Seite 24 - Immobilienwirtschaft_11_2011

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Titelthema
11 | 2011 www.immobilienwirtschaft.de
Entwicklung der Gehälter der letzten fünf Jahre
% Verände-
rung zum
Vorjahr
Zuwachs
kumuliert
Beispiel einer
Führungskraft
mit 72.000 €
im Jahr 2006
Führungskräfte
2006
100,0% 100,0% 72.000 €
2007
107,7% 107,7% 77.544 €
2008
106,7% 114,4% 82.739 €
2009
99,6% 114,0% 82.408 €
2010
107,2% 121,2% 88.342 €
2011
103,20% 124,4% 91.169 €
% Verände-
rung zum
Vorjahr
Zuwachs
kumuliert
Beispiel einer
Fachkraft mit
32.000 € im
Jahr 2006
Fachkräfte
2006
100,0% 100,0% 32.000 €
2007
104,3% 104,3% 33.376 €
2008
102,5% 106,8% 34.210 €
2009
101,4% 108,2% 34.689 €
2010
106,3% 114,5% 36.875 €
2011
103,90% 118,4% 38.313 €
Der verhältnismäßig hoch anmutende Zuwachs bei den Führungs-
kräften im Vergleich zu den anderen Gruppen relativiert sich, wenn
man die Gehaltsentwicklung der Führungskräfte infolge der Wirt-
schaftskrise 2009 ansieht. Von 2009 auf 2010 sind die Total-Cash-
Gehälter der Führungskräfte um acht Prozent eingebrochen
Quelle: www.personalmarkt.de
Ergebnisse ausgewählter Funktionen
*
:
Am besten verdienen Niederlassungsleiter
Funktion
Q1
Median Mittelwert
Q3
Mit Personalverantwortung
Niederlassungsleiter
83.650 €
129.094 €
150.318 €
164.914 €
IT-Leitung
88.938 €
97.588 €
101.783 €
121.552 €
Personalleitung
85.451 €
95.004 €
98.200 €
108.000 €
Ohne Personalverantwortung
Standortentwicklung
47.997 €
63.850 €
64.438 €
76.116 €
technisches
Facility Management
47.583 €
48.590 €
50.169 €
52.072 €
Architekt
43.506 €
45.443 €
48.587 €
52.928 €
*
Angegeben ist das Jahresbruttogehalt, das sich aus Grundgehalt, variablen Bezügen, sonstigen Leistungen und Anteil an der
betrieblichen Alstervorsorge (sofern vorhanden) zusammensetzt / Quelle: www.personalmarkt.de
Quelle: www.personalmarkt.de
1) Als Quartile bezeichnet man diejenigen Werte, die die mittle-
ren 50% der Werte abstecken, d.h. im Q1 liegen jeweils 25 % der
Werte darunter und 75% drüber. Im Q3 ist es umgekehrt. Ein Bei-
spiel: Liegt das Jahresgehalt im oberen Quartil, dann verdienen 75
% der Stichprobenteilnehmer weniger als der angegebene Wert
und 25 % erhalten ein höheres Entgelt. Liegt das Gehalt im un-
teren Quartil, verdienen 25 % der Teilnehmer weniger und 75%
liegen oberhalb des statistischen Werts.
2) Der Mittelwert entspricht dem arithmetischen Mittel. Es han-
delt sich dabei um die Summe der Merkmalswerte, geteilt durch
die Anzahl der Merkmalswerte. Beim arithmetischen Mittel ist zu
beachten, dass es stark von Ausreißern, also sehr großen und sehr
kleinen Werten beeinflusst sein kann.
3) Der Median hat gegenüber dem Mittelwert den Vorteil, dass er
von Extremwerten am oberen und unteren Ende der Skala nicht
beeinflusst wird. Er teilt alle Werte in zwei gleiche Teile. Anders
ausgedrückt: 50 % der Werte liegen unterhalb dieses Wertes, 50
% der Werte darüber.
chen. Einzige Ausnahme ist Berlin. In der Landeshauptstadt
schneidet die Immobilienbranche besser ab als die Gesamt-
wirtschaf.
Schwächeres Wachstum erwartet
Nach der schweren Rezession in den Jahren 2008 und 2009 hat
sich die deutsche Wirtschaf zusammen mit der Weltwirtschaf
erfreulich rasch wieder erholt. Der Ende 2009 einsetzende
Aufschwung hat im Jahr 2010 zu einem wirtschaflichen Boom
geführt, der sich bis ins erste Quartal 2011 fortgesetzt hat. Die
anziehende Konjunktur hat nicht zuletzt der Immobilienwirt-
schaf wichtige Impulse gegeben.
Hatte die Wirtschaf nach der Finanz- und Wirtschafskrise
mit einem unerwartet starken Aufschwung zur alten Stärke zu-
rückgefunden, so mehren sich zurzeit wieder die Zeichen, die
zur Vorsicht mahnen. Meldungen über staatliche Liquiditäts-
engpässe, das Ausweiten des Rettungsschirms, die Herabstu-
fung der Bonität der USA sowie aktuelle Konjunkturdaten sind
Auslöser einer neuen Unsicherheit. Im zweiten Halbjahr dieses
Jahres hat sich die Weltwirtschaf spürbar abgekühlt – und das
hat wiederum Auswirkungen auch auf die Binnenkonjunktur.
Auch 2012 geht es bergauf
Da die Löhne und Gehälter einzelner Branchen der Konjunktur
immer mit einer gewissen Verzögerung folgen, werden die Ver-
dienste der Beschäfigten in der Immobilienbranche aufgrund
des sehr guten Jahres 2011 wahrscheinlich auch 2012 zunächst
noch steigen – dann aber wohl stagnieren. Zu erwarten ist da-
her für die Immobilienwirtschaf eine Mischung von hohen
Gehaltszuwächsen im ersten Halbjahr 2012 und stagnierenden
Gehältern im zweiten Halbjahr.
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