CM
Controller
magazin 4/04
Wissen
zuständiger Bereich
offene Forderungen, Zahlungsverhalten
Rechnungswesen
Garantieverpflichtungen
Verkauf, Kundendienst
technisches Wissen, falls vorher interne
Geschäftsbeziehungen bestanden
Technik
Personalverpflichtungen
Personalbereich
vertragliche Verpflichtungen
Rechtsabteilung
Abb. 5: Weiter notwendiges
Wissen und sichernder
Bereich
Falls es ausreichend ist, sollte eine schrift–
liche Dokumentation erfolgen. Ist es aber
nicht möglich, alle notwendigen Infor–
mationen in dieser Form zu erhalten,
müssen bestimmte Schlüsselmitarbeiter
weiterhin an das Unternehmen gebun–
den werden. Dies kann durch einen Ein–
satz an anderen Standorten oder durch
Beraterverträge erfolgen.
Wie oben ausgeführt, sollte der mögliche
Verkauf von Know-how an Externe mög–
lichst
frühzeitig erfolgen, da dieses häufig
an die Mitarbeiter gebunden ist und mit
dem Ausscheiden dieser verloren geht.
Aufgaben und Instrumente im Ab–
schluss der Schließung
Wie andere Aufgaben kann auch die Ab–
wicklung unendlich gedehnt werden.
Deshalb sollte ein eindeutiger Plan er–
stellt werden, wann alle Funktionen end–
gültig aufgelöst und die verbleibenden
Aufgaben an andere Stellen weiterge–
geben werden.
Von entscheidender Bedeutung wird sein,
dass die notwendigen Aufgaben auch tat–
sächlich zum Abschluss gebracht wer–
den. Mit Ausscheiden bestimmter Mitar–
beiter wird eine zufriedenstellende Auf–
gabenerfüllung nicht mehr oder nur un–
ter großem Aufwand möglich sein. Somit
wird insbesondere
auf der Einhaltung
der zeitlichen Vorgaben
ein Schwerpunkt
liegen. Wenn Mitarbeiter mit endgülti–
gem Abschluss einer Aufgabe entlassen
werden sollen, kann nicht erwartet wer–
den, dass diese ein besonderes Tempo
entwickeln. Es muss ein Kompromiss
zwischen der möglichst weitgehenden
Erfüllung der Restaufgaben und einem
möglichst frühen Abschlusstermin gefun–
den werden. Teilweise bestehen Verpflich–
tungen noch über einen längeren Zeit–
raum. Den entscheidenden Kostenfaktor
stellt dabei häufig die regelmäßige Ab–
wicklung dar So können bspw. Darlehen
an Mitarbeiter über einen langen Zeit–
raum zurückgezahlt werden oder es sind
noch Zahlungen aus Miet-, Pacht- oder
Patentvereinbarungen zu leisten. Hier ist
zu prüfen, ob durch einmalige Zahlungen
nicht eine wirtschaftliche Lösung ge–
funden werden kann.
Organisation und Ressourcen
Mit der formalen Einstellung der Tätigkeit
muss eine Übergabe der fast immer ver–
bleibenden Restaufgaben erfolgen. Die
Übergabe erfolgt an die Gesellschaft, die
mit der Abwicklung der noch verbleiben–
den Aufgaben betraut sein wird. Dabei ist
grundsätzlich festzulegen, ob es innerhalb
eines Konzerns eine
„Sammelstelle" für
inaktive Gesellschaften
gibt, oder ob die
Übergabe an einen anderen Standort er–
folgt, der eine zumindest ähnliche operati–
ve Tätigkeit ausübt. Dazu müssen die not–
wendigen Ressourcen vorhanden sein.
Evtl. können Mitarbeiter des abgewickel–
ten Unternehmens zeitweise übernommen
oder im Idealfall permanent beim anderen
Unternehmen beschäftigt werden und den
Schwerpunkt ihrer Tätigkeit entsprechend
verlagern. In diesem Zusammenhang
muss auch die Auhvandsentschädigung
der betreuenden Gesellschaft durch die
Konzernleitung geklärt werden.
Literatur
K. Birl<er et. al.: Handbuch Krisenbewusstes Mana–
gement, Berlin, 2000
Thomas Schneider: Aufgaben des Rechnungswe–
sens im Krisenmanagement, in: Betrieb und Wirt–
schaft, 20/02, S. 837-844
M. Shuchmann, |. White: Die Kunst desTurnarounds,
Düsseldorf, 1999.
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Zuordnung CM-Themen-Tableau
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G
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