Seite 56 - CONTROLLER_Magazin_2008_05

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Oer Beteiligungscontroller
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Der Beteiligungscontroller - Fachliches und
persönliches Anforderungsprofil
von Alfred Krupp und Melanie Tilgen
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Imvorliegenden Artikel wird Itinen das Anforde–
rungsprofil des Beteiligungscontrollers in facti-
licfier und persönlictier Hinsictit aus der Sicht
der nachfragenden Unternehmen vorgestellt.
Dieses Profil ist auf der Grundlage von 50 Stel–
lenanzeigen aus dem Jahr 2007 aufgebaut.
Hierbei handelt es sich u.E. um die erste Aus–
wertung, die sich ausschließlich auf die ausge–
schriebene Position „Beteiligungscontroller/ -
in" bezieht.
Unternehmensverbindungen wie Holdings und
Konzerne kennzeichnen die weltweite Wirt–
schaft. Zunehmend erkennen auch mittelstän–
dische Unternehmen diesen Trend und schlie–
ßen sich an. Durch diese Unternehmensgrup–
pen werden Wachstumsstrategien und Unter–
nehmenserfolge realisiert. Insofern wird die
Beherrschung und Ubenwachung des Beteili–
gungsprozesses zu einem entscheidenden Er–
folgsfaktor für solche Zusammenschlüsse. Das
zentrale Ziel dabei ist die Umsetzung von Syner–
gieeffekten und Restrukturierungsmaßnahmen,
sodass das Zusammenspiel der Unternehmen
in der Gruppe einen höheren Wert erzielt als die
Addition der einzelnen Unternehmen.
Das Beteiligungscontrolling ist zuständig für die
Bereitstellung von zentralen Planungs-, Steue–
rungs- und Kontrollgrößen für den Unterneh–
menszusammenschluss (Krupp, S. 1). Dabei
obliegt dem
Beteiligungscontroller
zum einen
die Aufgabe, die
Konzernleitung mit Informa–
tionen zu versorgen
und zum anderen, das
Management der einzelnen Beteiligungen zu
koordinieren und aktiv bei der Vorbereitung
strategischer und operativer Entscheidungen zu
unterstützen. Aufgrund der zunehmenden Glo–
balisierung und dem damit verbundenen stei–
genden Wettbewerbsdruck erhöht sich die Be–
deutung des Beteiligungscontrollings. Für eine
erfolgreiche Bearbeitung der unterschiedlichen
Aufgaben im Beteiligungscontrolling ist es wich–
tig, die richtigen Mitarbeiter einzusetzen. Folg–
lich ist es unumgänglich, das fachliche Anforde–
rungsprofil und die erforderlichen Qualifikati–
onen des Mitarbeiters im Beteiligungscontrol–
ling zu definieren.
Motivation
Aufgrund der Unzulänglichkeit der Methoden
und fehlender amtlicher statistischer Auswer–
tungen konnte bisher noch kein Berufsbild des
Beteiligungscontrollers erstellt werden. Nicht
mal im aktuellen Duden sind die Begriffe
Be-
teiligungscontrolling
oder
Beteiligungscontrol–
ler zu
finden. Um trotzdem die aktuellen Anfor–
derungen der Unternehmen an die Mitarbeiter
im Beteiligungscontrolling herauszuhnden,
wurden in dem hier vorliegenden Artikel Stel–
lenanzeigen aus dem Jahr 2007 analysiert
und ausgewertet. Für vergleichende Auswer–
tungen stehen allerdings nur Studien zur Ver–
fügung, die nicht über die hier vorgenommene
Trennschärfe in Bezug auf das Beteiligungs–
controlling verfügen. In den vortiegenden Stu–
dien wurden Anzeigen von Controllern, Kon-
ONTROLLER