Vergleich zu 2006 (48%) der Anteil um 22 %-
Punkte abgenommen hat. Überwiegend werden
unter dem Begriff Rechnungswesen Erfahrung
mit der nationalen und internationalen Rech–
nungslegung und explizit im Jahresabschluss
zusammengefasst. Daraus könnte geschlossen
werden, dass die Konvergenz von internem und
externem Rechnungswesen beimBeteiligungs–
controlling angekommen ist.
Die ABC-Analyse zeigt, dass die bisher genann–
ten 9 Anforderungen (50% von 18 erfassten
Anforderungskategorien) einen Anteil von 80%
an den kumulierten Nennungen der Kriterien
ausmachen (s. Abb. 2). Die geringe Konzentra–
tion der Anforderungen weist auf eine fehlende
Standardisierung der Anforderungen, wie sie
aus definierten Berufsbildern bekannt ist, hin.
Damit sind die wichtigsten fachlichen Anforde–
rungen an den Beteiligungscontroller genannt.
Die Zusammenfassung der Nennungen zu den
Einzelkriterien zu Anforderungskategorien wie In–
ternationalität, Studium und Schwerpunktfächer
usw. führt zu folgender Verteilung (s. Abb. 3):
An erster Stelle steht die Internationalität mit 92
Nennungen von 334. Dies unterstreicht die in–
ternationale Ausrichtung des Beteiligungscon–
trollers. Studium inklusive Studiumsschwer–
punkt (68 Nennungen) werden dicht gefolgt von
Berufs- und Branchenerfahrungen (62 Nen–
nungen) sowie IT-Kenntnisse (61 N.).
Persönliche Anforderungen an
den Beteiligungscontroller
Neben den fachlichen Kompetenzen werden zur
Abrundung des Suchprofils in allen bis auf 4
Stellenanzeigen persönliche Anforderungen von
den Unternehmen genannt.
Wie aus Abb. 4 ersichtlich ist, gibt es viele un–
terschiedliche Merkmale. Die Kriterien Reise–
bereitschaft/Mobilität, bzw. Flexibilität, analy–
tische, konzeptionelle Fähigkeiten und Kommu–
nikationsfähigkeit stellen die bedeutendsten
Anforderungen dar
Dabei liegt das erste Merkmal, die
Reisebereit–
schaft bzw. Flexibilität
mit dem zweiten
Merkmal den analytischen- und konzeptionellen
Fähigkeiten fast gleich auf mit einem Anteil von
59 % (27 Nennungen) bzw. 57 % (26 Nen–
nungen). Kommunikationsfähigkeit wird in 52
% (absolut 24) der Anzeigen gefordert. Dieses
Ergebnis ist sehr auffällig im Vergleich zu den
Jahren zuvor Denn 2006 liegen die Merkmale
Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit/
Kooperationsfähigkeit mit jeweils 56 % vorne.
Im Jahr 2004 sind die gleichen Merkmale am
häutigsten genannt, jedoch in umgekehrter Rei–
henfolge: Teamfähigkeit/Kooperationsfähigkeit
53 %, Kommunikationsfähigkeit 49 %.
Heute legen die Unternehmen mehr Wert auf
die Reisebereitschaft der Bewerber Teilweise
besteht die Anforderung, mehrere Monate im
Ausland zu verbringen, sodass eine große Flexi–
bilität vorausgesetzt wird. Durch die Tochterun–
ternehmen und Niederlassungen
in
der ganzen
Welt muss der Beteiligungscontroller
in
vielen Fällen direkt vor Ort sein. Diese Anfor–
derung hat bisher keinen solchen Stellenwert
eingenommen, aber das Kriterium hat seit 1996
(22 %; 2004: 27 %; 2006; 44%) kontinuierlich
an Bedeutung gewonnen. Dies weist, wie oben
bereits beim Kriterium Fremdsprachen, auf ein
weiteres Fortschreiten der Internationalisierung
der Unternehmensgruppen hin.
Das Gleiche ist auch bei den analytischen und
konzeptionellen Fähigkeiten zu erkennen. Im
Jahre 2004 wurde diese analytische Kompe–
tenz von 38 % der Unternehmen gefordert und
heute macht diese zusammen mit der konzep–
tionellen Kompetenz einen Anteil von 57 % (ab–
solut 26) aus. Der Beteiligungscontroller benö–
tigt diese Fähigkeiten, um den immer höher
werdenden Anforderungen in seinem Aufga–
benfeld gerecht zu werden. Er hat sich zuneh–
mend mit komplexeren über Landesgren-
Rt iseberel tschaf t/Mobl l l tät , Flexibi l ität
analyt i tct ie-, konzept ionel le Fähigke l ten
Kommun l kä t l onss t ärke , -fäliigkelt
se l bs t s tänd i ges , e igenverantwor t l i ches Art>elten, Eigenini t iat i ve
Teamfähigkal t
Durchsetzungakraf t , -verniägen,Oberzeugungskraf t
s i che r e t , souve r änes , kompetentes Auf t reten
Engagement , Behar r l i chke i t , Einsatzberei tschaf t , Dynami k
Ergebnis-, Ziel-, Lösungsor i ent i erung
ausgeprägt e Präsentat ionsfähigke i t komplexer Themen/Lösungen
Belastbar t i s i t
unt ernehmer i sches Denken und hlandeln, Kos t enbewus s t se i n
Abb. 4: Top 12 der persönlichen Anforderungen an den Beteiligungscontroller in % (absolute Nennungen an den Balken)
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