WOHNUNGSPOLITISCHE INFORMATIONEN 34/2019

AUS-, FORT- UND WEITERBILDUNG BUNDESPOLITIK GdW zeichnet im Rahmen der EBZ-Sommerakademie die besten Immobilien-Ökonomen 2018 aus Berlin – Der GdW hat anlässlich der Sommerakademie der Wohnungswirtschaft in Bochum die besten Immobilien-Ökonomen (GdW) des Jahres 2018 ausgezeich- net. Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft gratuliert den drei Preisträ- gerinnen zu ihren hervorragenden Gesamtleistungen. Jede der ausgezeichne- ten Preisträgerinnen wurde von einer der bestehenden Ausbildungsakademien, die den Immobilien-Ökonomen (GdW) anbieten, für den Preis vorgeschlagen. „Mit dieser Auszeichnung möchten wir unsere Nachwuchskräfte für ihre her- vorragenden Leistungen belohnen und sie dazu ermutigen, ihr Know-how wei- terhin in unsere Branche zu investieren”, erklärte Axel Gedaschko, Präsident des GdW. Die Preisträgerinnen Jane Cramer Anne-Kathrin Huckert Katharina Molzahn Studienarbeit: „Chancen und Risiken der Digitalisierung im Kontex des Immo- bilienmarketing” Studienarbeit: „Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf die Immobilienkredit- vergabe und auf die Entwicklung des Immobilienmarktes” Studienarbeit: „Die Potentiale der Blockchain-Technolo- gie in der deutschen Immobilienwirt- schaft” Auf der mittlerweile 15. Sommerakademie bietet die Wohnungswirtschaft ihren talen- tierten Nachwuchskräften die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Kompetenzen sowie ihr Netzwerk zu erweitern und sich konstruktiv auszutauschen. Zum Programm gehören Fachvorträge, Workshops, Diskussionsrun- den sowie Teamevents. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind entscheidende Erfolgsfaktoren für die Unter- nehmen. Diejenigen, die morgen leitende Positionen in den Wohnungsunternehmen bekleiden sollen, müssen heute verantwor- tungsvoll darauf vorbereitet werden. Die diesjährige viertägige Veranstaltung steht unter dem Motto „Design Thinking”. Unsere jungen Nachwuchskräfte werden sich in diesem Jahr mit der systematischen Herangehensweise an komplexe Problem- stellungen aus allen Lebensbereichen aus- einandersetzen. Dazu gehört u. a. die Erar- beitung neuer Geschäftsmodelle vor dem Hintergrund aktueller Trends. Die Sommerakademie der Wohnungswirt- schaft findet jedes Jahr beim EBZ – Euro- päisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft statt und hat sich zum Ziel gesetzt, Nachwuchsführungs- kräfte der Wohnungs- und Immobilienwirt- schaft auf die Zukunft vorzubereiten. (mey/schi) Weitere Infos zu den Preisträgern sowie die Abschlussarbeiten zum Download finden Sie in Kürze unter https://bit.ly/2KRYZHP 34/2019 3 Baugenehmigungen im Sinkflug – Alarmsignal für die Zukunft des bezahlbaren Wohnens Berlin – „Die Zeichen stehen auf noch mehr Wohnungsmangel statt endlich mehr Wohnungsbau in Deutschlands Ballungsregionen. Statt den Wohnungsbau und die Baugenehmigungen wirksam anzukurbeln, wurden im ersten Halbjahr 2019 deutlich weniger Wohnungen genehmigt als im Vorjahr. Der Sinkflug bei den Baugenehmigungen ist ein deutliches Alarmsignal für die Zukunft des bezahlbaren Wohnens, denn von den jährlich notwendigen neuen Wohnungen in Deutschland bleiben wir meilenweit entfernt”, erklärte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenver- bandes der Wohnungswirtschaft GdW, zu den am 15. August 2019 veröffentlichten Baugenehmigungszahlen des Statistischen Bundesamtes. Von Januar bis Juni 2019 wurde in Deutsch- land der Bau von insgesamt 164.600 Woh- nungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 2,3 Prozent weniger Baugenehmigun- gen als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser ist mit einem Minus von 0,1 Prozent sehr leicht gesunken. Die Zahl der Baugenehmi- gungen für Zweifamilienhäuser sank dage- gen um 4,7 Prozent und die Zahl der geneh- migten Mehrfamilienhäuser um 3,2 Prozent. Die Gründe für die dauerhafte Mangelsi- tuation sind folgende: zu wenig Bauland, zu wenig Mitarbeiter in den Behörden, zu wenig Kapazitäten in den Baufirmen. Und: vielfach abschreckend hohe Preise für Bauland und Bauleistungen, so dass an der Zielgruppe vorbei gebaut würde und daher erst gar nicht mehr weiter geplant wird. Die Lösungen liegen auf der Hand, sie müssen nur umgesetzt werden: Das Pla- nungs- und Baubeschleunigungsgesetz muss zügig kommen. Es muss dauerhafte steuerliche Verbesserungen für den Woh- nungsbau geben. Die Branche benötigt eine aktive und vorausschauende Liegen- schafts- und Bodenpolitik der Städte und Kommunen ebenso wie interkommunale Lösungen und Stadt-Umland-Kooperatio- nen als neue Ansatzpunkte. Die Kommunen müssen die Grundstücke grundsätzlich nach dem Gebot der Kon- zeptvergabe und nicht nach Höchstpreisen abgeben. Die Genehmigungskapazitäten in den Ämtern sind zu erhöhen und die Ergebnisse der Baukostensenkungskom- mission aus der letzten Legislaturperiode umzusetzen. Kommunen, Länder und die Bundesregierung müssen an einem Strang ziehen. (schi) Fotos: privat

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