Seite 51 - 1999-06

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Controller magazin
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Hauptprozesse
Tei l prozesse
Aktivitäten
Eigenfertigung
Fremdfert igung
Fertigstel lungstermin
Aquisi t ionsphase
Konzeptphase
Projektmanagement
Produktion
Testphase
Rechte/Lizenzen
Abb. 7: Eigenfertigung vs. Fremdleistung (Quelle: Nach Leidig 1998)
- hier: das Multimedia-Produkt - in ei–
nem vorgegebenen Zeitraum (gemäß Pro–
jektplan) mit den zugeteilten personellen
und finanziel len Ressourcen realisiert
werden. Es übernimmt die Funktions–
kreise:
-
Die Transparenz des Projektverlaufs
zu verbessern und Problemfelder
frühzeitig zu erkennen;
-
Die Projektleitung im Rahmen der
S i t ua t i onsana l y se , Maßn a hme n –
beurtei lung sowie Entscheidungsfin–
dung erfolgreich zu unterstützen;
-
Das Projekt zu dokument ieren, um
d a r a u s E r kenn t n i s s e für Fo l ge –
projekte abzuleiten.
3. 2
Aufgabenfe i der
Diese lassen sich in drei Bereiche ein–
teilen:
-
Kosten-Cont rol l ing: Hier liegt das
Hauptaugenmerk auf der Struktur
und der Entwicklung der Projekt–
kosten, die die Erstellung eines Mul t i –
media-Produkts erzeugt .
-
Ef f izienz-Control l ing: Das zentrale
Gewicht liegt auf der
• Überwachung
• Analyse
• Opt imierung
des Ressourceneinsatzes.
-
Effektivitäts Controlling: Hier steht die
Definition von Erfolgsmaßstäben, ihre
Evaluierung und das Hinwi rken auf
ein erfolgsbezogenes, zukunftsgerich-
tetes Projekt-Management im Vor –
dergrund.
3. 3
I ns t rumente
3. 3. 1 Überbl ick
Um vorgegebene Ziele zu erreichen, ste–
hen dem Projekt-Controller verschiedene
Instrumentenbündel (Abb. 10) zur Verfü–
gung:
-
Kommunikat ionsinstrumente
-
Analyseinstrumente
-
Berichtsinstrumente.
Als Kommunikat ionsinst rument dient
eine Input -Output -Mat r ix - dargestellt in
Abb . 11.
3. 3. 2
Inhaltsdarstellung
Der Schwerpunkt nachfolgender Ausfüh–
rung liegt auf der Darstellung der instru-
mentellen Bearbeitung des Analysefelds.
a) Risikoanalyse
Dieses Instrument zielt auf eine effiziente
Steuerung kritischer Faktoren eines Mu l
timedia-Projekts. Der Control ler - dies
kann auch ein Mitgl ied des Projektteams
sein, der diese Funkt ion in Personalunion
mit anderen Aufgaben wahrnimmt - hat
die Funkt ion, die Risikofaktoren sowohl
zu identifizieren als auch im Hinbl ick auf
die Eintrittswahrscheinl ichkeit zu bewer–
ten. Die so erm ittelten „kritischen Projekt–
faktoren" lassen sich in einer Risikomatrbc
(Abb. 12) anschaul ich verdichten.
b) Projektplansteuerung
Hier handelt es sich um ein Instrument
zur frühzei t igen Erkennung von Zeit–
verzögerungen - und geradeTermintreue
ist ein wicht iger Erfolgsfaktor Der Pro–
jekt-Control ler eruiert die temporalen
Abweichungen und diedaraus möglicher–
weise resultierenden Folgewirkungen für
das Gesamtprojekt bzw. die Erreichung
von Mei lensteinen.
Darauf aufbauend erarbeitet er für die
P r o j ek t l e i t ung e i nen Ma ß n a hme n –
katalog, der konkrete Vorschläge zur
Gegensteuerung zum Inhalt hat. Die wich–
tigsten Checkfragen, die sich der Control –
ler im Rahmen dieses komplexen Vor–
gangs stellen sollte, enthält Abb. 13.
c) Ressourcensteuerung
Sie zielt pr imär auf die Steuerungs–
e f f i z i enz
pe r s one l l e r / f i nan z i e l l e r
Ressourcenpotentiale, da es sich hier um
hochwert ige und knappe Güter handelt.
Nicht vorhandene bzw. ausreichende
Kapazitäten in diesen Potentialsektoren
können zu Terminabweichungen oder
auch zum Scheitern des Mul t imedia–
projekts führen - beides nicht wün –
schenswerte Szenarien: Es entstehen i. d.
R. nicht unerhebl iche Zusatzkosten, die
in der Angebotskalkulation nicht enthal –
ten sind; fernerhin ist ein Imageverlust
beim Kunden zu erwarten.
d)
Dieser dient zur Kommunikation gewon–
nener Erkenntnisse an die Projektleitung
resp. das -team, und zwar sowohl im
Hinblick auf das derzeit aktuelle, sich in
der Realisierungsphase befindliche Pro–
jekt, als auch mit Bezug zu gleichen oder
ähnl ichen Folgeaufträgen.
Den Aufbau eines Projektberichts veran–
schaul icht Abb. 14,
Literatur
U. Briner/R Kasahara/M. Peterhans: Effi–
z ientes Cont ro l l i ng v o n Informat i k –
projekten, in: iomanagement 1998, N r
12, S. 58ff.
K.-G. Ciesinger/R. Ol lmann (Hrsg.): Vom
D r u c k u n t e r n e hme n z um Me d i e n -
dienstleister Münster 1998.
W. A. W. Franz/). C. Franz: Handbuch der
Mul t imedia-Produkt ion, München u. a.
1998.
G. Leidig: Multimedia-Kalkulations-Mana–
gement, in: Kostenrechnungspraxis 42
(1998) ,H.3, S. 158 ff.
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