der hohen Zufriedenheit mit
diesem Verfahren hatte die
ha.ge.we geplant, zusätz-
lich das so genannte BK01-
Betriebskosten
Manage-
ment (BKM) einzuführen,
das auch die Buchung der
ausgehenden
Zahlungen
umfassend automatisieren
lässt.
Um dieses zumindest in
der Zusammenarbeit mit
Energie- und Entsorgungs-
unternehmen
nochmals
zu erleichtern, begann die
Aareal Bank vor einigen
Jahren, als passgenaues
Gegenstück zum woh-
nungswirtschaftlichen BKM
das energiewirtschaftliche
Produkt BK01-immocon-
nect zu etablieren. Der
Hintergrund: Mit BK01 auf
beiden Seiten kommunizieren Woh-
nungsunternehmen und Entsorger
komplett automatisiert und fehler-
frei ohne jede weitere Abstimmung
und unabhängig von der Form der
Rechnungsstellung.
„Als wir hörten, dass Mark E die
Zusammenarbeit mittels BK01 immo-
connect anbietet, haben wir das Ein-
führungsprojekt für das Betriebskos-
ten Management mit der Aareal Bank
sofort angestoßen“, erinnert sich Rai-
ner Hobusch, kaufmännischer Leiter
der ha.ge.we. „Wie sich herausstellte,
war der einmalige Aufwand, den das
Projekt nur in der Startphase bean-
spruchte, sehr gering.“
Vereinfacht beschrieben ging es
darum, die aufgelisteten Wirt-
schaftseinheitsnummern mit den
internen Nummern von Mark E
anzureichern und dann wieder in
das ERP-System der ha.ge.we ein-
zuspielen. „Die detaillierte Prüfung
der Daten ‒ Wohneinheit, Straße,
Kontonummer ‒ hat uns auch schon
die meiste Arbeit gemacht. Danach
haben die Automatismen gegriffen“,
sagt Hobusch. Die ersten Aktivitäten
wurden im November 2010 ange-
stoßen. Der erste Lastschrifteinzug
an Abschlägen, der über das BK01
Betriebskosten Management und
über BK01 immoconnect ohne jeden
händischen Eingriff verarbeitet
wurde, erfolgte bereits Ende Januar
2011. Und wie lief der? „Wunder-
bar“, lächelt Hobusch, „und seitdem
Monat für Monat ohne einen einzi-
gen Fehler.“
ha.ge.we-Geschäftsführer
Harald
Kaerger bestätigt: „Unsere Spezia-
listen für die Betriebskosten haben
jetzt endlich die notwendige Zeit, um
unseren Mietern bei deren Fragen
zur Abrechnung in Ruhe Hilfestel-
lung geben zu können. Für uns hat
sich die Einführung sehr gelohnt.“
„Für Mark E“, erklärt Tobias Polte, bei
dem Energieversorger zuständig für
die Kundengruppe Wohnungswirt-
schaft, „passt BK01 immoconnect
perfekt ins Dienstleistungsportfolio.
Wir erhalten damit selbst schlan-
kere und effizientere Prozesse und
wir zeigen, dass wir neben unseren
zukunftsträchtigen
energiewirt-
schaftlichen Themen wie E-Mobility
oder Ökostrom auch systemisch
an nachhaltigen Lösungen interes-
siert sind. Wir treiben ein Thema wie
BK01 immoconnect voran, damit
unsere Kunden aus der Wohnungs-
wirtschaft sich besser auf ihr Kern-
geschäft fokussieren können.“
Über 80 Prozent der Wohnungs-
unternehmen planen nicht, die
Erfassung und Abrechnung ihrer
Betriebskosten auf externe Dienst-
leister zu übertragen. Ein Zehntel
zieht immerhin in Erwägung, die
Betriebskostenabrechnung inner-
halb der nächsten drei Jahre kom-
plett nach außen zu vergeben. Das ist
das Ergebnis einer von Deloitte bei
insgesamt 47 Wohnungsunterneh-
men in Deutschland durchgeführ-
ten Befragung. Beteiligt haben sich
Wohnungsunternehmen aller Grö-
ßenklassen und unterschiedlicher
Gesellschafterstrukturen. Da rund
80 Prozent der Wohnungsunterneh-
men die Betriebskostenabrechnung
als eine ihrer Kernkompetenzen
betrachten, ist die Komplettausla-
gerung dieses Bereiches so gut wie
inexistent. Bei der Abrechnung der
Heiz- und Warmwasserkosten neh-
men rund zwei Drittel der befragten
Unternehmen die Unterstützung von
externen Dienstleistern in Anspruch.
Dabei sind die meisten Wohnungs-
unternehmen zwar mit der Qualität
der externen Dienstleister zufrieden,
nicht aber mit dem Preis-Leistungs-
Verhältnis. Aus der Tatsache, dass in
den größeren Wohnungsunterneh-
men die Anzahl der jährlich erstell-
Betriebskosten-Outsourcing kein Thema
Die Wohnungswirtschaft
3/2012
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