Controller
magazin 1/99
„COSTPERSEAT"
- Ein neuer Ansatz für das Management
und Controlling der IT-Infrastruktur
von Klaus Schopka, Diplom-Kaufmann, Unterföliring
Klaus Schopka, Blumenstraße 28,
85774 Unterföhring. Tel. 089 / 9505362
E-Mail:
schopka_ klaus@compuserve. com
Bedeutung der Informations–
technologie
Informations- und Kommunikationstech–
nologie ist heute in Unternehmen und
Organisationen allgegenwärtig und nicht
mehr wegzudenken. Dies gilt in zuneh–
mendem Maß für Desktops, d. h. PC's
und sonstige Hilfsmittel am Arbeitsplatz.
Der Einsatz von IT darf dabei kein Selbst–
zweck sein! Hauptaufgabe jedes IT Ein–
satzes ist die Unterstützung von
Geschäftsprozessen und Verwaltungsab–
läufen. Dieser Einsatz ist durch unter–
schiedlichste Gründe bedingt. Hierzu
zählen die wirtschaftliche Abwicklung
von Geschäftsprozessen und die Be–
schleunigung von Vorgängen aus
Wettbewerbsgründen, rechtliche Anfor–
derungen oder die Nutzung moderner
Kommunikationswege zur Reorganisati–
on von Unternehmen. In jedem Fall ist zu
fordern, daß Ziele wie Produktivität, Qua–
lität, Kosten positiv beeinflußt werden.
Schaffungskosten von Hardware oder
Software, Seminarkosten; Kosten von
Wartungsverträgen usw. wird im TCO-
Modell vor allem nach den versteckten,
indirekten Kostenbestandteilen und de–
ren Verursacher (Kostentreiber) gesucht.
Im Rahmen von Life-CycleSupport-Mo-
dellen wird die Unterstützung des ge–
samten Lebenszyklusses einer Desktop–
investition aus einer Hand angeboten.
Vor allem die Analysen der Gärtner Group
zu den TCO werden von allen größeren
Serviceanbietern herangezogen. Einige
Kernaussagen:
• Gesamtkosten für einen PC im loka–
len Netzwerk von bis zu 60000$ in–
nerhalb von 5 lahren;
• Anschafhtngskosten mit ca. 15 %
eher unbedeutend;
• Hauptauhvand bei „versteckten"
Kosten wie:
^ Ausfallzeiten;
•
Gegenseitiger Support von
produktiven Mitarbeitern;
Spieltrieb;
Verwaltungsaufwand und
technischer Aufwand beim
Anwender;
Betriebskosten.
Auch wenn einige der Voraussetzungen
und Annahmen des TCO-Modells disku–
tiert werden können - wie z. B. die lange
Betrachtungsdauer von 5 jähren - än–
dert dies aber nichts an der Kernaussage
hoher Gesamtkosten, die überwiegend
auf versteckte Kostentreiber zurückzu–
führen sind.
Grundsätzlich kann die Bedeutung und
Einbindung
der
Informat ions–
technologie, und dami t auch der
Desktops als Untermenge, in einem ein–
fachen Modell gezeigt werden (siehe Ab–
bildung 2).
Die Diskussion der
Desktops in den letz–
ten lahren ist geprägt
von Konzepten wie
„Total Cost of Owner-
ship" (TCO) oder „Life-
Cycle-Support". Bei
TCOwird versucht, die
tatsächlichen Kosten
von Desktoparbeits–
plätzen (PC's) über die
gesamte Lebenszeit
zu ermitteln. Neben
den üblichen Kosten–
bestandteilen wie An-
Anschaf fungskosten
15%
Technische
Unt ers tüUung
1«%
Verwal tung
14%
Schulung
7%
nterstützung durch
Anwender
20%
Produkt ivi tätsver luste
Anwender
2 8%
Abb. 1: Kostenanteile bei TCO-Modell der Gärtner Group
64.