und 27,3% der Nicht-Familienunternehmen an–
gewendet. Die in der Literatur seit über zehn
Jahren propagierten flexiblen
Planungswerk–
zeuge auf OLAP-Basis kommen nur in sehr
geringem
Ausmaß
zum Einsatz.'
Am Markt werden bereits zahlreiche Standard–
lösungen zur Unterstützung der integrierten Pla–
nung angeboten. Daher überrascht der Um–
stand, dass bei den befragten Unternehmen,
welche kein Tabellenkalkulationsprogramm,
sondern eine integrierte Planungssoftware ver–
wenden, zumeist Individuallösungen herangezo–
gen werden (siehe Abb, 5 und Abb. 6). Häufiger
als andere Programme kommt der Professional
Planner zum Einsatz (siehe Abb. 6). Hierbei fällt
insbesondere auf, dass dieses EDV-gestützte in–
tegrierte Budgetierungswerkzeug von Familien–
unternehmen bevorzugt wird. Unter den in Ab–
bildung 6 aufgezählten sonstigen integrierten
oder flexiblen Planungswerkzeugen wurden als
offene Antwort vor allem Individuallösungen
(27% der genannten offenen Antworten [n=37],
5,8% gesamt [n=171]), BMD (3,5% gesamt),
Pro Alpha (1,8% gesamt [n=171]) und GBS
(1,2% gesamt (n=171 ]) genannt.
Zusammenfassung und Resümee
FU
NFU
gesamt
Tabellenkalkulation
im Einsatz
9 6 , 1% 100.0% 96.9%
geplant
0,8% 0.0%
0.6%
weder im Einsatz noch
n=159
geplant
2,4% 0,0%
1,9%
unbekannt
0,8% 0,0%
0,6%
Kostenrechnung
im Einsatz
7 3 , 1% 72.0% 72,9%
geplant
9,3% 4,0%
8,3%
weder im Einsatz noch
n=133
geplant
16,7% 24.0% 18,0%
unbekannt
0.9% 0,0%
0,8%
Integrierte
im Einsatz
38.5% 27.3% 36.4%
Planungssysteme
geplant
17.7% 9 , 1%
16 . 1%
weder im Einsatz noch
n=118
geplant
38.5% 59 . 1% 42,4%
unbekannt
5,2% 4,5%
5 . 1%
Flexible Planungswerk-
im Einsatz
8.7% 17,6% 10,5%
zeuge auf OLAP-Basis
geplant
8.7% 0,0%
7.0%
weder im Einsatz noch
n=86
geplant
60,9% 4 7 , 1%
58 , 1%
unbekannt
21.7% 35.3% 24,4%
Individualsoftware
im Einsatz
67.0% 50,0% 63.8%
geplant
4,7% 0.0%
3.8%
weder im Einsatz noch
N=130
geplant
23,6% 50,0% 28,5%
unbekannt
4.7% 0.0%
3.8%
Abb. 5: EDV-Unterstützung der Untemehmensplanung"
Moderne Controllinginstrumente wie die Ba–
lanced Scorecard oder Realoptionenmodelle
werden nur in ca. einem Fünftel der Familien-
und Nicht-Familienunternehmen eingesetzt.
• Die hohe Anwendungsrate der Umsatz-/Ab-
satz- und Liquiditätsplanung zeigt eine starke
Betonung der horizontalen Koordination zwi–
schen Leistungsbudget und Finanzplan auf.
Das Ziel der Studie bestand darin, eventuelle
Unterschiede im Zielsystem, im Einsatz von
Controlling-Instrumenten sowie von Planungs–
software zwischen Familienunternehmen und
Nicht-Familienunternehmen in Oberösterreich
zu untersuchen. Folgende Kernaussagen sind
festzuhalten:
• Mit Ausnahme der Zielplanung der Eigenka–
pitalrendite konnte im Bereich der zielorien–
tierten Controllingdimension kein signifi–
kanter Unterschied zwischen Familienunter–
nehmen und Nicht-Familienunternehmen
nachgewiesen werden.
• Die Auswertung des Instrumenteneinsatzes
zeigte, dass sowohl in Familienunternehmen
als auch Nicht-Familienunternehmen ein ho–
her Diffusionsgrad strategischer und opera–
tiver Standard-Controllinginstrumente fest–
stellbar ist. Lediglich in der Anwendung von
Shareholder-Value-Analysen sowie von weni–
gen operativen Detailplanungen zeigten sich
auffallende Differenzen.
Autoren
• Univ.-Prof. Dr Birgit Feldbauer-Durstmüller
ist Vorstand des Instituts für Controlling & Consulting der
Johannes Kepler Universität Linz, Österreich.
• Mag. Thomas Haas
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungs- und Lehrbe–
trieb am Institut für Controlling & Consulting der Jotiannes Kep–
ler Universität Linz sowie Betriebswirt in der Fröling GmbH,
Grieskirchen.
• Mag. Sandra Mühlböck
ist Forschungsassistentin am Institut für Controlling & Consul–
ting der Johannes Kepler Universität Linz.
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