Seite 36 - CONTROLLER_Magazin_2010_06

Basic HTML-Version

34
tungen hinzugekauft würde.
Die Planung der
Bestandsveränderungen ist relevant für die
Prognose der unterjährigen Erträge, hat
aber keine Auswirkungen auf die Liquidi-
tätsplanung
, welche sich aus dem Warenein-
kauf speist. Das Fehlerrisiko aufgrund der sub-
jektiven Einschätzung des Aufschlags ist daher
vertretbar und gleicht sich nach Beendigung
des Projektes aus.
Auftragsdetails planen
Weiterhin sind in dem Formular folgende Infor-
mationen zu berücksichtigen:
°
Auftragshöhe:
bildet die Basis für den Um-
satz sowie die Berechnung der Anzahlung.
°
Auftragsdatum:
ausgehend von diesem Da-
tum werden die Zeitpunkte für die Material-
aufwands- und Fremdleistungsplanung er-
rechnet. Dies ist erforderlich für die korrekte
Zusammenführung der Daten über eine Sum-
me-wenn-Funktion in der Aggregationsdatei.
°
Höhe Anzahlung:
vertraglich vereinbarte
oder geschätzte Höhe der Anzahlung in
Prozent.
°
Vereinbarte Zahlungsziele:
erforderlich
zur Planung der Forderungen, welche aus
der Anzahlungsrechnung resultieren. Die
betriebswirtschaftliche Logik einer Finanz-
planungssof tware setzt die Planung der
Forderungen in der Umsatzplanung voraus.
Um diesen strukturellen Fehler auszuglei-
chen, sind die Forderungen zu berücksichti-
gen, welche aus dem Stellen der Anzah-
lungsrechnung resultieren.
°
Höhe der Materialkosten und Fremdleis-
tungen:
Eingabe der geschätzten Quoten in
Prozent des Umsatzes. Dies bildet die
Grundlage für die monatliche Verteilung, die
im unteren Bereich des Formulars geschätzt
wird.
°
Auftragswahrscheinlichkeit:
Die Defini-
tion der Auftragswahrscheinlichkeit ist er-
forderlich für die Betrachtung von verschie-
denen Szenarien. Auf diese Weise kann
bspw. den Kapitalgebern der erforderliche
Finanzierungsbedar f bei einer Realisie-
rungswahrscheinlichkeit von 50 %, 80 %
oder 100 % genannt werden, um bspw.
eine Rahmenfinanzierung einzuwerben.
Bevor die Schnittstelle zu der
Finanzplanungs-
software
gelegt werden kann, sind die spezi-
fischen Informationen
(z. B. Umsatz, Waren-
einsatz, Anzahlungen usw.)
in einer Aggrega-
tionsdatei aus den Detailformularen zu sam-
meln. In den Spalten wird der Planungszeitraum
über die einzelnen Monate abgebildet, in den
Zeilen werden die spezifischen Informationen
aus den Detailblättern gezogen und weitere rele-
vante Informationen für die Planung abgebildet
(bspw. ob die Maschine ins Inland (I) oder ins
Abb. 1: Auftragsstammblatt
ednukretsuM
:ednuK
00,000.008
:ehöhsgartfuA
Auftragsdatum:
Okt 10
%02
:gnulhaznA ehöH
egaT 54
:eleizsgnulhaZ etrabniereV
Eingang Forderungen
Dez 10
11
reuadtkejorP
Monate
Liefertermin:
Sep 11
00,000.023 %04
elietfuaK
Fremdfertigungsteile
25% 200.000,00
%57
tiekhcilniehcsrhawsgartfuA
A
dnalnI /dnalsuA
Kosten
Monat
00,000.023
tmaseg netsoklairetaM
Materialkosten Monat 1
10% 32.000,00
Nov 10
Materialkosten Monat 2
5% 16.000,00
Dez 10
...
Materialkosten Monat 12
9% 28.800,00
Okt 11
Fremdleistungen gesamt
200.000,00
Fremdleistungen Monat 1
1% 2.000,00
Nov 10
Fremdleistungen Monat 2
3% 6.000,00
Dez 10
...
Fremdleistungen Monat 12
10% 20.000,00
Okt 11
Bestandsveränderungen
Aufschlag
20%
Bestandsveränderungen Monat 1
40.800,00
Nov 10
Bestandsveränderungen Monat 2
26.400,00
Dez 10
...
Bestandsveränderungen Monat 12
-565.440,00
Okt 11
Autor
Dipl.-BW (FH) Florian Ebert
beschäftigt sich als freiberuflicher Unternehmensberater mit
der Optimierung von strategischen Planungsprozessen und der
Implementierung von Finanzcontrollingsystemen. Darüber
hinaus ist er Certified Consultant der Corporate Performance
Management Software Professional Planner von Winterheller.
E-Mail:
Integrierte Finanzplanung für Maschinen- und Anlagenbau