Finanzverwaltung AG in Düsseldorf,
einem Immobilieninvestment- und
-handelshaus, das immobilienbe-
sicherte Anleihen emittiert.
Ein Unternehmen wie die WGF AG zu
gründen und zu einem veritablen Immo-
bilienkonzern auszubauen, ist sicher keine
alltägliche Aufgabe. Newcomer begegnen
vielen Skeptikern, gerade in der Anfangs-
zeit. Und setzt der Erfolg ein, steigt dieser
manchemManager zu Kopf – es beginnen
die Machtspielchen im eigenen Unterneh-
men – und die wollte ich in meiner Firma
unbedingt vermeiden. Auf der Suche nach
hilfreicher Literatur stieß ich dabei auf das
Buch „Der kleine Machiavelli“ von Peter
Noll und Hans Bachmann. Die Autoren
haben das Buch „Il principe“ von Niccolò
Machiavelli, aus dem Jahr 1513, in die
heutige Zeit transferiert. Satirisch werden
scheinbar ewig gültige Mechanismen des
Machtspiels imManagement beschrieben.
ImMittelpunkt des Buchs steht dermoder-
ne Aufsteiger, dem jedes Mittel recht ist,
wenn es der eigenen Karriere dienlich ist.
Ständig gilt es, den eigenen Marktwert zu
steigern – auch mit un-
fairen Mitteln – zu för-
dern, weniger den des
Unternehmens.
Am
Ende kommen solche
Mitarbeiter vor lauter
Ränkeschmieden nicht
zum Arbeiten und
schaden jeder team-
orientierten Unterneh-
menskultur. Die Lektüre hilft Vorständen
und Geschäftsführern, unfaires Verhalten
in der eigenen Firma zu identifizieren.
Dadurch wird es leichter, Karriereegoisten
zu identifizieren und unangebrachtes Po-
wer Play rechtzeitig abzustellen.
Peter Noll, Hans Rudolf Bachmann, Piper-Ver-
lag, 2008, ISBN-10: 349224937X
Praxis des Wohnungseigentums
Das Traditionshandbuch
enthält alles Wichtige
zum Wohnungseigen-
tumsrecht von Be-
gründung, Erwerb und
Veräußerung von Woh-
nungseigentum
über
Vermietung, Verwaltung,
Versicherung, Steuerrecht bis zu Gerichtsver-
fahren, Dauerwohnrecht, Dauernutzungsrecht.
Die Auswirkungen der letzten WEG-Novelle
sowie zahlreiche wichtige Entscheidungen
hierzu und ihre Konsequenzen sind übersicht-
lich und verständlich aufbereitet.
Prof. J. Bärmann, Dr. H. Seuß, Verlag C. H.
Beck, 5. Aufl. 2010, 1184 S., ISBN 978-3-416-
48347-9, 119 Euro
Retail City Scout 2010
Kompendium der wich-
tigsten Einkaufsstraßen
Deutschlands: Es wer-
den über 300 Shopping-
Meilen in mehr als 160
Städten mit Straßenver-
lauf dargestellt und alle
Mieter unter Angabe
der Branche und Adresse benannt. Mit den
Passantenfrequenzen verfügt das Werk zu-
dem über einen aussagekräftigen Indikator
für den erzielbaren Handelsumsatz.
Jones Lang LaSalle, 2010, 452 S.+CD, 99 Euro
Investitionspflicht und
Investitionshemmnisse
Die Schriftenreihe des
Evangelischen
Sied-
lungswerks behandelt
das Mietrecht zwischen
den Interessen des Ver-
mieters und des Mie-
ters: Der Gesetzgeber
verpflichtet den Immo-
bilieneigentümer zu Investitionen und plant
– zur Unterstützung der Investitionsmaß-
nahmen – die Novellierung des Mietrechts.
ESWiD (Hrsg.), Verlag C. H. Beck, Band 88
2010, 164 S., ISBN 978-3-406-61010-3, 45 Euro
Foto: WGFAG
VOB-Kommentar
Das Werk erläutert kompakt und praxisnah die reformierte VOB A und
B. Auf Grundlage höchstrichterlicher Rechtsprechung führt es zur Pro-
blemlösung. Durch umfangreiche Einbeziehung der VOB/A eignet
sich der Kommentar für das Bauen mit öffentlichen Mitteln und gibt
ausführliche Erläuterungen zu den Besonderheiten des Bauprozesses.
M. Grünhagen (Hrsg.), Werner Verlag/Wolters Kluwer, 4. Aufl. 2010, 1584 S.,
ISBN 978-3-8041-1624-5, 119 Euro