Seite 37 - Immobilienwirtschaft_11_2011

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www.immobilienwirtschaft.de 11 | 2011
Das Tema ist gesetzt. Es kann sich nun
lohnen, über die Folgen zu refektieren
… Bei einem Cappuccino? Wir plädieren
für einen doppelten Whiskey.
(Mariella Righini, Cappuccino)
Wijnand Donkers (Dt. Annington)
und Ivanhoe
Ivanhoe ist hilfsbereit, auf neudeutsch
heißt das „serviceorientiert“. So könnte
man die Marke der Deutschen Anning-
ton beschreiben, die gegenüber einigen
anderen großen Wohnungsunterneh-
men etwa damit punktet, dass sie massiv
in die neue Organisation des Unterneh-
mens investiert. Wie Ivanhoe sammelt
Donkers eine schlagkräfige Truppe um
sich. Sie heißt „Außendienstorganisa-
tion“, und die Feinde zittern vor Angst.
Kernpunkt dieser neuen Organisation ist
|
J
Prof. Karl-Werner Schulte (IREBS)
und Nat Bumppo
Er ist besser bekannt unter dem Namen
„Lederstrumpf “. Er war in der Literatur
ein Vorreiter, kam als einer der Allerers-
ten, zu einer Zeit, in der in den Weiten
der Prärie nur Bären und Indianer zu
Hause waren. Er besiedelte, befriedete,
zivilisierte. Der ehemalige wissenschaf-
liche Leiter der IREBS Regensburg Karl-
Werner Schulte HonRICS gründete 1990
die Immobilienakademie der European
Business School. Damals war er Pionier.
Deutsch-Real Estatien war völlig un-
besiedelt. Intransparenzen trieben dort
ihr Unwesen. Und Vorurteile. So mein-
te man, ein Haus sei ein ganz normales
Wirtschafsgut, wenn auch größer als die
anderen ... Transparenz in Deutsch-Real
Estatien musste er erst schafen. Für sei-
ne Rolle als Pionier hat sie in diesem Jahr
den legitimen Lederstrumpf-Nachfolger
Karl-Werner Schulte mit dem Pioneer
Award, American Real Estate Society
(ARES) ausgezeichnet.
(James Fenimore Cooper, Lederstrumpf)
Dr. Andreas Mattner (ZIA)
und Messere Voland
Im Roman entlarvt die Gegenwart des
Oberdämons Voland die Absurdität der
Wirklichkeit. Er kämpf an gegen die
Unzulänglichkeit eines politischen Sys-
tems. Auch in unserer Wiklichkeit gibt
es absurde Regelungen, gegen die es zu
kämpfen lohnt, etwa die von Solvency II.
Messere Voland ist, obwohl Teufel, eine
der sympathischen Gestalten in diesem
Buch. Aus Europa droht mit diversen
Regelwerken die Überregulierung in ei-
nigen Bereichen. Andreas Mattner ist ein
Kämpfer für Belange der Immobilien-
wirtschaf, beseelt von dem Gedanken,
ihr größeren Einfuss zu verschafen.
Doch die zu bohrenden Bretter sind
dick. Lösungen sind eher zu schafen
mit einem gewissen Humor, hat doch die
Wirklichkeit, so wie Bulgakovs Roman,
bisweilen satirische Züge. Aber Mattner
hat auch Humor, Gott sei Dank!
(Michail
Bulgakow, Der Meister und Margarita)
Thomas Zinnöcker (GSW)
und Eddie Felson
Der ehemalige Poolbillard-Profspieler
aus der „Farbe des Geldes“ gewinnt ganz
viel davon, verliert später wieder, bevor
er wieder gewinnt. Uns erinnert das an
einen ersten misslungenen Börsengang
und an einen zweiten gelungenen. To-
mas Zinnöcker ist kein Spieler. Auch Ed-
die hat sein Queue an den Nagel gehängt
und einen eher seriösen Job angenom-
men. Trotzdem träumt er immer weiter
vom Billard. Das mache beharrlich. Ein
Attribut, das der GSW-Vorstandsvorsit-
zende zur Genüge mitbringen musste in
den letzten Jahren. Eddie und Tomas
Zinnöcker sind starke Charaktere. Bei
Eddie zeigt sich das darin, dass er sich
nicht von seinem Kumpel Vincent ver-
einnahmen lässt. Zinnöcker
Die Preisträger (v.l.n.r.):
Rolf Elgeti, Vorstandsspre-
cher TAG; Alain Caparros,
Vorstandsvorsitzender
Rewe Group (hier: Martin
Obermann); Matthias
Böning, Vorstandssprecher
mfi; Ingrid Matthäus-Maier,
Deutscher Verband für
Wohnungswesen, Städtebau
und Raumordnung; Professor
Dr. Karl-Werner-Schulte,
ehemaliger Leiter IREBS;
Dr. Andreas Mattner,
Präsident ZIA; Wijnand
Donkers, Vorsitzender der
GF Dt. Annington; Thomas
Zinnöcker Vorstandsvor-
sitzender GSW.
Franken ist nicht nur ein Cappuccino-
Macher, sondern auch ein Beobachter
des Marktes. Als solcher hat er den Be-
grif des Cappuccino-Markts der Immo-
bilienszene geprägt. Die Core-Immobi-
lien seien der Milchschaum, der viel zu
schnell nur noch eine süße Ahnung hin-
terlasse. Ein ausreichendes Marktvolu-
men könne aber nur dann erreicht wer-
den, wenn mehr als die oberste Schicht
des Markts betrachtet werde. Er hat recht
gehabt mit seiner Cappuccino-Metapher.
ein Mietercenter mit einer bundesweit
einheitlichen Telefonnummer für alle
Anfragen. Natürlich tut der Vorsitzende
der Geschäfsführung das, was er tut,
nicht aus reinem Mitleid. Ivanhoe will
die Sachsen in die Freiheit führen, Don-
kers die Deutsche Annington an die Bör-
se. Beobachter sehen sie dabei auf einem
guten Weg. Das gute Aussehen stand bei
Ivanhoe im Hintergrund. Heute bedin-
gen sich beide Eigenschafen of.
(Sir Walter
Scott, Ivanhoe)
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