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für das manuelle Schreiben von Plandaten
und strategischer Maßnahmen Funktionsbau-
steine aufgebaut. Funktionsbausteine dienen
der Kapselung und Wiederverwendbarkeit
von globaler Funktionalität im R/3-System.
Sie werden in einer
zentralen Funktionsbib-
liothek
verwaltet und über das Werkzeug
„Function Builder“
geschrieben.
Über die Funktionsbausteine können die
Texte
der strategischen Maßnahmen systemweit
eingesehen
, und infolgedessen als Aus-
gangspunkt für zum Beispiel eine weiterfüh-
rende Projektplanung der Maßnahmen
zu-
gänglich gemacht
werden. In diesem Zu-
sammenhang wird der auf dieser Weise er-
stellte Text der entsprechenden Kennzahl,
respektive dem strategischen Ziel zugeordnet.
Um für die Funktionalität direkt in der Anwen-
dung manuelle (Plan-)Daten schreiben zu
können, musste neben einem MultiProvider
und einem DSO ein weiterer Funktionsbaustein
angelegt werden.
Die Abbildung 3 zeigt
beispielhaft die BSC
der Müller LWS GmbH auf Jahresebene
.
Auf die Abbildung und Beschreibung der
Quartalsebene wird an dieser Stelle verzichtet,
da sie vom Aufbau und ihrer Funktionalität her
den Elementen der Jahresebene gleicht. Die
Darstellung der Jahresansicht, wie auch der
entsprechenden Quar talsebene, orientier t
sich an dem
idealtypischen Aufbau einer
BSC
.
Die Zusammenstellung der Selektionskriterien
im VC, für die Datenabfrage in der BSC, erfolgt
in einer individuell zusammenstellbaren Ein-
gabemaske. Das Eingabefeld stellt die Selek-
tionskriterien „Unternehmen“ und „Geschäfts-
jahr“ zur Verfügung, folglich die Auswahl der
SGE und das für die Betrachtung gewünschte
Geschäftsjahr (vgl. Abb. 4 „Eingabefeld“ der
Müller BSC).
Sollte die Anforderung bestehen, eine BSC wei-
ter zu kaskadieren, könnte problemlos über die
Einbindung weiterer Kriterien, einen entspre-
chenden Datenbestand vorausgesetzt, die
Analyse auf beispielsweise Werks-, Abteilungs-
oder Gruppenebene ausgeweitet werden.
Die Eingabemaske lässt sich, wie im Beispiel zu
sehen, mit einer Reihe von
Zusatzfunktionen
zur Steigerung der Benutzerfreundlichkeit
versehen. In diesem Fall mit einem Popup für
Erläuterungen, einem Abkürzungsverzeichnis
sowie einer Legende für die in der BSC verwen-
deten Zeichen.
Das Ausgabefeld „Geschäftsfeldstrategie“ ist
mit den bereits erwähnten Funktionsbaustei-
nen zum Erstellen, Modifizieren und Ablesen
von Texten verknüpft und zeigt die jeweilige
Geschäftsfeldstrategie der SGE an.
Darüber hinaus ist in der
Toolbar der „Ge-
schäftsfeldstrategie“
noch der
Button „Stra-
tegy Map“
enthalten. Dieser Button öffnet ein
Popup, welches über ein Image die Anzeige der
einzelnen Strategy Maps der SGEs realisiert. Die
Strategy Maps wurden im Beispiel mit MS
Office Visio
erstellt und können schnell und
flexibel bei Bedarf angepasst werden.
Die Ausgabefelder „Kennzahlen Finanzen“,
„Kennzahlen Kunden“, „Kennzahlen Prozesse“
und „Kennzahlen Potenziale“ bilden die Kenn-
zahlen der „Jahresübersicht“ ab. Sie sind alle
von der Struktur analog zueinander aufgebaut,
und unterscheiden sich prinzipiell nur durch die
Daten, die sie anzeigen, respektive die 4 Pers-
pektiven der BSC (Finanzen, Kunden, interne
Prozesse und Personal).
Abb. 4: „Eingabefeld” der Müller BSC
Abb. 5: Kennzahlenfelder Jahre „Kunden”
Strategische Planung mit der Balanced Scorecard