Zern-, Beteiligungscontrollern verwendet oder
aus dem Inhalt der Anzeige auf die Tätigkeit
eines Beteiligungscontrollers geschlossen
(Volk, S.142).
Analyse von Stellenanzeigen
Die vorliegende Erhebung stützt sich auf 50 zu–
fällig ausgewählte Stellenanzeigen aus dem
Zeitraum September bis November 2007. Die
Stellenanzeigen wurden in verschiedenen On–
lineportalen publiziert, wie beispielsweise im
FAZ-Karriereportal, bei monsterde,
und auf verschiedenen Internetseiten von Per–
sonalberatungsunternehmen .
Nach der vollständigen Analyse aller Stellenan–
zeigen und der Vervollständigung des Kriterien–
katalogs sind venfl/andte Begriffe und Aussagen
zu Gruppen zusammengefasst worden, umdie
Übersichtlichkeit zu verbessern. Anschließend
erfolgten, aufgrund der vorliegenden Daten, die
Erstellung von Tabellen mit absoluten und rela–
tiven Zahlen und die Durchführung von ABC-
Analysen.
Analyse der fachlichen
Anforderungen
Bei den fachlichen Anforderungen liegen die
Kriterien Berufserfahrung, Studium, Englisch–
kenntnisse und EDV-Kenntnisse auf den ersten
Plätzen (siehe Abb. 1). Diese Reihenfolge gleicht
den Auswertungen aus den Jahren 1994,1999,
2004 und 2006 (vgl. Volk, G. S. 151; Borchers,
S. S. 23ff.; Littkemann, J . S. 139).
Unternehmen suchen überwiegend erfah–
rene Beteiligungscontroller, daran hat sich
auch im Vergleich zu den letzten Jahren nichts
geändert. Absolut wurde das Kriterium48-mal
genannt und dies entspricht einem Anteil von
96 %. Eine metrische Skalierung wurde auch
bei den Jahren an Berufserfahrung nicht an–
gewendet, da aufgrund der von Unternehmen
zu Unternehmen divergierenden Definitionen
dieses Kriteriums, keine allgemeine Aussage
über die Jahre getroffen werden kann. Aller–
dings wurden bis auf 2 Anzeigen Berufserfah–
rungen gefordert, wobei der Schwerpunkt auf
1 -3 Jahre (26 %) und „mehrjährige" Berufser–
fahrung (24 %) lag. Auf eine Untersuchung
nach Soll- und Muss-Anforderungen wurde,
wie bei der Studie von Littkemann (Littke–
mann, S. 138), verzichtet. V\/eiterhin wird sicht–
bar, dass die zukünftigen Mitarbeiter in
ganz unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern
ihre Erfahrung für das Beteiligungscon–
trolling sammeln können. Dazu gehört bei–
spielsweise das Controlling imAllgemeinen,
die Wirtschaftsprüfung und Revision, die
M&A-Abteilung, sowie das Rechnungswesen.
In lediglich 4 Anzeigen werden Praktika, Tätig–
keiten in kaufmännischen Funktionen und As–
sistenzbereichen als Berufserfahrung aner–
kannt.
Der größte Teil der Unternehmen (90 %, 45 ab–
solute Nennungen) fordert von den zukünftigen
Mitarbeitern ein erfolgreich absolviertes Studi–
um. In der Studie 2006 haben 98 % der Unter–
nehmen ein Studium gefordert und 2004 96 %.
Vorwiegend werden
Bewerber mit dem Stu–
diengang der Wirtschaftswissenschaften
gesucht. Aber auch Absolventen der
(Wirt–
schatts-) Ingenieurwissenschaften
sind für
die Unternehmen interessant. In vier Anzeigen
wurden vergleichbare Ausbildungen gefordert,
dies war aber ausschließlich mit Zusatzkennt–
nissen verbunden. Das bedeutet also, dass eine
Ausbildung alleine nicht ausreicht, sondern
noch weitere Qualifikationen durch Fortbil–
dungen gewonnen werden müssen, um den
Anforderungen zu genügen. Im Vergleich zu den
vortiergehenden Studien hat sich hier auch kei–
ne Veränderung ergeben. Lediglich 5 (10 %)
Unternehmen würden einen Bewerber ohne
Studiumakzeptieren. 46 % (23 Nennungen) der
Stellenanzeigen benennen das gewünschte
Schwerpunktfach im Studium. Am häufigsten
genannt wurde dabei das Fach Controlling (22
Nennungen) vor Finanzen (12 N.), Rechnungs–
wesen
(10
N,),
Wirtschaftsprüfung (1 N.) und
Rechnungslegung (1 N.).
Zum
Oberbegriff „Internationalität"
werden
Fremdsprachenkenntnisse, die internationale
Beruf ser f ahrung
S t ud i um
Eng l i s chkenn t n i s se
MS Of f ice
S A P
S chwe r punk t im S t ud i um
Internat ionale Aus r i ch t ung de s Unt e rnehmens
We i t ere F r emdsp r achen
R e c hnung swe s e n
B r anchene r f ahrung
E r f ahrung : Report ing-. P l anungs s y s t eme
Speziel le EDV-/IT-Kenntnisse
Kau fmänn i s che Kenn t n i sse
Aus l ändse r f ahrung
Deut schkenntn i sse
E r f ahrung Pro j ektmanagement
Vergl e i chbare Ausb i l dung * Zusa tzkenntn i sse
F i Jhrungser fahrung
21
•4
48
45
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
Abb. 1: Fachliche Anforderungen an den Beleiligungscontroller in % (absolute Nennung an den Balken)
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