Seite 98 - CONTROLLER_Magazin_2006_03

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ICV
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CM
Internationaler
Controller Verein eV
im Controller Magazin
Es bewegt sich was in der Controlling-Praxis
+++Termine+++
AK Bodensee/Allgäu
Treffen am 05.05.2006.
ZF-Friedrichshafen,
„Einführung lAS/IFRS".
..Planung bei Z F "
Info: Friedrich Grandel
Tel.:+49-(0)754l-23 18
AK Nord III
40. Treffen. 18./19.05.2006,
JRR NorTec Reparaturen,
Ahrensburg, „Abschlus.s
BSC-Erarbeitung",
Info: Joachim Jäger
Tel.:+49-(0)5742-46 126
AK Österreich III
01.()6.2(X)6. Linz A G ,
„Dienstieistungsverrech-
nung vs. Gemeinkosten-
schlUsselung im Konzern"
Info: Prof. Dr Albert Mayr
Tel.: +43-10)7252-884 429
AK Meckl.-Vorpommern
Treffen am 10.06.2006
Info: Prof. Dr Antje Krey
Tel.: +49-10)381-498 4422
AK Schweiz Mittelland
16.06.2006 Roundtable
Info: Marcus Haegi
Tel.: +4I-(0)6I-7II 59 60
Projektgruppe BI
Treffen am 30.06.2006
Info: Prof Dr A. Seufert
Tel.: +49-10)621-5203 202
AK Thueringen
28./29.07.2()06 in Nohra.
„DB-Rechnung"
Info: Thomas Gross
Tel.:+49-(0)5651-708 19
Das Motto des diesjährigen Con–
troller-Congresses trifft es auf den
Punkt. Die Controlling-Praxis ist
in Bewegung geraten. Seien es die
Auswirkungen der Intemational
Financial Reporting Standards
( IFRS) , die Internationalisierung
des Controllings selber infolge der
wachsenden Auslandsaktivitiiten
vieler Untemehmen oder die Kon–
flikte, die aus dem verschärften
Wettbewerb resultieren und viele
Coni rol ler innen in stärkerem
Maße betreffen als das
n t Kh
vor
einigen Jahren der Fall war bzw.
wahrgenommen wurde.
Al l das erhöht die Anforderungen,
die an Controllerinnen in der Pra–
xis gestellt werden. Wi r müs.sen
uns trainieren und weiterentwik-
keln, wenn wir fit bleiben wollen.
Beispiel I:
Das Kennen der wich–
tigsten Grundsätze und Regeln
Internationaler Rechnungslegung
gehört al lmähl ich zum Basis–
wissen - wer es noch nicht eriemt
hat. sollte bald damit Ijeginnen.
Die börsennotierten Kapitalge-
sell.schaften sind ohnehin bereits
betroffen; die anderen am Kapi–
talmarkt agierenden Untemehmen
werden folgen. Das HGB wird
schrittweise den internationalen
Regeln angeglichen; das nächste
Bilanzmodemisierung.sgesetz liegt
in seiner Rohfassung schon auf
dem Tisch und wird Konsequen–
zen bis hin zu den Einzelab-
schlUssen nach sich ziehen.
Nun mag man einwenden, das
Controlling sei nicht direkt betrof–
fen, weil Planung und Steuerung
eines Unternehmens nur am Ran–
de von der Rechnungslegung be–
rührt werden. Aber das ist nur die
halbe Wahrheit. Denn zum einen
sollten Planen, Steuem und Be–
richten von der gleichen Zahlen-
und Bewertungsbasis ausgehen;
insofern hat)en die Strukturen und
Regeln der Rechnungslegung und
der darauf aufbauenden Berichte
auch Einfluss auf die Strukturen
und Regeln der Planung und Steue–
rung. Zum anderen sollten wi r
bedenken, dass Planen normaler–
weise vor dem Berichten ert'olgt -
der Controller-Service ist damit
als erste Struktureinheit des Un -
temehmens mit den Konsequen–
zen veränderter Rechnungslegung
konfrontiert. Und schließlich wer–
den für die Rechnungslegung zu–
nehmend Planungsinformationen
benötigt, um Bewertungen zu–
kunftsorientiert durchführen zu
können. Controlling und Rech–
nungslegung rücken näher zusam–
men - ob wi r das wollen oder
nicht.
Beispiel 2:
Die Intemationalisie-
rung des Controllings .selber führt
- unabhängig davon, welche Re–
geln im Mutteruntemehmen gel–
ten - zu einem Zwang der Stan–
dardisierung der für Planung und
Steuemng wie die Rechnungsle–
gung verwendeten Daten. Ande–
renfalls sind die Informationen der
unterschiedl ichen St ruktur –
einheiten aus verschiedenen Län–
dern nur noch schwer zu konsoli–
dieren. In.sofem müssen sich Con–
trollerinnen mit den Fragen der
Vergleichbarkeit ihrer Zahlen über
Ländergrenzen hinweg auch dann
beschäftigen, wenn die IFRS noch
in weiter Feme erscheinen - die
Schaffung einer einheitlichen, aber
Die Controller-
Familie triftt sich
31. Controller Congress
am 08709. Mai 2006,
in München
„Controlling-Praxis -
Hier bewegt sich was"
Seien Sie dabei!
zugleich flexibel strukturierten
Datenbasis; der Umstieg auf das
in anderen Ländern oftmals übl i –
che Umsatzkostenverfahren etc.
Dabei geht es jedoch nicht nur um
die formale Vergleichbarkeit von
Zahlen; es geht vor allem um das
gleiche Verständnis für die Inhal–
te, die von den Zahlen widerge–
spiegelt werden sollen. Das erfor–
dert ein verstärktes Beschäftigen
mit Strategie und Kultur des Un –
ternehmens, weil nur auf dieser
Basis ein gemeinsames Verständ–
nis wachsen kann.
Beispiel 3:
Die Anfordemngen an
den Nachweis der Plausibilität
von Planungsdaten sind gestiegen
- für alle an US-Börsen notierte
Untemehmen einschließlich Toch–
terunternehmen hat der Sarbanes-
Ox ley -Act strenge Auflagen nach
sich gezogen; aber auch am deut–
schen Kapitalmarkt operierende
Gesellschaften werden durch das
Dr Walter Schmidt. Mitglied
des Vorstands des Internatio–
nalen Controller Vereins
Gesetz zur Kontrolle und Trans–
parenz im Untemehmensbereich
(KonT raG) und den Corporate
Governance Codex in die Pflicht
genommen. Dabei geht es zum ei –
nen um die formale Dokumentati–
on aller wesentlichen Aussagen;
aber - und das ist viel schwerwie–
gender - es geht auch um die Wahr-
haftigkeit der eingeschätzten
Chancen und Risiken. Das ist ein
schwammiger Begr i ff , der nur
durch konsequente Transparenz
dergetroffenen Annahmen einge–
grenzt werden kann.
Wi r können das alles als Last und
Bedrohung sehen. Wi r können es
aber auch als Herausfordemng und
Chance begreifen, uns als Partner
des Managements weiter zu pro-
f i l i eren . Der I C V wi r d die
Controllerinnen auf diesemWeg
begleiten - durch bessere Bünde–
lung und Verbreitung des im Ver–
ein verfügbaren Wissens; durch
verstärkte Öffentlichkeitsarbeit
und Professionalisierung seiner
Arbeit; durch in Kcxiperation mit
der Internat ional Gr oup of
Controlling und der Deutschen
Gesell.schaft für Qualität zu erar–
beitende Grundsätze ordnungsge–
mäßen Controllings zur Sicherung
qualitativ hochwertiger Control–
lingprozesse nach international
vergleichbaren Regeln; und nicht
zuletzt durch die Erweiterung un–
serer eigenen Internationalisie–
rung.
Dementsprechend haben wir un–
sere Strategie präzisiert. Und dem–
entsprechend haben wir den Con–
troller Congress gestaltet. Seien
wir also gespannt, was wir dazu
hören werden.