CM Controller magazin 2/07 - Frank Lelke / Stephan Kress
Ke nn z a h t e nb a um
Wurzel
Knoten
Blatt
Merkmals-
Kl ass i f i z i erungs t ypo l og i «
Merkmal 1
Merkmal 2
Merkmal 3
Merkmal n
Abb. 4: Zuordnung von Kennzahlenblättern zu Merkmalsausprägungen
(Lelke, F., 2005, S. 154)
Prozessstufe 3: Algor i thmus zur Berech–
nung der Gewichtung eines Kennzah–
lenblat tes und der Kennzahl enbäume
(Steuerungskennzahlen)
Auf Basis der Gewichtung der Me r kma l e
und Me r kma l sausp r ägungen berech–
net ein Algor i thmus vergleichbar dem
Vorgehen einer Nu t zwe r t ana l yse den
Gewichtungswer t aller relevanten Kenn–
zahlen; dabei handel t es sich zunächst um
absolute Kennzahlengröfien, so genannte
Kennzahlenblät ter Der Gewichtungswert
eines Kennzahlenblattesergibt sich hierzu
durch Mul t ipl ikat ion des vorgegebenen
Gewichts eines Me r kma l s der Typologie
mi t dem Erfi j l lungsgrad der konkreten
Me r kma l s a u s p r ä g u n g des Di enst l e i –
stungsprodukts.
Der Kennzahlengenerator liefert daraufhin
zwei Ausgabel isten, eine Vorschlagsliste
und eine Auswahl l iste. Das Ergebnis des
Algor i thmus ist eine Vorschlagsliste der
TOP-Kennzahlen(-blätter), die nach ihrem
Gewicht geordnet sind (Ranking). Der Pro–
duk tmanager wäh l t aus der Vorschlags–
liste die fiJr sein Dienstleistungsportfol io
we s en t l i chen geschä f t sspez i f i schen
Kennzahlen(-blätter) aus. Die Auswahlliste
führt zu einem Gewichtungswert für jeden
Kennzahlenbaum; dabei handel t es sich
nun um relative Kennzahlengrößen. Bis
zur Wurzel werden für jeden Knoten und
für jedes Blatt eines Kennzahlenbaumes
Gewi cht e ermi t t e l t . Der A l go r i t hmus
liefert sodann ein Ranking der TOP-Kenn-
zahl enbäume .
Zur Verdeut l ichung, wie aus den Merk–
malen bzw. der Auswahl und Gewichtung
von Merkma l sausprägungen konkrete
Kennzahlen abgelei tet werden können,
dient die Abbi ldung 4. Sie skizziert die
Bedeutung von Kennzahlenbäumen und
insbesondere Kennzahlenblät tern sowie
deren Zuordnung zu den jeweiligen Merk–
malsausprägungen.
Prozessstufe
4:
Auswahl der Steuerungs–
kennzahlen
Zur Best immung steuerungsrelevanter
Kennzahlen wäh l t der Produktmanager
die aus seiner Sicht maßgebl ichen TOP-
Kennzahlenbäume aus der Auswahl l iste
aus. Die ausgewähl ten TOP-Kennzahlen-
bäume bi lden die Eingangsinformat ion
zur Ermi t t lung eines Abdeckungsgrades,
der den Anteil sämtl icher Kennzahlenblät–
ter, Knoten und Wurzeln der ausgewähl –
ten Kennzahlenbäume an einer vorab
de f i n i erbaren (Vorgabe- )Kennzahl der
Unternehmenslei tung bzw. des Konzerns
überprüf t . Der Abdeckungsgrad zeigt
dem Produktmanager , welchen Beitrag
die vorgeschlagenen Steuerungskenn–
z ah l en zur Er fü l l ung der (Vorgabe- )
Kennzahl(en) leisten. Abbi ldung 5 zeigt
die 4. Prozessstufe im Überbl ick.
Der Kennzahlengenerator verfügt darüber
hinaus über eine einfache Ljernkomponen-
te. Hierdurch können die tatsächl ichen
Auswahlentscheidungen der Produktma–
nager (Anwender) gespeichert und ausge–
wer tet werden. So können bspw. die am
häuf igsten gewähl ten Kennzahlenblätter
und Kennzahlenbäume ausgelesen und
für zukünf t ige Anwendungsfäl le mi t ei–
nem Zusatzgewicht hinterlegt werden.
4 Zusammenfassung und Ausblick
Dem vorgestel l ten Kennzahl engenera–
tor können folgende ent sche i dungsun-
t e r s t ü t zende Funk t i onen im Rahmen
der Auswah l en t sche i dung von Steue–
rungskennzah l en zugeordne t we r den :
^ Der Generator beglei tet und unter –
s tüt z t den Entsche idungst räger im
Prozess der Ermi t t l ung geeigneter
S t eue r ungskennz ah l en . Er l iefer t
Ideen und Hand l ungsa l t e rna t i ven
zur Auswah l en t sche i dung von ope–
rat i ven St eue rungskennzah l en .
Der Kennz ah l engene r a t o r unt er –
s t ü t z t den En t s che i dungs t r äge r
bei der Prüfung der e ingeset z ten
Steuerungskennzahlen hinsicht l ich
ihrer Relevanz und Gül t igkei t zur
Steuerung seiner Dienstleistungspro–
duk t i on . Eine derar t ige Prüfung ist
imme r dann r a t sam, wenn sich das
Umf e l d oder die Unt ernehmensbe –
dingungen ände rn .
142