DerWohnungsneubau ist inDeutschland
über viele Jahre hinweg geschrumpf.
Dem Wiedervereinigungsboom und der
Stimulierung durch die Einführung der
Eigenheimzulage folgte ein Einbruch
bei den Wohnungsbauaktivitäten. Wur-
den 1997 noch rund eine halbe Million
Wohnungen neu errichtet, waren es 2010
nur noch 140.100 neu gebaute Woh-
nungen. Dies geht aus dem aktuellen
Special-Report zum Wohnimmobilien-
markt Deutschland von CB Richard El-
lis hervor. Auch das ifo-Institut sieht für
Deutschland weiterhin keine echte Bele-
bung. Dies liege daran, dass auch 2012
die Fertigstellungszahlen für Deutsch-
land 200.000 Wohnungen weiterhin
merklich unterschreiten werden. Einer
der Hauptgründe liegt laut CB Richard
Ellis in den hohen Bodenpreisen und
den im europäischen Vergleich hohen
Herstellungskosten. Infolge der Finanz-
marktkrise hat auch der Wohnungsbau
in Dänemark deutlich gelitten. Noch
dramatischer zeigt sich die Situation vor
allem in Irland und Spanien, wo die Neu-
bauintensitäten gegenüber den Boom-
jahren regelrecht eingebrochen sind.
Bei der Zahl der neu errichteten Wohnungen liegt
Deutschland weiterhin europaweit auf den hinteren
Plätzen. Zwar scheint die Talsohle inzwischen
durchschritten, aber auch 2011 wird das Land mit
prognostizierten 2,0 fertiggestellten Wohnungen
pro 1.000 Einwohner um zwei Drittel hinter dem
Spitzenreiter Schweiz zurückbleiben.
PORTUGAL
2,9
Fertiggestellte Wohnungen
je 1.000 Einwohner
SPANIEN 2,1
FRANKREICH
5,1
BELGIEN
4,0
NIEDERLANDE
3,9
SCHWEIZ
5,6
DE
2,0
ÖSTERREICH
5,0
ITALIEN
2,6
N
ORWEGEN
3,7
DK
1,8
GBR 2,0
IRL 1,7
2011 Prognose
08 Szene
Karte des Monats
Wohnungsneubau in Europa
11 | 2011 www.immobilienwirtschaft.de