WOHNUNGSPOLITISCHE INFORMATIONEN 31/2019
seriellen Bauen bezahlbarer und architek- tonisch wertvoller Gebäude zum Durch- bruch zu verhelfen. Dies alles müsse vom Bund durch Forschungsförderung, neue Förderansätze und eine bessere Ausgestal- tung der Bundesgesetze in den Bereichen Bauleitplanung und Baunutzung sowie der Erzeugung und Verwendung dezentraler Energie- und der Steuergesetzgebung flan- kiert werden. (stra/koch) AUS DEN VERBÄNDEN Quelle: Statistisches Bundesamt © GdW Beckmann Aktueller Zahlenspiegel 7/2019 Rahmendaten zur Wohnungswirtschaft in Deutschland Bevölkerungsstand 3. Vierteljahr Veränderung (Ergebnisse auf Grundlage des Zensus 2011) 2017 2018 gegen Vorjahr Bevölkerungsstand (1.000 Einwohner) 82.741 82.979 +0,3% Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen 1. Vierteljahr Veränderung Veränderung gegen Vorjahr 2018 2019 gegen Vorjahr auf Basis der Preise von 2010 Mrd. Eur; in jeweiligen Preisen preisbereinigt Bruttoinlandsprodukt (Mrd. EUR) 829,0 851,5 +0,6% dar.: Bauinvestitionen (Anlageinvestitionen Bauten) 73,1 84,8 +5,3% dar.: Wohnbauten 44,8 51,9 +5,0% Verbraucherpreisindex Juni Veränderung (2010 = 100) 2018 2019 gegen Vorjahr Verbraucherpreisindex aller privaten Haushalte 104,0 105,7 +1,6% Mietpreisindex Juni Veränderung (2010 = 100) 2018 2019 gegen Vorjahr Wohnungsmiete (einschl. Nebenkosten) insgesamt 102,9 104,8 +1,8% Wohnungsmiete (inkl. Miete von Eigentumswohnungen) 103,9 105,4 +1,4% Altbauwohnungen 103,9 105,3 +1,3% Neubauwohnungen 104,0 105,6 +1,5% Index der Mietnebenkosten Juni Veränderung (2010 = 100) 2018 2019 gegen Vorjahr Wasserversorgung 104,2 106,4 +2,1% Müllabfuhr 100,7 101,7 +1,0% Abwasser 100,0 100,9 +0,9% Andere Nebenkosten 104,6 106,9 +2,2% Index der Energiekosten Juni Veränderung (2010 = 100) 2018 2019 gegen Vorjahr Strom 103,3 106,8 +3,4% Gas 93,5 95,7 +2,4% Flüssige Brennstoffe 102,9 106,2 +3,2% Feste Brennstoffe 101,8 103,8 +2,0% Zentralheizung/Fernwärme 93,4 98,6 +5,6% Baupreisindex (2010 = 100) 2. Vierteljahr Veränderung (ohne Umsatzsteuer) 2018 2019 gegen Vorjahr Bauleistungen (Neubau) am Wohngebäude 109,2 114,3 +4,7% Rohbauarbeiten 109,6 115,3 +5,2% Ausbauarbeiten 108,9 113,5 +4,2% Baulandpreise 4. Vierteljahr Veränderung (in EUR je qm) 2017 2018 gegen Vorjahr Kaufwerte für baureifes Bauland (EUR je qm) 194,86 211,82 +8,7% Geschäftsgebiet 173,19 487,45 +181,5% Geschäftsgebiet mit Wohngebiet gemischt 199,32 210,24 +5,5% Wohngebiet 239,61 247,19 +3,2% Industriegebiet 39,66 55,99 +41,2% Dorfgebiet 49,26 47,75 -3,1% Index des Auftragseinganges im Baugewerbe April Veränderung (Wertindex 2010 = 100) 2018 2019 gegen Vorjahr Hoch- und Tiefbau 136,4 153,7 +12,7% Wohnungsbau 141,6 150,3 +6,1% Wohnungsbaugenehmigungen Januar bis Mai Veränderung 2018 2019 gegen Vorjahr Genehmigungen insgesamt (einschl. Bestandsmaßnahmen) 139.586 136.620 -2,1% dar.: Wohnungen (Neubau) in Einfamilienhäusern 36.320 37.257 +2,6% Wohnungen (Neubau) in Zweifamilienhäusern 8.838 8.462 -4,3% Wohnungen (Neubau) in Mehrfamilienhäusern 71.731 68.625 -4,3% davon: Eigentumswohnungen 33.587 29.385 -12,5% Mietwohnungen 38.144 39.240 +2,9% Neue Wohnraumförde- rung in Niedersachsen in Kraft getreten Hannover – Nach langer Wartezeit hat das Land Niedersachsen am 24. Juli 2019 endlich die neuen Wohn- raumförderrichtlinien in Kraft gesetzt. Viele Mitgliedsunternehmen des Ver- bandes der Wohnungs- und Immobi- lienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen (vdw) stehen längst in den Startlöchern und werden die Förder- mittel nun schnellstmöglich in An- spruch nehmen. Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt ist zuversichtlich: „Mit dem neuen Programm schaffen wir einen ersten wichtigen Schritt, um das Ziel zu erreichen, bis 2030 40.000 neue bezahlbare Wohnungen in Niedersachsen zu bauen.“ Zu den neuen Wohnraumförderrichtlinien hatte der vdw in Abstimmung mit seinen Mitgliedsunternehmen ausführlich Stel- lung genommen. Von großer Bedeutung ist zweifellos das Einlenken des Landes, bei der „Angemessenheit der Wohnfläche“ von den zunächst geplanten Reduzierun- gen auf 45 beziehungsweise 55 Quadrat- meter für Ein- beziehungsweise Zwei-Per- sonen-Haushalte Abstand zu nehmen und die vom Verband geforderten Wohnungs- größen von 50 beziehungsweise 60 Qua- dratmeter anzusetzen. Verbandsdirekto- rin Dr. Schmitt zieht dementsprechend ein positives Fazit: „Die neue Wohnraumför- derung wird erhebliche Effekte beim Woh- nungsbau auslösen. Bezahlbares Wohnen ist eine der wichtigsten sozialpolitischen Herausforderungen unserer Zeit, und die Wohnungsgenossenschaften und -gesell- schaften im vdw werden einen gehörigen Beitrag dazu leisten, das Wohnungsange- bot für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen zu verbessern. Bereits jetzt lie- gen bei der NBank Anträge von vdw-Mit- gliedern über fast 200 Millionen Euro vor. In Lüneburg, Hildesheim und vielen ande- ren Städten werden schon in Kürze die Bagger rollen.“ (ens/schi) Fortsetzung von Seite 3 4 31/2019
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