Dass sich
denkmalgeschützte
Objekte zu attraktiven Wohn
standorten auf dem Stand
der Technik entwickeln lassen,
zeigt ein Beispiel aus Staßfurt
in Sachsen-Anhalt: Dort hat
die Wohnungs- und Baugesell-
schaft mbH eine Gebäudezeile
weitgehend mit regenerativer
Energieversorgung kernsaniert.
Das Gebäudeensemble „Am
Schäfereiberg“ prägt das Stadt-
bild von Staßfurt: An einer
wichtigen Einfallstraße hoch
über der Stadt gelegen, hinter-
lässt es mit seiner signifikanten
Jugendstilfassade einen nach-
haltigen Eindruck. Allein durch
die Kombination von Innen-
dämmung an der denkmalge-
schützten Fassade und hofsei-
tige Außendämmung konnte
keine nachhaltig positive Ent-
wicklung erreicht werden, so
dass auch die Gewinnung von
Erdwärme über 20 Bohrungen
mit 100 Meter Tiefe, Solarther-
mie auf dem Dach und Wär-
merückgewinnung aus dem
Lüf tungssystem kombinier t
wurden. Im Ergebnis unter-
schreiten alle Häuser mit einem
Jahresprimärenergiebedarf von
48,1 kWh/m
2
a die Anforde-
rungen für Neubauten nach
EnEV 2007 um 30 Prozent. Bei
gleichem Nutzerverhalten vor
und nach Sanierung führt das
zu einer Reduzierung der CO
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Emissionen von rund 450.000
Kilogramm pro Jahr. „Das ist
aktiver Klimaschutz und nach-
haltige Vermietbarkeit in sinn-
voller und verantwortungsbe-
wusster Kombination“, betonte
Christian Stolte von der Deut-
schen Energie-Agentur GmbH
(Dena). Mit der Verleihung des
Dena-Gütesiegels Ef fizienz-
haus erfuhr die Anstrengung
des Wohnungsunternehmens
neben der Vollvermietung nun
auch offizielle Anerkennung.
Die Verleihung nahm Sachsen-
Anhalts Bauminister Thomas
Webel zusammen mit dem
Oberbürgermeister René Zok
vor.
Wohnungs- und Baugesellschaft mbH Staßfurt
Dena-Gütesiegel für Jugendstil
ensemble mit regenerativer Energie
Das modernisierte Gebäudeensemble „Am Schäfereiberg“ in Staßfurt
Quelle: Wohnungs- und Baugesellschaft mbH Staßfurt
Mit „Contracting-4-Flex“
hat
die RWE Energiedienstleistun-
gen GmbH (RWE ED) ein neues
Angebot im Bereich des Ener-
giecontracting eingeführt, das
eine flexible Vertragsgestaltung
gemäß den individuellen Be-
dürfnissen des Kunden ermögli-
chen soll. Das Unternehmen bie-
tet hier an, Contractingverträge
bereits ab vier Jahren Laufzeit
abzuschließen und danach die
errichteten Anlagen zu überneh-
men. Weiterhin hat der Kunde
von vornherein die Wahlfreiheit
in Bezug auf die verwendeten
Brennstoffe, die eingesetzte
Technik, die Partner bei Pla-
nung und Installation sowie
den Energielieferanten. Weite-
re Informationen unter www.
rwe-energiedienstleistungen.de
RWE ED
Flexibles Anlagencontracting
ab vier Jahren Laufzeit
Die Wohnungsbau
Ludwigs-
burg GmbH (WBL) investiert in
den Neubau von ei-genen Miet-
wohnungen. Wie der Geschäfts-
führer der WBL Andreas Veit
mitteilt, entstehen im Wohn-
gebiet Sonnenberg Süd-Ost
insgesamt 43 neue Mietwoh-
nungen in vier Gebäuden. „24
Wohnungen sind für Familien
vorgesehen, die Anspruch auf
einen Wohnungsberechtigungs-
schein haben und das ohne Ver-
wendung von Haushaltsmitteln
der Stadt Ludwigsburg“, erläu-
tert Veit. Die Gebäude werden
von dem neuen Geothermiefeld
„Am Sonnenberg“ mit Wärme
versorgt. Geprüft werde derzeit
noch, ob die Warmwasserver-
sorgung über Solarthermie er-
folgt, so dass der heutige Neu-
baustandard hinsichtlich der
Energieeffizienz deutlich unter-
schritten werden kann. Primär
werden die neuen Mietwohnun-
gen als Ersatzwohnraum für die
heutigen Mieter im Gebiet Son-
nenberg Süd-West angeboten.
Diese Bestandsblöcke der ehe-
maligen Offizierswohnungen
sollen 2013/2014 abgerissen
und das Gebiet für eine Neu-
bebauung erschlossen werden.
Ziel ist es, dass die Bewohner
am Sonnenberg wohnen blei-
ben können.
Außerdem entstehen am Son-
nenberg elf Eigentumswoh-
nungen. Insgesamt investiert
die WBL in die Neubauten am
Sonnenberg 9,2 Millionen Euro.
„Das ist das umfangreichste
Neubauprogramm der Woh-
nungsbau Ludwigsburg seit 15
Jahren“, sagt der WBL-Chef.
Wohnungsbau Ludwigsburg
Neubau von 43 Mietwohnungen
Die neuen Mietwohnungen im Wohngebiet Sonnenberg Süd-Ost sollen
vor allem Familien mit Kindern ansprechen.
Quelle: WBL
Die Wohnungswirtschaft
10/2011
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